Zukunftssicherung am Stammsitz: Škoda Auto legt Grundstein für eine hochmoderne Lackiererei
25.06.2025 - 17:27:27Andreas Dick, Vorstand für Produktion und Logistik bei Škoda Auto, kommentierte: „Der Bau einer neuen Lackiererei in unserem Stammwerk in Mladá Boleslav unterstreicht unser Bekenntnis zur Tschechischen Republik, der Heimat von Škoda Auto, und zur weiteren Entwicklung des Unternehmens. Durch den umfassenden Einsatz modernster Technologien, wie z.B. Robotersysteme für den PVC-basierten Dichtstoffauftrag und automatisierte Systeme zum Verschließen von Karosserieöffnungen, wird die Effizienz der Anlage deutlich gesteigert. Darüber hinaus wird sie als eine der modernsten Lackierereien des Volkswagen Konzerns neue Umweltstandards setzen, indem sie die VOC- und CO₂‑Emissionen deutlich um 28 Prozent reduziert.“
Modernste Lackiertechnologie: flexibel, präzise, wirtschaftlich, nachhaltig
Die neue Lackiererei im Škoda Werk Mladá Boleslav wird die betriebliche Flexibilität deutlich erhöhen, da sie sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch Elektromodelle auf derselben Produktionslinie aufnehmen kann. Sie wird über einen neuen Einbrennofen verfügen, der für die präzise Aushärtung der Lacke während des gesamten Lackiervorgangs optimiert ist. Eine kombinierte Energiequelle, die Biogas und Strom nutzt, wird die Flexibilität erhöhen, die Emissionen reduzieren und die Kosten senken.
Darüber hinaus wird die neue Lackiererei Maßstäbe in der Umweltverträglichkeit setzen: Die VOC-Emissionen werden um mehr als 14 Gramm pro Quadratmeter und die COâ‚‚-Emissionen insgesamt um 28 Prozent gesenkt, was wesentlich zum Ziel der klimaneutralen Produktion von Škoda Auto bis 2030 beiträgt.
Optimale Bedingungen für die moderne Karosseriebehandlung im Škoda Stammwerk
Der Standort Mladá Boleslav verfügt derzeit über zwei Lackierereien, wobei die ursprüngliche Anlage seit 1996 in Betrieb ist. Diese ältere Anlage wird vollständig durch die neue Lackiererei ersetzt, die zusätzliche Möglichkeiten wie kontrastierende Dachfarben und matte Lackierungen bietet. Die zweite Lackiererei ist seit 2019 in Betrieb. Zusammen mit der neuen Anlage bietet das Škoda Stammwerk optimale Bedingungen für fortschrittliche Karosserieoberflächenbehandlungen.
Um die Größenordnung des Projekts zu verdeutlichen: Das neue Gebäude wird 301 Meter lang, 131 Meter breit und 32,5 Meter hoch sein – vergleichbar mit einem siebenstöckigen Haus. Die Gesamtfläche beträgt 118.000 Quadratmeter – das entspricht mehr als 16 Fußballfeldern – und das Fördersystem erstreckt sich auf 15 Kilometer. Die Anlage entsteht auf einem Gelände direkt neben der kürzlich eröffneten Laurin & Klement-Brücke, das derzeit als Abstellfläche für gefertigte Fahrzeuge genutzt wird.
Die Lackierung gehört zu den wichtigsten Phasen der Fahrzeugproduktion, da sie eine langfristige ästhetische Qualität und einen umfassenden Schutz gegen äußere Einflüsse gewährleistet. Der Oberflächenschutz der Karosserie besteht aus mehreren Schichten: einer kataphoretischen Korrosionsschutzbeschichtung, einer PVC-Beschichtung in gefährdeten Bereichen, gefolgt von Vorlacken und Basislacken, die im Nass-in-Nass-Verfahren aufgetragen werden. Zum ersten Mal setzt Škoda ein Verfahren ein, bei dem der farbintensive Basislack direkt auf die Kataphorese-Schicht aufgetragen wird, ohne dass die Grundierung eingebrannt werden muss. Das optimiert die Kosteneffizienz ohne Qualitätseinbußen. Der abschließende Klarlack und das Aussprühen der Hohlräume mit Schutzwachs vervollständigen den Prozess, so dass insgesamt eine Schichtdicke von etwa 100 Mikrometern (0,1 mm) erreicht wird.
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