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Jörg Steinbach

Wirtschaftsminister Brandenburgs bittet Arbeitgeber um Toleranz

22.03.2020 - 20:14:22

Der brandenburgische Wirtschaftsminister Steinbach appelliert an Arbeitgeber, sich in der Krise flexibel und tolerant zu verhalten.

Im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) appellierte Jörg Steinbach (SPD), Wirtschaftsminister von Brandenburg am Sonntag an die Arbeitgeber, im Hinblick auf die Corona-Krise Gehaltszahlungen auch dann wie gewohnt vorzunehmen, wenn Arbeitnehmer noch die nächsten Tage zu Hause verbringen müssten, um die Kinderbetreuung sicherzustellen. Besonders betroffen seien diejenigen Eltern, die nicht in einem Berufsfeld tätig seien, das zur „kritischen Infrastruktur“ gehört und für die daher keine Notbetreuung vorgesehen ist.

Nach dem Buchstaben des Gesetzes seien diese Eltern bezüglich der Lohnfortzahlung nur bis zum Ablauf dieses Wochenendes geschützt. Wenn Arbeitnehmer in den nächsten Tagen zwecks Kinderbetreuung noch zu Hause bleiben müssten, dann sollten sie, so regt der Wirtschaftsminister an, nicht zwangsweise verpflichtet werden, Urlaub zu nehmen. Vielmehr sollten die Arbeitgeber nach der Vorstellung von Jörg Steinbach „bitte einfach“ eine übliche Lohnfortzahlung vornehmen.

Für die übernächste Woche seien dann Regelungen geplant, die für eine entsprechende Entlastung der Arbeitgeber sorgen würden. Stellen Sie sich einfach vor, so meinte der Wirtschaftsminister mit Blick auf die Arbeitgeber, dass es sich bei den fünf Arbeitstagen der kommenden Woche um eine Art verlängertes Wochenende handele, das halt bis zum folgenden Wochenende reicht.

Wirtschaftsminister Steinbach spricht sich außerdem für Pläne aus, nach denen Menschen während der Corona-Epidemie ihre Arbeitskraft solidarisch für gesellschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen sollten. Der SPD-Politiker kann sich gut vorstellen, dass seitens der politisch Verantwortlichen ein entsprechender Aufruf erfolgen werde.

Bestimmte Personengruppen könnten sich überlegen, ob sie nicht in einem anderen Berufsfeld wertvolle Hilfestellungen leisten könnten. Lehrer könnten darüber nachdenken, ob sie sich in der Lage sehen, für die in Krankenhäusern Berufstätigen mit Kindern die Betreuung zu übernehmen. „Oder ähnliches“, meinte Steinbach, was zu einer wesentlichen Entlastung des dortigen Personal beitragen würde.

Im Augenblick sei man dabei, diesbezüglich Ideen zu sammeln, sagte der Minister. Er sei optimistisch, was die Bereitschaft der Brandenburger und Brandenburgerinnen zu solidarischem Handeln und das zukünftige Engagement der Mitbürger in Brandenburg angehe.

Von der Landeshauptstadt Potsdam aus könne man nicht sofort Antworten auf alle sich derzeit stellenden Fragen geben. Man befinde sich am Beginn des Nachdenkens über Möglichkeiten der Solidarität. Der Solidarisierungsprozess entwickle sich am besten aus den sich vor Ort ergebenden Notwendigkeiten. Und hinsichtlich der angesichts der Krise so wichtigen Solidarität sei er, betont Steinbach, für Brandenburg wirklich zuversichtlich.

Nach Bewältigung der derzeitigen tiefen Krise werde, fügte Steinbach hinzu, die „spannende“ Herausforderung zu bewältigen sein, die zu großen Teilen zum Stillstand gekommene Wirtschaft zu aktivieren und wieder einen Normalzustand zu erreichen. Es wird nach der Corona-Pandemie sicherlich einige Monate dauern, glaubt der Wirtschaftsminister, bis die gewohnte, vor der Krise vorhanden gewesene Leistungsfähigkeit der Wirtschaft wieder erreicht sein werde.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A. Camus

@ ad-hoc-news.de