Winterberg, Genossenschaft

Winterberg: Genossenschaft plant 24 Sozialwohnungen neben dem Rathaus

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 00:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland plant 24 geförderte Mietwohnungen; zugleich beraten Kommunalpolitiker über Regeln gegen Zweckentfremdung.
Ein Rohbau für ein neues Wohngebäude in einer bergigen Landschaft im Herbst. Illustration mit AI erstellt.

In Winterberg werden die Bestrebungen zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum weiter vorangetrieben. Die Wohnungsbaugenossenschaft Hochsauerland eG plant direkt neben dem Rathaus den Bau von 24 neuen Sozialwohnungen.

Für die Einheiten ist eine Kaltmiete von 7 Euro pro Quadratmeter vorgesehen. Wie der WDR in einem Bericht vom 20. Oktober 2026 meldete, wartet das Vorhaben für seine Umsetzung derzeit noch auf entsprechende Fördergelder des Landes Nordrhein-Westfalen.

Konkurrenz durch Ferienapartments belastet den Wohnungsmarkt

Hintergrund des Projekts ist die anhaltende Knappheit an Wohnraum für Dauerbewohner in der sauerländischen Stadt. Da Ferienwohnungen in der Tourismusregion zumeist höhere Erträge abwerfen als reguläre Mietverhältnisse, steht dem regulären Markt nur ein begrenztes Angebot zur Verfügung. Die Kommunalpolitik versucht daher, die Ausbreitung von Ferienunterkünften einzudämmen. Mittlerweile zeichnet sich eine leichte Entspannung der Situation ab.

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Als Gegenmaßnahme berät der Stadtrat derzeit über den Beschluss einer Zweckentfremdungssatzung. Eine Entscheidung darüber soll noch im Jahr 2026 fallen. Zudem wurden auf kommunaler Ebene bereits Bebauungspläne geändert und neue Baugebiete ausgewiesen, um mehr Flächen für den Wohnungsbau bereitzustellen.

Marktveränderungen und politische Debatte

Neben den kommunalen Initiativen zeichnet sich auch auf dem Immobilienmarkt eine Entwicklung ab. Nach Angaben aus der Maklerbranche nehme die Umwandlung von Ferien- in Dauerwohnraum zu. Als Ursache gilt, dass kleine Ferienwohnungen unter den veränderten Marktbedingungen nicht mehr konkurrenzfähig seien.

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Die Bemühungen um mehr Wohnraum in Winterberg standen zudem im Fokus der regionalen Medienberichterstattung. Die Sendung Lokalzeit Südwestfalen des WDR widmete sich der Thematik in einem Studiogespräch mit Winterbergs Bürgermeister Michael Beckmann (CDU).

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