Wartungsplaner 2026: KI automatisiert elektrische Prüfabläufe
30.05.2026 - 01:39:28 | boerse-global.deDie industrielle Instandhaltung wird digitaler: Mit dem Wartungsplaner 2026 steht ab sofort eine neue Softwaregeneration bereit, die elektrische Prüfabläufe automatisiert und per KI unterstützt. Der Launch am 29. Mai fällt in eine Zeit, in der Ingenieurteams zunehmend auf intelligente Tools setzen, um steigende Arbeitslasten und komplexe Vorschriften zu bewältigen.
Neue Schnittstellen für die Elektroprüfung
Die aktualisierte Version des Wartungsplaners bietet erweiterte Funktionen für die Inspektionsplanung. Herzstück ist die verbesserte elektrische Schnittstellenanbindung: Messgeräte von Herstellern wie Fluke, Gossen Metrawatt, Bender und Benning lassen sich nun direkt anbinden. Der Datenaustausch zwischen Prüfgerät und Planungssoftware erfolgt automatisch.
Moderne Prüfsoftware ist nur ein Teil der elektrischen Sicherheit im Betrieb — auch die rechtssichere Unterweisung der Mitarbeiter ist gesetzlich vorgeschrieben. Mit dieser kostenlosen Muster-Vorlage inklusive PowerPoint-Präsentation bereiten Sie Ihre Elektro-Unterweisungen in der Hälfte der Zeit vor. Elektro-Unterweisung in der Hälfte der Zeit vorbereiten – so geht's
Ein integriertes EmailCenter und eine App-Schnittstelle erleichtern zudem die Kommunikation zwischen Außendiensttechnikern und der zentralen Planungsabteilung. Interessierte Unternehmen können die neue Plattform 21 Tage lang testen.
KI entlastet überlastete Ingenieure
Der Bedarf an solchen Automatisierungslösungen ist enorm. Eine Studie mit 1.267 Teilnehmern vom 28. Mai zeigt: 54 Prozent der Elektrokonstrukteure arbeiten am Limit. KI-generierte Schaltplanlayouts können die Konstruktionszeit um über 90 Prozent verkürzen. Die Folge: Ingenieure entwickeln sich vom manuellen Zeichner zum Systemarchitekten.
Einen ähnlichen Weg geht die EPLAN Plattform 2027, die am 29. Mai in die Beta-Phase startete. Der neue EPLAN Copilot versteht natürliche Sprachbefehle und unterstützt bei der Symbolanordnung, normgerechten Verdrahtung und regelbasierten 3D-Montage. Die Entscheidungshoheit bleibt beim Menschen – der Copilot macht Vorschläge und übernimmt Routinetätigkeiten. Langfristig soll das System zu einem vollautonomen Engineering-Assistenten weiterentwickelt werden.
Digitale Arbeiter für die Instandhaltung
Auch in der Ausführungs- und Planungsebene hält die KI Einzug. Ultimo präsentierte am 28. Mai drei "Digital Workers" auf Basis aktiver KI. Sie sind für die Wartungsplanung, die Technikerunterstützung und das HSE-Management (Gesundheit, Sicherheit, Umwelt) konzipiert. Die digitalen Assistenten lassen sich über Microsoft Teams steuern.
Hintergrund: 63 Prozent der Industrieunternehmen leiden unter Fachkräftemangel. Erste Erfahrungen eines Türsystemherstellers zeigen: Die digitalen Helfer sparen Teamleitern täglich 30 bis 60 Minuten Verwaltungsarbeit. Weitere Funktionen sind für den Sommer 2026 angekündigt.
Wo technische Systeme und digitale Assistenten zum Einsatz kommen, müssen auch die zugrunde liegenden Gefährdungsbeurteilungen rechtssicher dokumentiert sein. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie behördenkonforme GBUs erstellen und dabei die 7 häufigsten Fehler vermeiden. Gefährdungsbeurteilung: So erstellen Sie GBUs, die Aufsichtsbehörden sofort anerkennen
Lebenszyklusmanagement und Datenintegration
Die Softwareanbieter setzen verstärkt auf die zentrale Verwaltung von Engineering-Daten. CONTACT Software veröffentlichte am 28. Mai die Version 2026.2 seiner Elements-Plattform. Sie enthält die systemweite KI-Schicht Fourier AI und aktualisiert das Engineering-Change-Management. Neu ist auch das zentrale Servicevertragsmanagement im IoT-Rahmen.
Die Plattform PRO.FILE bleibt ein zentrales Werkzeug für Industrieunternehmen, um den gesamten Produktlebenszyklus abzubilden. Sie integriert CAD-, Office- und ERP-Systeme ohne tiefe Programmierkenntnisse – ein wichtiger Schritt zum vollständig digitalen Produktdatensatz.
Moderne Normen für die Risikobewertung
Neben den Software-Neuheiten hat sich auch die Regulierung weiterentwickelt. Im Februar 2026 aktualisierte die Norm DIN EN IEC 62305-2 Ed.3 die Risikobewertung für den Blitzschutz. Die Neuerung: Personen- und Gebäudeschäden werden zu einem gemeinsamen Gesamtrisikowert zusammengefasst. Zusätzlich gibt es eine separate Ausfallrate für technische Systeme. Die Folge: Unternehmen müssen präzisere Daten zur Blitzdichte liefern und verstärkt Gewitterwarnsysteme einsetzen, um die Vorschriften einzuhalten.
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