Waffenruhe, Oleschky

Waffenruhe für Oleschky: Hilfstransporte sollen anlaufen

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 06:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die von der US-amerikanischen First Lady Melania Trump vermittelte humanitäre Hilfsaktion für die russisch besetzte Frontstadt Oleschky im Süden der Ukraine geht in die entscheidende Phase.

Nach Angaben der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa ist die Route inzwischen für den Hilfstransport von Minen und Blindgängern geräumt worden. Zudem wurde ein Zeitplan für die Ausgabe von Hilfsgütern und die Abreise von evakuierungswilligen Bewohnern der kleinen Ortschaft veröffentlicht. Lantratowas ukrainischer Gegenpart Dmytro Lubinez muss sich derweil für seine Reiseroute über Belarus und Russland rechtfertigen.

Von Dienstag bis einschließlich Sonntag gilt eine örtlich begrenzte Waffenruhe für Oleschky und Umgebung, von der auch die am gegenüberliegenden Ufer des Flusses Dnipro liegende Gebietshauptstadt Cherson profitiert. So sollen ansonsten durch Drohnenangriffe und Minen verhinderte Transporte in und aus der Stadt ermöglicht werden.

Auch Melania Trump bestätigte unter Verweis auf den ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Lubinez die Räumung der Minen. "Alle gemeinsam von der Ukraine und Russland festgelegten Routen wurden für eine sichere Passage freigegeben", schrieb die First Lady auf der Plattform X. Die Lieferung von Lebensmitteln, Trinkwasser, Arzneimitteln und anderen lebenswichtigen Hilfsgütern für die Frontstadt sei nun möglich.

Laut Lantratowa und Lubinez wird die Fahrzeugkolonne zum örtlichen Krankenhaus fahren, bevor ab 13:30 Uhr Ortszeit (12:30 Uhr MEZ) Hilfsgüter ausgegeben werden sollen. Eine halbe Stunde vorher sollen sich alle Abreisewilligen eingefunden haben.

"Ich danke der First Lady der USA, Melania Trump, für ihr persönliches Engagement, ihre Vermittlung und Koordination, dank derer es gelungen ist, humanitäre Vereinbarungen zu erzielen", schrieben beide Menschenrechtsbeauftragten parallel. Lantratowa und Lubinez werden das weitere Vorgehen dem Vernehmen nach mit US-Vertretern koordinieren. Vor Ort würden Journalisten arbeiten, "die persönlich mit den Einwohnern sprechen können", schrieb Lantratowa.

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