Deutschland, Automobilindustrie

Spritpreise sinken weiter - aber langsamer

17.04.2026 - 13:18:44 | dpa.de

Vor allem Diesel gibt nach. E10 gibt es an einzelnen Tankstellen unter 2 Euro - doch die Dynamik lässt Richtung Wochenende nach.

Vor dem Preissprung am Mittag gab es an einigen Tankstellen Benzin für weniger als 2 Euro.  - Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Vor dem Preissprung am Mittag gab es an einigen Tankstellen Benzin für weniger als 2 Euro. - Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Die Entspannung an den Tankstellen geht weiter, verliert aber an Dynamik: Vor allem Diesel, aber auch Superbenzin der Sorte E10 werden billiger. Im bundesweiten Tagesschnitt des Donnerstags kostete E10 pro Liter 2,077 Euro, wie der ADAC mitteilte. Das waren 1,2 Cent weniger als am Vortag. Diesel verbilligte sich um 2,6 Cent auf 2,211 Euro pro Liter. 

Der übliche Preissprung um die Mittagszeit fiel am Freitag allerdings mit im Durchschnitt mit 11 Cent bei E10 und 11,8 Cent bei Diesel hoch aus. Die bundesweiten Durchschnittspreise davor und danach zeigen nun nur noch bei Diesel eine leichte Tendenz nach unten im Vergleich zum Vortag. E10 war um 12.15 Uhr - also direkt nach dem Sprung - sogar minimal teurer als zur gleichen Zeit am Donnerstag. 

E10 kostete am Vormittag teilweise weniger als 2 Euro pro Liter

Am Freitagvormittag hatten einige Tankstellen in einigen Regionen den Liter E10 für weniger als 2 Euro angeboten. Nach dem Sprung um 12.00 Uhr - seit Anfang April ist nur noch dann eine Anhebung der Preise erlaubt, weswegen es um diese Zeit in der Regel deutlich nach oben geht - waren praktisch keine solchen Angebote mehr zu finden. Dass es teilweise deutliche Unterschiede zwischen den Preisen im Tagesverlauf, aber auch zwischen einzelnen Anbietern gibt, ist nicht ungewöhnlich. 

Seit ihrem Hoch rund um Ostern sind die Spritpreise deutlich gefallen. E10 war im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags noch knapp 30 Cent teurer als vor Kriegsbeginn im Iran, Diesel um gut 46 Cent. In der Spitze waren es 41 und gut 70 Cent Anstieg. 

Diesel, das in normalen Zeiten billiger ist als E10, gilt als krisenanfälliger und hatte zunächst auch sehr viel schneller zugelegt als Superbenzin. Nun fällt der Preis auch wieder deutlich schneller. Der Preisabstand hat sich mit gut 13 Cent im Vergleich zum Maximum inzwischen beinahe halbiert.

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