Werbebriefe, ROAS

Werbebriefe: ROAS von 22,9 schlägt digitale Kanäle

04.06.2026 - 14:39:48 | boerse-global.de

Klassische Werbebriefe erzielen laut aktueller Fallstudie einen ROAS von 22,9. Trotz Digitalisierung bleibt Print ein Renditebringer.

Werbebriefe: ROAS von 22,9 schlägt digitale Kanäle - Bild: über boerse-global.de
Werbebriefe: ROAS von 22,9 schlägt digitale Kanäle - Bild: über boerse-global.de

Während die Werbewelt auf KI und Social Media setzt, feiert ein vermeintliches Auslaufmodell ein überraschendes Comeback: der klassische Werbebrief. Aktuelle Marktdaten und Fallstudien aus dem Juni 2026 belegen, dass physische Mailings in professionellen Marketingstrategien nach wie vor eine entscheidende Rolle spielen – und das mit beeindruckenden Renditen.

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22,9-facher Werbeerfolg: Die Rechnung geht auf

Der Copywriting-Experte Roman Mayer, der bereits über 10 Millionen Direktmailings verantwortet hat, präsentiert eine bemerkenswerte Fallstudie: Für seinen Kunden Sven Walla erzielte eine einzige Printmailing-Kampagne einen Return on Advertising Spend (ROAS) von 22,9. Konkret bedeutet das: Aus einer Investition von 35.000 Euro in Werbebriefe entstand ein Neukundenwert von stolzen 800.000 Euro.

Die eingesetzten Verkaufsbriefe waren mit 14 bis 28 Seiten ungewöhnlich umfangreich. Die Produktionskosten für diese hochwertigen Werbedokumente liegen zwischen 2,00 und 3,50 Euro pro Stück. Mayers Analyse zeigt zudem: Wer regelmäßig alle sechs bis acht Wochen mailt, kann seine Umsätze potenziell verdreifachen.

Der Werbemarkt im Wandel: Print hält stand

Eine aktuelle Studie der Österreichischen Post aus dem Juni 2026 zeichnet ein detailliertes Bild der Werbelandschaft. 2025 gaben Unternehmen insgesamt 7,7 Milliarden Euro für Werbung aus – ein leichter Rückgang gegenüber 7,8 Milliarden im Jahr 2024. Davon entfielen 864 Millionen Euro auf „Dialog Print", ein Segment, das trotz digitaler Konkurrenz stabil bleibt.

Die Zahlen zur Verbraucherwahrnehmung sind beeindruckend: Rund 90 Prozent der Empfänger nehmen adressierte Werbesendungen aktiv zur Kenntnis. 68 Prozent der Befragten bescheinigen dem Medium eine hohe Werbewirkung. Zum Vergleich: Der digitale Dialog-Marketing wuchs zwar um fünf Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, doch das traditionelle Printsegment bleibt ein unverzichtbarer Pfeiler im Marketing-Mix.

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Der stationäre Handel schlägt zurück

Die Wirksamkeit von Printmailings wird durch eine weitere Entwicklung untermauert: Die Studie „Handel in Zahlen" vom Juni 2026 zeigt, dass der stationäre Handel mit 87 Prozent Marktanteil weiterhin dominiert. 2025 gaben österreichische Haushalte 80,7 Milliarden Euro im Einzelhandel aus – ein nominales Plus von 2,6 Prozent.

Besonders bemerkenswert: Der Online-Anteil in Schlüsselkategorien wie Lebensmittel und Mode ist rückläufig. Im Lebensmittelsektor fiel der Online-Anteil auf nur noch 2,2 Prozent eines Gesamtmarktes von 32,1 Milliarden Euro. Auch bei Mode sank der Online-Anteil auf 29,3 Prozent. Einzig der Gesundheitsmarkt verzeichnete ein deutliches Online-Plus von 13,5 Prozent.

Diese Entwicklung deutet darauf hin: Je mehr Verbraucher wieder in physische Geschäfte zurückkehren, desto wichtiger werden Werbebriefe als Brücke zwischen häuslicher Entscheidungsfindung und dem Einkauf vor Ort.

Erfolgsrezepte für Printmailings

Professionelle Leitlinien aus der Branche zeigen, worauf es bei erfolgreichen Werbebriefen ankommt:

  • Umfang als Erfolgsfaktor: Effektive Verkaufsbriefe benötigen oft 14 bis 28 Seiten, um Nutzenversprechen vollständig zu kommunizieren.
  • Kostenkalkulation: Zwischen 2,00 und 3,50 Euro pro Stück sollten für hochwertige Werbebriefe eingeplant werden.
  • Kontinuität zahlt sich aus: Ein Rhythmus von sechs bis acht Wochen gilt als optimal für maximale Umsatzsteigerung und Markenpräsenz.

Die Daten aus dem Juni 2026 sprechen eine klare Sprache: Trotz der Flut digitaler Kanäle bietet die haptische und zielgerichtete Natur von Printmailings weiterhin einen messbaren Wettbewerbsvorteil bei der Akquise hochwertiger Neukunden. Wer im digitalen Rausch das Papier vergisst, verschenkt womöglich Rendite.

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