Gesundheitspolitik, Digitalisierung

Vom Pilotprojekt zum Roll-Out in der TI / TI für Deutschland 2.0 - Die Branche macht den nächsten Schritt in der Digitalisierung

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 13:14 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Dortmund - Nach mehreren Jahren erfolgreicher Entwicklungs- und Pilotarbeit startet die Hilfsmittelbranche in die nächste Phase der digitalen Transformation. Aufbauend auf den Erkenntnissen und Erfahrungen aus dem bundesweiten Pilotprojekt eVerordnung für orthopädische Hilfsmittel werden mit der Initiative "TI für Deutschland 2.0 - Digital verbunden. Menschlich versorgt." die Weichen für die konkrete Umsetzung der Telematikinfrastruktur (TI) in der Hilfsmittelversorgung gestellt.

Vom Pilotprojekt zum Roll-Out in der TI / TI für Deutschland 2.0 - Die Branche macht den nächsten Schritt in der Digitalisierung - Bild: presseportal.de
Vom Pilotprojekt zum Roll-Out in der TI / "TI für Deutschland 2.0" - Die Branche macht den nächsten Schritt in der Digitalisierung - Bild: presseportal.de

Unter dem gemeinsamen Dach der Initiative bündeln die Projektpartner künftig ihre Aktivitäten und treiben die Einführung der ersten TI-Fachanwendungen gemeinsam voran. Ziel ist es, die digitale Vernetzung aller Beteiligten weiter auszubauen, Prozesse effizienter zu gestalten und eine moderne, zukunftsfähige sowie patientenorientierte Hilfsmittelversorgung nachhaltig zu stärken.

"Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass digitale Prozesse in der Hilfsmittelversorgung funktionieren und für alle Beteiligten einen echten Mehrwert schaffen. Die Ergebnisse der tausenden Feldtests belegen, dass sich bürokratischer Aufwand durch die TI reduzieren und Versorgungsprozesse spürbar beschleunigen lassen", erklärt Thomas Münch, Präsidialbeauftragter für Digitalisierung des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT) und Mitglied des Lenkungskreises, der die strategische Ausrichtung verantwortet. "Mit der Initiative 'TI für Deutschland 2.0' gehen wir nun den nächsten Schritt: Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir diese Mehrwerte durch die konsequente Nutzung der Telematikinfrastruktur sowie ihrer Anwendungen wie KIM und TIM bundesweit in die Versorgung bringen - zum Nutzen der Leistungserbringer, der verordnenden Ärzte, der Kostenträger und vor allem der Patienten."

Das Pilotprojekt eVerordnung für orthopädische Hilfsmittel unter der Leitung des BIV-OT hat seit 2021 gemeinsam mit Softwareherstellern, Industrie, Leistungserbringern, Krankenkassen und weiteren Verbänden die Grundlagen für die elektronische Hilfsmittelverordnung geschaffen. Erstmals konnte eine praxistaugliche End-to-End-Prozesskette - von der elektronischen Verordnung über die Versorgung bis zur Abrechnung - erfolgreich entwickelt und unter realen Bedingungen erprobt werden. Auf diesen Erfahrungen und Erkenntnissen baut die Initiative "TI für Deutschland 2.0" nun auf.

Digitalisierung gemeinsam gestalten

Die Initiative verfolgt das Ziel, sämtliche Anforderungen der Telematikinfrastruktur (TI) gemeinsam mit den Leistungserbringern aus Orthopädie, Reha und Homecare frühzeitig umzusetzen und in die Versorgungspraxis zu bringen. Noch deutlich vor der gesetzlichen Frist 2030 kann so eine digitale Infrastruktur entstehen, die reale Versorgungsabläufe verbessert und bundesweit einheitlich sowie effizient genutzt werden kann und damit Mehrwerte für alle Beteiligten schafft.

"TI für Deutschland 2.0" versteht sich weiterhin ausdrücklich als offene Brancheninitiative.

Eingeladen sind:

Vier Handlungsfelder

Im Mittelpunkt der Initiative für die TI- Umsetzung stehen vier strategische Handlungsfelder, mit denen die Digitalisierung der Hilfsmittelversorgung konsequent vorangetrieben wird.

TI-Ready

Vorbereitung und Begleitung der Leistungserbringer bei der technischen Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI). Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine sichere und reibungslose Integration in die digitale Gesundheitsversorgung zu schaffen.

Digitale GKV-Prozesse

Evaluation und Nutzung digitaler Kommunikationslösungen wie Kommunikation im Medizinwesen (KIM) und TI-Messenger (TIM) im Zusammenspiel mit allen an der Versorgung beteiligten Akteuren. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Pilotprojekts in den Regelbetrieb überführt und die bundesweite Einführung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der elektronischen Hilfsmittelverordnung begleitet. Ziel ist ein medienbruchfreier End-to-End-Prozess - von der Verordnung über die Versorgung bis hin zur Abrechnung.

Praxis in die Gesetzgebung einbringen

Systematische Rückkopplung der Praxiserfahrungen in gesetzliche und regulatorische Prozesse. Gemeinsam mit den Projektpartnern werden praxisnahe Anforderungen und Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Gestaltung der digitalen Versorgungsprozesse erarbeitet.

Gemeinsame Standards und Vernetzung

Förderung der Zusammenarbeit aller Beteiligten, Entwicklung einheitlicher Standards und Stärkung der digitalen Vernetzung innerhalb der Hilfsmittelversorgung. So soll eine interoperable, effiziente und patientenorientierte Versorgung nachhaltig unterstützt werden.

Digitalisierung braucht Verantwortung

"Die Einführung der Telematikinfrastruktur ist ein entscheidender Schritt für die Zukunft der Hilfsmittelversorgung. Sie schafft die Grundlage für effizientere Prozesse, eine bessere Vernetzung aller Beteiligten und eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung", betont Thomas Münch. "Deshalb versteht 'TI für Deutschland 2.0' Digitalisierung nicht als reines IT-Projekt, sondern als gemeinsames Versorgungsprojekt, das nur im Schulterschluss von Politik, Selbstverwaltung, Industrie und Leistungserbringern erfolgreich umgesetzt werden kann." Mit "TI für Deutschland 2.0" verbindet die Branche daher zugleich ein Angebot an die Politik, die Spezifikation neuer Anwendungen gemeinsam mit den Leistungserbringern und der Industrie zu entwickeln und frühzeitig unter realen Versorgungsbedfingungen innerhalb der TI zu erproben.

"TI für Deutschland 2.0" steht unter der gemeinsamen Leitung des BIV-OT, der opta data Gruppe und des Verbandes Versorgungsqualität Homecare e. V. (VVHC). Die strategische Ausrichtung der Initiative legt der Lenkungskreis fest. Er entscheidet über Meilensteine, Ressourcenprioritäten und wesentliche Projektänderungen. Die Mitglieder des Lenkungskreises sind: Georg Blome (BIV-OT), Michael Gelhard (opta data), Dennis Giesfeld (VVHC), Thomas Münch (BIV-OT), Marco Zellmann (DZH Dienstleistungszentrale für Heil- und Hilfsmittelanbieter GmbH) und Mustafa Zina (BIV-OT). Die operative Projektleitung übernehmen Marco Zellmann und Mustafa Zina.

TI für Deutschland 2.0 - Digital verbunden. Menschlich versorgt.

Weitere Informationen zur Initiative finden Sie hier.

Pressekontakt:

Kirsten Abel
Pressesprecherin des Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
Reinoldistr. 7 -9, 44135 Dortmund
Telefon: 01715608125

E-Mail: kommunikation@biv-ot.org

Original-Content von: Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik übermittelt durch news aktuell

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