Wohnungsbrand, Köln

Wohnungsbrand Köln: Familie rettet sich über verrauchtes Treppenhaus

05.06.2026 - 10:41:42 | boerse-global.de

Feuerwehr rettet vierköpfige Familie mit Fluchthauben aus brennender Dachgeschosswohnung in Köln.

Kölner Severinsviertel: Familie entkommt Wohnungsbrand nur knapp
Wohnungsbrand - Ein Feuerwehrmann führt eine Person mit einer Rauchschutzhaube durch ein verrauchtes Treppenhaus. Rauch und Notbeleuchtung dominieren. 05.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Feuerwehr musste am 2. Juni auf alternative Rettungsmethoden zurückgreifen.

Der Brand brach in den Mittagsstunden in einer Dachgeschosswohnung im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Severinstraße aus. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Wohnung bereits in Vollbrand.

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Rettung über das Treppenhaus

Die Familie hatte sich vor den Flammen auf einen rückwärtigen Balkon gerettet. Dort war sie jedoch durch die starke Rauchentwicklung eingeschlossen. Eine Rettung über die Drehleiter war unmöglich: Der erforderliche Wendekreis von 22 Metern war durch die Bauweise und den begrenzten Platz nicht gegeben.

„Wir konnten das Gebäude nicht von außen erreichen“, sagte Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet. Die Einsatzkräfte positionierten daraufhin ein Sprungpolster zur Sicherung. Die endgültige Rettung erfolgte durch das verrauchte Treppenhaus: Die Feuerwehrleute führten die Eltern und ihre zwei Kinder mit speziellen Fluchthauben ins Freie.

Der Brand war nach etwa einer Stunde gelöscht. Die Wohnung ist laut Einsatzberichten unbewohnbar.

Großübung im Stadion

Parallel zum Einsatzgeschehen fand am 3. Juni im Rheinenergie-Stadion eine Katastrophenschutzübung statt. Rund 800 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW und Sanitätsdiensten probten gemeinsam mit 400 Statisten den Ernstfall.

Das Szenario: Ein schwerer Unfall bei einem Pestizidhersteller – eine simulierte Giftgaswolke zieht über das Stadion. Im Zentrum stand die Dekontamination von Menschen, Fahrzeugen und Geräten. Zum Einsatz kam die neue EU-finanzierte Spezialeinheit „rescEU-CBRN-DECON“ mit Beteiligung von THW, Bundespolizei und BBK. Sie soll ab Ende 2026 offiziell einsatzbereit sein. Übungsleiter Nils Jakubeit vom THW zog eine positive Bilanz.

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Weitere Einsätze und Ermittlungen

In Königswinter-Oberpleis kam es am 3. Juni zu einem Großeinsatz in einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Angebranntes Essen auf einem Herd löste eine starke Rauchentwicklung aus. 60 Einsatzkräfte evakuierten 13 Bewohner. Eine Seniorin musste wegen eines internistischen Notfalls ins Krankenhaus, die übrigen Bewohner wurden vorübergehend in einem nahegelegenen Seniorenheim untergebracht.

Zwei Vorfälle mit pyrotechnischem Hintergrund beschäftigen die Kölner Behörden. In der Nacht zum 4. Juni verübten Unbekannte einen Anschlag auf einen Eissalon in Köln-Raderberg. Durch das Zünden eines pyrotechnischen Gegenstandes wurde die Verglasung der Eingangstür zerstört. Zu einem Brand kam es nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Indes berichtet die Polizei zum Fall eines Brandanschlags auf eine bekannte Zeichentrickfigur im Juli 2025: Trotz veröffentlichter Fahndungsfotos blieben die Ermittlungen bislang ohne heiße Spur. Das Verfahren könnte vor einer vorläufigen Einstellung stehen.

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