Weihnachtsbäume werden teurer: Nordmanntanne bis 33 Euro
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 04:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBaumarten und Erntezeit prägen den Einkauf
- Die Haupternte der Weihnachtsbäume beginnt grundsätzlich Mitte November.
- Ein laufender Meter Blaufichte kostet voraussichtlich 17 bis 22 Euro.
- Rund 80 Prozent der in Deutschland aufgestellten Weihnachtsbäume stammen aus heimischer Produktion.
Weihnachtsbäume kosten in dieser Saison mehr
Für die anstehende Weihnachtsbaum-Saison rechnen die Erzeuger mit höheren Preisen als im Vorjahr. Der laufende Meter einer Nordmanntanne soll etwa 25 bis 33 Euro kosten, nachdem die Spanne zuletzt bei 23 bis 30 Euro gelegen hatte.
Produktionskosten treiben Preise
Als Gründe nennen die Verbände gestiegene Produktions-, Personal- und Logistikkosten sowie ein rückläufiges Angebot. Für einen laufenden Meter Blaufichte werden 17 bis 22 Euro erwartet, eine Rotfichte soll 14 bis 19 Euro kosten.
Haupternte beginnt Mitte November
Die Haupternte startet grundsätzlich Mitte November. Erste Bäume werden teilweise früher für kommunale Dekorationen geschlagen; dabei handelt es sich meist um Tannen mit einer Höhe von mehr als fünf Metern.
Trockenheit trifft junge Bestände
Der lange trockene Sommer hatte regional unterschiedliche Folgen und belastete Süddeutschland stärker als Norddeutschland. Besonders betroffen waren Neuanpflanzungen: In Baden-Württemberg kam es nach Verbandsangaben im Frühjahr teilweise zu Totalausfällen.
Die Auswirkungen werden erst in acht oder neun Jahren sichtbar, wenn diese Bäume für den Markt fehlen. Nordmanntannen sind nach acht bis zwölf Jahren verkaufsfertig; bereits erntereife Bäume waren nur vereinzelt betroffen.
Weniger Angebot und kleinere Bäume
Das Angebot sinkt, weil Erzeuger Flächen reduzieren oder die Produktion aufgeben. Als weitere Gründe gelten zunehmende Wetterextreme, Arbeitskräftemangel und fehlende Betriebsnachfolger.
In Deutschland werden jährlich rund 16 Millionen natürliche Weihnachtsbäume verkauft. Etwa 80 Prozent der aufgestellten Bäume stammen aus deutscher Produktion, importiert werden vor allem Nordmanntannen aus Dänemark.
Verbraucher wählen kompaktere Bäume
Viele Menschen setzen längerfristig auf kleinere Bäume mit einer Höhe von 1,50 bis zwei Metern. Zusätzlich gibt es einen Trend zum Zweitbaum für Garten oder Terrasse sowie zum früheren Kauf.
Zuletzt kaufte gut ein Drittel der Befragten laut einer Verbandsstudie einen natürlichen Weihnachtsbaum. Rund 30 Prozent entschieden sich für einen künstlichen Baum, ähnlich viele verzichteten vollständig auf einen Baum.
Die Preisprognose fällt in eine Phase, in der der deutsche Weihnachtsbaummarkt von mehreren langfristigen Veränderungen geprägt ist. Rund 16 Millionen natürliche Bäume werden jährlich verkauft, zugleich sinkt das Angebot, weil Anbauflächen aufgegeben werden und Betriebe Nachfolger oder Arbeitskräfte suchen. Für Verbraucher bedeutet das, dass der Preis nicht allein von der Ernte eines einzelnen Jahres abhängt.
Besonders relevant ist die lange Produktionszeit. Nordmanntannen benötigen nach Verbandsangaben acht bis zwölf Jahre bis zur Verkaufsreife. Schäden an jungen Kulturen wirken sich deshalb zeitverzögert aus und können nicht kurzfristig durch zusätzliche Anpflanzungen ausgeglichen werden. Der trockene Sommer betrifft damit vor allem die künftige Versorgung, während erntereife Bestände bislang vergleichsweise weniger stark beeinträchtigt wurden.
Was die Saison für Käufer bedeutet
Die Preisunterschiede zwischen den Baumarten bleiben deutlich: Nordmanntannen kosten mehr als Blau- oder Rotfichten. Wer auf einen kleineren Baum ausweicht, kann die Ausgaben zusätzlich begrenzen; zugleich folgt die Nachfrage damit einem Trend zu Bäumen zwischen 1,50 und zwei Metern. Für Haushalte bleibt außerdem die Entscheidung zwischen Naturbaum, künstlichem Baum oder einem Verzicht relevant.
Die regionale Herkunft bleibt ein wichtiger Faktor. Etwa 80 Prozent der in Deutschland aufgestellten Bäume stammen aus heimischer Produktion, während vor allem Nordmanntannen aus Dänemark importiert werden. Die Saison startet für die meisten Käufer Mitte November, einzelne kommunale Dekorationsbäume werden bereits früher geschlagen.
