Villingen-Schwenningen: Gemeinderat macht Weg für 140 barrierefreie Wohnungen frei
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 10:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Gemeinderat der baden-württembergischen Doppelstadt Villingen-Schwenningen hat die Weichen für ein umfangreiches Wohnbauprojekt gestellt. Das Kommunalgremium stimmte dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan einstimmig zu, wie aus einem Bericht des Südkuriers hervorgeht. Damit erhält der Spitalfonds Villingen das Baurecht, um das bisherige Heilig-Geist-Spital – im Volksmund als Spittel bekannt – in der Schertlestraße im Gebiet Erbsenlachen abzureißen und durch einen modernen Neubaukomplex zu ersetzen.
Auf dem Areal sollen insgesamt sechs Gebäude entstehen. Geplant sind darin 140 barrierefreie Wohnungen, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen zugeschnitten werden. Mit der einstimmigen Genehmigung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans beseitigt die Stadtverwaltung die planungsrechtlichen Hürden für das Vorhaben, das dringend benötigten, spezialisierten Wohnraum im Stadtgebiet schaffen soll.
Kontrast zu bestehenden Bauprojekten im Stadtgebiet
Das planungsrechtliche Vorankommen des Spitalfonds setzt ein positives Zeichen für die städtische Entwicklung, während an anderer Stelle im Stadtgebiet Bauvorhaben ins Stocken geraten sind. So zeigt sich im Stadtbezirk Schwenningen beim sogenannten Eschelen-Carré ein gegenteiliges Bild: Für das dortige unfertige Quartier ist die Baugenehmigung mittlerweile erloschen.
Der einstimmige Beschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan zeigt, wie planungsrechtliche Hürden für 140 barrierefreie Wohnungen fallen können. Wer selbst Quartiere entwickelt, findet in diesem kostenlosen Leitfaden die Prüfpunkte, die den Satzungsbeschluss tragen. Kostenlosen Leitfaden anfordern
Die ursprünglichen Planungen für das Eschelen-Carré sahen mehr als 60 Wohneinheiten, einen Lebensmittelladen, einen Bäcker, Tiefgaragen sowie einen Kindergarten vor. Nach einem Baustopp musste das halbfertige Gebäude inzwischen gesichert werden. Aufgrund eines laufenden Rechtsstreits vor dem Landgericht Freiburg ist eine rasche Lösung für die Bauruine vorerst nicht absehbar.
Vor diesem Hintergrund kommt dem Neubauvorhaben des Spitalfonds in Villingen eine besondere Bedeutung für die kommunale Wohnraumversorgung zu. Nach dem Abriss des alten Spitals soll mit den sechs geplanten Baukörpern im Quartier Erbsenlachen ein zusammenhängender Wohnkomplex entstehen, der die soziale Infrastruktur der Stadt nachhaltig stärkt.
