Weiterbildung 2026: 68% der Firmen setzen auf KI-Schulungen
03.06.2026 - 00:09:22 | boerse-global.deKünstliche Intelligenz und Digitalisierung bestimmen die Weiterbildungsstrategien deutscher Unternehmen.
Eine aktuelle Studie zeigt: 68 Prozent der befragten Firmen sehen in diesen Technologien die drängendsten Schulungsthemen. Fast jedes dritte Unternehmen hat deshalb sein Budget für Weiterbildung aufgestockt. Der Trend ist eindeutig – wer Führungskräfte und Verwaltungspersonal fit für die Zukunft machen will, kommt an KI nicht vorbei.
Da 37 Prozent der Unternehmen beim Thema KI vor allem rechtliche Wissenslücken aufweisen, bietet dieser Leitfaden die nötige Orientierung im neuen EU-Recht. Kompakter Überblick über Fristen und Pflichten für Ihr Management: EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Weiterbildung wird Chefsache
Die „Weiterbildungsstudie 2026" von MAKAM Research, vorgestellt Anfang Juni in Wien, befragte 200 HR-Verantwortliche. Das Ergebnis: 68 Prozent der Unternehmen erkennen die wachsende Bedeutung von Fortbildung. 31 Prozent haben ihre Etats dafür erhöht.
Neben Digitalisierung und KI (68 Prozent) liegen Persönlichkeitsentwicklung (47 Prozent) und Managementtraining (42 Prozent) im Trend. Besonders spannend: 80 Prozent der Personalchefs bewerten den KI-Einsatz positiv. Doch es gibt klare Lücken, die geschlossen werden müssen:
- Grundlagenwissen zu KI (41 Prozent)
- Strategische KI-Anwendung (40 Prozent)
- Generative KI (40 Prozent)
- Prompt Engineering (40 Prozent)
- Rechtliche Rahmen wie AI Act und Datenschutz (37 Prozent)
Spezielle KI-Strategien fürs Management
Bildungsanbieter reagieren mit maßgeschneiderten Programmen. Die TU Wien bietet am 19. und 20. Juni 2026 einen Masterclass „KI-Strategie für Führungskräfte" an. Unter der Leitung von Dr. Isabell Claus lernen Teilnehmer, KI-Roadmaps zu entwickeln und in bestehende Prozesse zu integrieren.
Am 2. Juni 2026 startete zudem die Plattform Lifturskill – gegründet von Ex-Google-Managerin Evelyn Leu und Partnern. In Kooperation mit der FHNW vermitteln über 20 Trainer KI-Kompetenzen in Workshops, Webinaren und Coachings.
Parallel zur KI-Strategie müssen Unternehmen auch die neuen IT-Sicherheitsgesetze im Blick behalten, um proaktiv gegen Angriffe geschützt zu sein. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche rechtlichen Pflichten und Bedrohungen Unternehmer jetzt kennen müssen. Neue KI-Gesetze, neue Cyberrisiken: Was kommt wirklich auf Ihr Unternehmen zu?
Cybersicherheit wird Pflichtprogramm
Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst auch der Schulungsbedarf in der IT-Sicherheit. Das WIFI Österreich setzt in seinem Kursprogramm 2026/27 einen deutlichen Schwerpunkt auf Cybersicherheit, inklusive Schulungen zur NIS2-Richtlinie.
Technische Workshops wie „IT-Grundschutz-Praktiker" von Heise und iX sind für Juli, September und November 2026 geplant. ISO-27001-Lead-Auditor Thomas Fischer bereitet IT-Administratoren und Informationssicherheitsbeauftragte auf die BSI-Zertifizierung vor.
Auch die Politik zieht mit. Schleswig-Holstein hat zum 1. Juni 2026 ein Maßnahmenpaket zur IT-Sicherheit geschnürt: ein erweitertes Schwachstellenmanagement, eine Open-Source-Strategie mit Open-Xchange und Nextcloud sowie ein 5G-Campusnetz für die Krisenkommunikation.
Generationen und Fachkräfte im Fokus
Neben Technik rücken soziale Themen in den Vordergrund. Die Stadt Mainz veranstaltet am 25. Juni 2026 ein Symposium zur generationenübergreifenden Zusammenarbeit. Die Veranstaltung bei den Mainzer Stadtwerken will die Gesundheitsförderung und Führung altersgemischter Teams unterstützen.
Und die „Allianz für Ausbildung" – eine neue Initiative von ZDH und Bundesbildungsministerium – startete am 1. Juni 2026. Bundesministerin Karin Prien und Handwerkspräsident Jörg Ditrich betonten bei der Vorstellung die strategische Bedeutung der beruflichen Bildung für den Wirtschaftsstandort.
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