Wischroboter: Laser-Navigation und 6.000 Pascal sind Pflicht
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 04:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Moderne Saug-Wisch-Roboter können die physische Belastung bei der Bodenpflege im Alltag verringern, verlangen vor einer Anschaffung jedoch einen genauen Blick auf die verbaute Technik.
Wie Ralf Gaida von der Stiftung Warentest sowie Martina Schäfer von der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft in Berichten vom 17. September 2026 darlegen, benötigen zeitgemäße Geräte zwingend eine präzise Laser-Navigation, eine Saugleistung von mindestens 6.000 Pascal sowie eine funktionierende Hinderniserkennung.
Grenzen bei Kanten und Ecken
Trotz stetiger technischer Fortschritte stellen die Fachleute der beiden Organisationen klar, dass automatisierte Saug-Wisch-Systeme den klassischen Staubsauger weiterhin nicht vollständig ersetzen können.
Bauartbedingt gelingt es den Geräten nicht, Ecken und Kanten lückenlos zu säubern. Die Roboter eignen sich folglich für die kontinuierliche Unterhaltsreinigung auf freien Flächen, während schwer zugängliche Bereiche weiterhin manuell nachgearbeitet werden müssen.
Deutliche Spreizung zwischen den Preissegmenten
Hinsichtlich der Anschaffungskosten warnen die Stiftung Warentest und die Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft vor überzogenen Erwartungen an Billiggeräte. Modelle bis 200 Euro arbeiten demnach noch weitgehend mit einer veralteten Zufallsnavigation, die Flächen unzureichend abdeckt.
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Einen zuverlässigen und vollumfänglichen Reinigungsservice böten erst Geräte im Preissegment zwischen 800 und 1.500 Euro, die auf strukturierte Routenplanung und automatisierte Stationen setzen.
Testergebnisse untermauern technische Unterschiede
Große Marktvergleiche bestätigen die qualitativen Abstufungen. In einem Test von CHIP mit 67 Wischrobotern sicherte sich der Dreame X60 Pro Ultra Complete mit der Note sehr gut (1,4) bei einem Einstiegspreis ab 1.199 Euro den Testsieg. Dahinter platzierte sich der Roborock Saros 20 mit der Note sehr gut (1,4) ab 999 Euro.
Günstigere Optionen erreichten solide Wertungen: Der Ecovacs Deebot X2 Combo (ab 500 Euro) erhielt die Note gut (1,7), der Ecovacs Deebot X9 Pro Omni (ab 323 Euro) die Note gut (1,6), während der Kärcher RCV 5 (ab 276 Euro) mit befriedigend (3,1) abschnitt.
Eine Untersuchung von IMTEST mit 27 Saug-Wisch-Robotern kürte den DJI Romo P2 zum Testsieger. Das Gerät verfügt über ein um 12,4 Zentimeter ausfahrbares Wischpad und erkennt transparentes Glas. Zum Preis-Leistungs-Sieger ernannte das Magazin den TP Link Tapo RV30 Max Plus, der zwar eine gute Saugleistung vorwies, aber Schwächen bei der Wischfunktion zeigte und keine Teppicherkennung besitzt.
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Ebenfalls getestet wurden der 7,98 Zentimeter flache Roborock Saros Z70 mit einem Greifarm für Gegenstände bis 450 Gramm, der Dreame Matrix10 Ultra mit Wechsel-Mopps sowie der Ecovacs Deebot mini mit 28,6 Zentimetern Durchmesser.
Dass die Reinigung von Ecken selbst für Spitzenmodelle eine Hürde bleibt, zeigen weitere Testberichte. Der Roborock Saros 20 Flow Complete – auf der IFA 2026 mit dem Innovation Award von home&smart ausgezeichnet – liefert zwar 36.000 Pascal Saugleistung, eine Wischwalze mit 240 Umdrehungen pro Minute und eine 100-Grad-Heißwasserstation, zeigte im Test jedoch Schwächen bei der Eckenreinigung.
Auch beim NARWAL Flow 2, der mit 31.000 Pascal Saugleistung und FlowWash-System arbeitet, blieben mangels ausfahrbarer Seitenbürste Rückstände in den Kantenbereichen zurück.
