Videoüberwachung, Schwedische

Videoüberwachung: Schwedische Behörde verwarnt Securitas wegen DSGVO-Verstoß

25.06.2026 - 12:02:58 | boerse-global.de

Schwedische Behörde ahndet fehlende Rechtsgrundlage für Fahrerverhaltensanalyse bei Securitas. Berlin prüft BVG-Kameras.

Securitas: Schwedische Datenschutzbehörde rügt Videoüberwachung
Videoüberwachung - Eine Nahaufnahme einer Überwachungskamera mit digitalem Overlay, die auf die Silhouette einer Person in einem Fahrzeug gerichtet ist. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Grund: Dem Unternehmen fehlte die Rechtsgrundlage für die Videoüberwachung von Mitarbeitern in Dienstfahrzeugen.

Die Kamerasysteme erfassten nicht nur die allgemeine Sicherheit. Sie analysierten gezielt das Verhalten der Fahrer – Handynutzung, Aufmerksamkeit, Rauchen und das Anlegen des Sicherheitsgurtes.

Die IMY bewertete dies als unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre. Für eine derart detaillierte Verhaltensanalyse fehlte die gesetzliche Basis nach der DSGVO. Die Gewerkschaft Transport hatte das Verfahren angestoßen.

Berlin prüft BVG-Pilotprojekt

Auch Deutschland diskutiert über kamerabasierte Datenerfassung. Die Berliner Datenschutzbeauftragte Meike Kamp forderte Unterlagen zum BVG-Pilotprojekt „Dikas“ an.

Aktuell scannen 20 Handys in Linienbussen die Straßen nach Baustellen. Bis Jahresende sollen 100 Geräte im Einsatz sein. Kamp sieht Probleme bei der Auslagerung von Aufgaben an die BVG und prüft die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen.

Anzeige

Der Fall Securitas zeigt deutlich, dass eine fehlende Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung schwerwiegende Konsequenzen nach der DSGVO haben kann. Mit diesem kostenlosen Leitfaden setzen Sie die geforderten Dokumentationspflichten in fünf einfachen Schritten rechtssicher um. Schritt-für-Schritt-Anleitung zur DSGVO-Umsetzung kostenlos herunterladen

EU vereinfacht Meldepflichten

Parallel treibt die EU die Digitalisierung von Arbeitnehmerdaten voran. EU-Rat und Parlament einigten sich auf ein digitales Meldesystem für entsandte Arbeitnehmer.

Die Nutzung bleibt freiwillig, soll aber rund 3,6 Millionen Entsendungsprozesse vereinfachen. Experten erwarten eine Zeitersparnis von bis zu 73 Prozent und sinkende Verwaltungskosten.

Anzeige

Ob Mitarbeiterüberwachung oder Digitalisierung von Arbeitnehmerdaten – eine lückenlose Dokumentation aller Prozesse ist für Unternehmen heute unerlässlich. Nutzen Sie diese praxiserprobte Excel-Vorlage, um Ihr Verarbeitungsverzeichnis gemäß Art. 30 DSGVO zeitsparend und rechtssicher zu erstellen. Kostenlose Muster-Vorlage für das Verarbeitungsverzeichnis jetzt sichern

KBA startet Fahrleistungserhebung

Das Kraftfahrt-Bundesamt befragt 200.000 zufällig ausgewählte Fahrzeughalter zu ihren Kilometerständen. Die Daten fließen in Verkehrsplanung und Unfallforschung. Ergebnisse sollen bis Ende 2028 vorliegen.

Waymo kommt nach Deutschland

Der Robotaxi-Pionier Waymo gründete die Waymo Germany GmbH in München. Das Unternehmen plant den Einsatz autonomer Fahrzeuge mit Partner Transdev. Die Hardware-Kosten für die Technik sollen auf unter 20.000 Dollar gesunken sein – ein Schritt, der den flächendeckenden Einsatz und die damit verbundene Sensorik im öffentlichen Raum weiter vorantreiben dürfte.

de | wirtschaft | 69622737 |