WIN-Initiative Phase 2: Bund und KfW mobilisieren 13 Mrd. Euro
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 18:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Bundesregierung und die staatliche Förderbank KfW haben die zweite Phase der sogenannten WIN-Initiative eingeleitet. Ziel des Vorhabens ist es, die Investitionen in Venture-Capital bis zum Jahr 2030 auf insgesamt 25 Mrd. Euro Wagniskapital auszubauen.
Wie aus Medienberichten vom 17. September 2026 hervorgeht, sollen im Rahmen dieser neuen Phase zusätzlich 13 Mrd. Euro mobilisiert werden, um die Finanzierungsbedingungen für junge Wachstumsunternehmen in Deutschland zu verbessern.
Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Initiative soll nach dem Willen der schwarz-roten Koalition und der Förderbank KfW nun deutlich an Fahrt aufnehmen. Nach Angaben der Bundesregierung strebt die Initiative für das Jahr 2030 private Investitionen in Höhe von 12 Mrd. Euro an. Seitens der Bundesregierung betonte Klingbeil, dass Start-ups künftig mehr Wachstumskapital zur Verfügung gestellt werden müsse.
Fortschritte bei der Umsetzung und bisheriges Investitionsvolumen
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Bei der organisatorischen Umsetzung verzeichnet die Förderbank Fortschritte. Nach Angaben der KfW durch Reiche sind bereits sechs von zehn Maßnahmen der WIN-Initiative umgesetzt worden. Auch bei den Kapitalflüssen liegen Zwischenstände vor: Bis Ende 2025 wurden nach KfW-Angaben 2,64 Mrd. Euro der ursprünglich zugesagten 12 Mrd. Euro investiert.
Die KfW kündigte zudem an, dass die statistischen Auswertungen für das Jahresende 2026 im Laufe des Jahres 2027 folgen werden.
Erschließung neuer Investorengruppen und Abhängigkeit vom Ausland
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Ein zentraler Schwerpunkt der zweiten Phase liegt in der Einbindung neuer Kapitalgeber. Nach Angaben zur WIN-Initiative zählen Family Offices, Stiftungen, Versicherungen sowie Pensionskassen zu den neuen Partnern dieses Abschnitts.
Die Bundesregierung setzt dabei erstmals auf die gezielte Einwerbung von Geldern aus Pensionskassen, Stiftungen und berufsständischen Versorgungseinrichtungen, um institutionelles Kapital stärker für Innovationen zu öffnen.
Die Notwendigkeit einer breiteren inländischen Kapitalbasis belegen auch Erhebungen der staatlichen Förderbank: Laut einer KfW-Erhebung stammten im ersten Quartal 2026 mehr als drei Viertel der Investitionen in deutsche Start-ups aus dem Ausland. Mit der erweiterten WIN-Initiative wollen Politik und Förderbank dieser hohen Auslandsabhängigkeit entgegenwirken und vermehrt privates sowie institutionelles Kapital aus Deutschland in den Markt leiten.
