Volkswagen plant Stellenabbau: Bis zu 100.000 Jobs weltweit gefährdet
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 23:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gegen Sozialkürzungen und drohende Jobverluste laufen Gewerkschaften in der Region Braunschweig-Wolfsburg Sturm. Am 28. Juli übergaben IG Metall, DGB und ver.di Tausende Unterschriften gegen die geplanten Renten- und Gesundheitsreformen der Bundesregierung. Die Organisatoren stufen die Vorhaben als „Reformen zum Nachteil der Versicherten“ ein. Nun kündigen sie eine Intensivierung ihrer Protestmaßnahmen an.
Parallel dazu diskutierte eine gewerkschaftliche Friedenskonferenz Ende Juli in Würzburg den Zusammenhang zwischen steigenden Rüstungsausgaben und Sozialkürzungen. Rund 250 Teilnehmer hörten Redner wie Wolfgang Däubler und Jeremy Corbyn, die vor den Folgen der Militarisierung für die Sozialsysteme warnten.
Aldi in Lehrte: Kündigung eines Betriebsrats sorgt für Eklat
Ein schwerer arbeitsrechtlicher Konflikt erschüttert derzeit den Logistikbereich von Aldi in Lehrte. Wie ver.di mitteilte, wurde dem Betriebsratsmitglied Michael Merten am 20. Juli fristlos gekündigt. Der Vorwurf des Unternehmens: Arbeitszeitbetrug. Die Gewerkschaft weist dies zurück und hält die Kündigung für unbegründet.
Merten war seit dem 12. Mai als freigestellter Betriebsrat tätig und sollte seine Aufgaben als Filialleiter noch bis zum 31. Juli fortführen. Ver.di und der DGB haben rechtliche Schritte angekündigt. Der Fall fällt in eine ohnehin angespannte Phase: Mitte Juli scheiterten erneut die Tarifverhandlungen im niedersächsischen Groß- und Einzelhandel.
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Volkswagen: Bis zu 100.000 Stellen weltweit gefährdet?
Die Krise bei Volkswagen versetzt die gesamte Region in Alarmstimmung. Konzerninternen Berichten vom 26. Juli zufolge plant VW einen weltweiten Stellenabbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen. In Deutschland gelten die Standorte Hannover, Neckarsulm und Emden als gefährdet.
Prof. Dr. Felix Rösel, Wirtschaftsökonom der TU Braunschweig, warnt vor verheerenden Folgen für die Region. Die Abhängigkeit vom Automobilbau sei nach wie vor prägend. In Emden verweist man zudem auf den massiven Absatzrückgang in China – innerhalb von fünf Jahren fast eine Million Fahrzeuge.
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Takko Fashion investiert 80 Millionen in Salzgitter
Ein Lichtblick kommt aus der Logistikbranche: Takko Fashion errichtet in Salzgitter-Heerte ein neues Verteilzentrum. Auf 60.000 Quadratmetern investiert der Konzern rund 80 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 geplant. Bis zu 600 neue Arbeitsplätze sollen entstehen – für den Online-Handel und die Filialbelieferung.
CSD und Maschseefest: Polizei erhöht Sicherheitsvorkehrungen
Nach sicherheitsrelevanten Vorfällen in Berlin verschärfen Behörden in Süd-Ost-Niedersachsen die Schutzmaßnahmen für Großveranstaltungen. Die Polizeidirektion Braunschweig überprüft derzeit die Konzepte für die anstehenden Christopher-Street-Day-Veranstaltungen.
Für den CSD in Braunschweig am 8. August und in Wolfsburg am 15. August sind verstärkte Polizeipräsenz sowie zusätzliche Barrieren und Zufahrtssperren geplant. Polizeivizepräsident Uwe Lange erklärte am 28. Juli, es lägen zwar keine konkreten Gefährdungshinweise vor, dennoch werde man die Präsenz deutlich erhöhen. Auch beim Maschseefest in Hannover setzen die Veranstalter auf zusätzliche Sicherheitsblöcke und Straßensperrungen.
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