Volkswagen, Everllence-Verkauf

Volkswagen: Everllence-Verkauf mit 8,5 Milliarden Bewertung

12.06.2026 - 20:46:53 | boerse-global.de

Cherry SE plant Barkapitalerhöhung für Restrukturierung. Großaktionär Argand Partners unterstützt die Maßnahme vollumfänglich.

Cherry SE: Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Transformation
Volkswagen - Grafische Darstellung von Finanzwachstum und Restrukturierung mit Pfeilen und Zahnrädern vor einem modernen Hafen mit Containerschiffen. 12.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das Unternehmen will damit sein Transformationsprogramm finanzieren.

Der Vorstand beschloss, das Grundkapital um bis zu 9,72 Millionen Euro zu erhöhen. Die neuen Aktien sollen zu 1,04 Euro ausgegeben werden – einem deutlichen Abschlag auf den theoretischen Ex-Bezugsrechtskurs. Der erwartete Emissionserlös liegt unter 12 Millionen Euro.

Das Geld fließt in das Restrukturierungsprogramm „Project Blossom“. Großaktionär Argand Partners, derzeit mit 34,6 Prozent an Bord, will seine Bezugsrechte vollständig ausüben.

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CEO Rogier Volmer betonte, die Maßnahme schaffe das nötige finanzielle Fundament für die Transformation. Vor der Erhöhung führte Cherry eine Kapitalherabsetzung durch. Das Bezugsangebot soll bis Mitte Juli im Bundesanzeiger erscheinen.

HHLA: Squeeze-out der Minderheitsaktionäre

Bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist der Ausschluss der freien Aktionäre beschlossen. Die Hauptversammlung gab grünes Licht für den Squeeze-out.

Verbliebene Inhaber von A-Aktien erhalten 21,16 Euro je Aktie als Barabfindung. Damit geht das Unternehmen fast vollständig an die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft – hinter der die Stadt Hamburg und die Reederei MSC stehen.

Die Partner halten gemeinsam mehr als 95 Prozent der Anteile. MSC war 2023 mit einem Gebot von 16,75 Euro je Aktie eingestiegen. Trotz einer positiven Geschäftsentwicklung – der Umsatz stieg auf rund 1,76 Milliarden Euro, das operative Ergebnis legte um fast 20 Prozent auf 160,5 Millionen Euro zu – gibt es für 2025 keine Dividende.

Volkswagen: Verkauf der Everllence-Mehrheit rückt näher

Im VW-Konzern steht der Teilverkauf der Schiffsmotorentochter Everllence bevor. Geplant ist die Veräußerung von 51 Prozent der Anteile.

Als potenzielle Bieter gelten Finanzinvestoren wie CVC, Bain und ein Konsortium unter EQT-Führung, an dem auch die Porsche SE und der Staat Qatar beteiligt sein sollen. Branchenkreise taxieren den Unternehmenswert auf etwa 8,5 Milliarden Euro.

Endgültige Gebote werden nach der VW-Hauptversammlung am 18. Juni erwartet. Die finale Entscheidung soll vor dem Beginn der Werksferien am 20. Juli fallen. Everllence beschäftigt rund 16.200 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von 4,9 Milliarden Euro bei einem operativen Ergebnis zwischen 700 und 800 Millionen Euro.

Super Micro und Deutsche Beteiligungs AG

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Der US-Server-Spezialist Super Micro hat eine Kapitalerhöhung über 3,75 Milliarden US-Dollar angekündigt. Grund ist ein massiver Auftragsbestand für KI-Server von rund 39 Milliarden US-Dollar von mehr als 20 Kunden. Die Aktie reagierte zunächst mit Verlusten, stabilisierte sich aber wieder.

Die Deutsche Beteiligungs AG hat ihr Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. Das Unternehmen erwarb 799.000 eigene Aktien – etwa 4,25 Prozent des Grundkapitals. Der Kaufpreis lag bei rund 20 Millionen Euro, der Durchschnittskurs bei 25,03 Euro.

Das Bundeskartellamt prüft derweil ein Vorhaben der Doblinger Beteiligung GmbH zur Übernahme des Münchner Textilhauses Ludwig Beck. Im Fokus steht die Vermietung von Gewerbeflächen.

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