Virgin Media O2, Stellenabbau

Virgin Media O2 streicht Jobs für 300 Millionen Pfund

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 14:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der britische Telekommunikationsanbieter will bis 2029 insgesamt 800 Millionen Pfund bei den jährlichen Ausgaben einsparen. Wie viele der rund 16.000 britischen Beschäftigten betroffen sind, bleibt zunächst offen.

Virgin Media O2 plant Einsparungen bis 2029

  • Virgin Media O2 will seine jährlichen Ausgaben bis 2029 um 800 Millionen Pfund senken.
  • Etwa 300 Millionen Pfund der Einsparungen sollen durch den Abbau von Stellen entstehen.
  • Geschäftsführer Lutz Schüler bezeichnete harte Entscheidungen angesichts von Markt- und Technologieveränderungen als notwendig.
Der britische Internet- und Mobilfunkanbieter Virgin Media O2 will Hunderte Millionen durch Stellenabbau einsparen. (Symbolbild) - Bild: Matthias Rietschel/dpa/dpa-tmn

Virgin Media O2 plant Stellenabbau und Milliarden-Sparprogramm

Der britische Internet- und Mobilfunkanbieter Virgin Media O2 will Hunderte Millionen Pfund durch den Abbau von Stellen einsparen. Bis 2029 sollen die jährlichen Ausgaben insgesamt um 800 Millionen Pfund reduziert werden.

300 Millionen Pfund durch weniger Personal

Nach Unternehmensangaben sollen rund 300 Millionen Pfund der Einsparungen aus dem Stellenabbau kommen. Das entspreche etwa 30 Prozent der gesamten Personalkosten.

Betroffen seien vor allem Arbeitsplätze ohne Kundenkontakt. Zugleich wolle Virgin Media O2 Künstliche Intelligenz und digitale Kanäle stärker einsetzen, um Effizienz und Produktivität zu erhöhen und das Kundenerlebnis zu verbessern.

Genaue Zahl der Stellen bleibt offen

Wie viele Arbeitsplätze wegfallen, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit. Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA beschäftigt Virgin Media O2 im Vereinigten Königreich etwa 16.000 Mitarbeiter.

Der Stellenabbau solle „fair und respektvoll“ gestaltet werden. Das Unternehmen werde schlanker, klarer bei seinen Prioritäten und schneller sein, sagte der aus Deutschland stammende Geschäftsführer Lutz Schüler laut Mitteilung.

Schüler verweist auf Markt und Technologie

Angesichts der Marktbedingungen, des regulatorischen Hintergrunds bei Glasfaser und der technologischen Veränderungen sei es keine Option, nichts zu tun, sagte Schüler demnach. Viele der Entscheidungen seien hart, aber notwendig für zukünftigen Erfolg und Wachstum.

Virgin Media O2 verbindet den geplanten Stellenabbau mit einem umfassenden Sparprogramm bis 2029. Der britische Telekommunikationsmarkt steht dabei unter dem Druck hoher Investitionen in Glasfasernetze, intensiven Wettbewerbs und eines technologischen Umbruchs, der viele Abläufe im Kundenservice und in der Verwaltung verändert.

Dass vor allem Arbeitsplätze ohne direkten Kundenkontakt betroffen sein sollen, deutet auf eine Konzentration der Einsparungen in Backoffice, Support und administrativen Funktionen hin. Der angekündigte stärkere Einsatz künstlicher Intelligenz und digitaler Kanäle soll Prozesse automatisieren und Kundenkontakte effizienter machen. Für Beschäftigte bedeutet das zugleich, dass sich Aufgabenprofile verändern und Qualifikationen stärker an digitale Systeme angepasst werden müssen.

Telekombranche zwischen Investitionen und Effizienzdruck

Die geplanten 300 Millionen Pfund aus dem Stellenabbau entsprechen laut Unternehmensangaben rund 30 Prozent der Personalkosten. Damit entfällt ein erheblicher Teil des gesamten Sparziels von 800 Millionen Pfund auf den Personalbereich. Die genaue Zahl der betroffenen Stellen bleibt offen, obwohl das Unternehmen im Vereinigten Königreich nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA rund 16.000 Menschen beschäftigt.

Für Kundinnen und Kunden hängt die Wirkung davon ab, ob digitale Angebote tatsächlich schneller und verlässlicher funktionieren. Weniger persönliche Anlaufstellen könnten den Zugang zu Unterstützung erschweren, während automatisierte Systeme bei einfachen Anliegen Kosten senken. Der angekündigte faire und respektvolle Abbau soll die sozialen Folgen begrenzen, ändert aber nichts an der grundlegenden Verschiebung hin zu stärker automatisierten Telekommunikationsdiensten.

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