WDR-Tarifabschluss: 4,73 Prozent mehr für Beschäftigte ab Februar
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 19:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Westdeutsche Rundfunk und die Gewerkschaften haben sich geeinigt. Der Tarifabschluss vom 30. Juli 2026 bringt den Beschäftigten deutliche Entgeltsteigerungen – gestaffelt über knapp drei Jahre.
Gestaffelte Gehaltssteigerungen für Festangestellte
Für festangestellte Mitarbeiter und Azubis steigen die Bezüge garantiert um insgesamt 4,73 Prozent. Die Erhöhung erfolgt in drei Schritten: Rückwirkend zum 1. Februar 2026 gibt es 1,23 Prozent mehr. Zum 1. Februar 2027 folgen weitere 2,0 Prozent, bevor am 1. Februar 2028 die finale Stufe von 1,5 Prozent greift.
Doch damit nicht genug: Eine variable Komponente ist an eine mögliche Erhöhung des Rundfunkbeitrags geknüpft. Kommt die Beitragsanpassung, wächst die Steigerung auf bis zu 5,73 Prozent.
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Regelungen für freie Mitarbeiter
Auch freie Mitarbeiter profitieren von der Einigung. Ihre Honorare steigen um insgesamt 5,73 Prozent – ebenfalls in drei Stufen. Zusätzlich erhalten sie eine Einmalzahlung von 600 Euro.
Der gesamte Abschluss hat eine Laufzeit von 35 Monaten. Noch steht er unter Vorbehalt: Der WDR-Verwaltungsrat und die Gewerkschaftsgremien müssen zustimmen.
Dynamik in der regionalen Tariflandschaft
Die Einigung beim öffentlich-rechtlichen Sender fällt in eine Phase intensiver Tarifbewegungen. Noch am selben Tag einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Süßwarenindustrie für Niedersachsen und Bremen. Rund 3.600 Beschäftigte erhalten dort gut 6 Prozent mehr – ebenfalls in drei Stufen. Bereits einen Tag zuvor, am 29. Juli 2026, war für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland eine Steigerung von 6,1 Prozent bei 24 Monaten Laufzeit vereinbart worden.
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Während diese Abschlüsse stehen, brodelt es anderswo weiter. Im Einzel- und Großhandel in Berlin und Brandenburg sind für den 31. Juli und 1. August 2026 Warnstreiks angekündigt. Die Gewerkschaften fordern dort 7 Prozent mehr, mindestens aber 222 Euro – bei einer Laufzeit von nur 12 Monaten. Und in Köln scheiterten die Tarifverhandlungen für den Cinedom am 29. Juli 2026. Erste Protestaktionen der Belegschaft laufen bereits.
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