Wohnungsbetrug Wien: Kriminelle nutzen Airbnb für gefälschte Inserate
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 17:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Arbeiterkammer Wien warnt Wohnungssuchende vor einer verfeinerten Betrugsmethode auf dem Immobilienmarkt. Kriminelle mieten Unterkünfte über Plattformen wie Airbnb an, um darin echte Besichtigungstermine mit Interessenten durchzuführen.
Auf Basis gefälschter Wohnungsinserate kassieren die Täter Kaution sowie die erste Monatsmiete im Voraus und tauchen anschließend vor der vereinbarten Schlüsselübergabe spurlos unter, wie Medien am 15. September 2026 übereinstimmend berichteten.
Hoher Druck zum Ausbildungs- und Studienbeginn
Die Betrugsfälle auf dem Wiener Wohnungsmarkt treffen nach Angaben der AK Wien vor allem Studierende. Regelmäßig steigen die Fallzahlen jeweils im August vor dem Beginn des neuen Ausbildungs- und Studienjahres an. Allein im August dieses Jahres wurden bei der Wohnrechtsberatung der Arbeiterkammer Wien 4 neue Fälle dieser Art registriert.
Die Kriminellen nutzen die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt gezielt aus. Sie schalten Inserate mit Fotos, die von Unterkünften auf Airbnb stammen, und setzen die verlangten Mietpreise auffallend niedrig an.
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Um den Druck auf die Wohnungssuchenden zu erhöhen, erfinden die Betrüger angebliche Notfälle, beispielsweise einen Todesfall im familiären Umfeld. Dadurch suggerieren sie besondere Eile, um die Opfer zu schnellen Zahlungen zu bewegen, bevor eine reale Übergabe der Wohnungsschlüssel stattfinden soll – zu der es letztlich nie kommt.
Prüfschritte vor Überweisung der Kaution
Angesichts der Zunahme der Betrugsmaschen rät die AK Wien zu erhöhter Wachsamkeit, insbesondere wenn Angebote mit unrealistisch niedrigen Preisen locken. Wohnrechtsexperten der Arbeiterkammer empfehlen Wohnungssuchenden konkrete Kontrollschritte vor jeder Überweisung von Geldbeträgen.
Dazu gehört der Abgleich der Personalien der angebenden Vermieter mit dem offiziellen Grundbucheintrag der jeweiligen Immobilie. Zudem sollten Inseratsbilder über Bildersuchdienste wie Google Lens überprüft werden, um festzustellen, ob das betreffende Objekt bereits auf Buchungsplattformen für Ferienwohnungen gelistet ist. Bei bestehenden Zweifeln an der Seriosität eines Angebots verweist die AK Wien auf ihre Wohnrechtshotline zur rechtlichen Vorabklärung.
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