Verpackungssteuer Potsdam: 170.000 Euro Förderung ab Oktober
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 20:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ab dem 1. Oktober 2026 erhebt die Landeshauptstadt Potsdam eine neue Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen. Um die betroffenen Betriebe bei der notwendigen Umstellung auf nachhaltige Alternativen zu unterstützen, stellt die Stadtverwaltung ein umfangreiches Förderpaket bereit. Bis zum Jahr 2028 werden insgesamt 170.000 Euro zur Verfügung gestellt, um den Übergang zu Mehrwegsystemen im lokalen Handel und der Gastronomie zu forcieren.
Finanzielle Unterstützung für Gastronomie und Handel
Das Förderprogramm der Stadt Potsdam ist in verschiedene Module unterteilt, die gezielt Anreize für den Verzicht auf Einweglösungen setzen sollen. Betriebe können finanzielle Hilfen für unterschiedliche Bereiche der Umstellung beantragen. Pro Betriebsstätte wird ein Zuschuss von bis zu 500 Euro für den sogenannten Systemnutzungsbeitrag gewährt, sofern sich das Unternehmen einem bestehenden Mehrwegpoolsystem anschließt.
Darüber hinaus fördert die Stadt die Anschaffung von physischen Mehrwegkomponenten. Für die Beschaffung von Mehrweggeschirr und -besteck können Unternehmen ebenfalls eine Förderung von bis zu 500 Euro in Anspruch nehmen.
Da die Nutzung von Mehrweglösungen mit einem erhöhten Reinigungsaufwand verbunden ist, sieht das Programm zudem eine Unterstützung für die technische Infrastruktur vor: Die Anschaffung von professionellen Spülmaschinen wird mit einem Betrag von bis zu 2000 Euro bezuschusst.
Antragsverfahren und Informationsangebote
Die offizielle Antragsphase für die Fördermittel beginnt zeitgleich mit der Einführung der Steuer am 1. Oktober 2026. Die Vergabe der Gelder erfolgt dabei unter dem Vorbehalt der verfügbaren Haushaltsmittel. Interessierte Betriebe können sich bereits vorab über die Details der neuen Regelung informieren.
Ab dem 1. Oktober 2026 gilt in Potsdam die Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen — und zeitgleich startet die Antragsphase für das Förderpaket. Bis zu 500 Euro gibt es je Betriebsstätte für den Systemnutzungsbeitrag, bis zu 500 Euro für Mehrweggeschirr und bis zu 2.000 Euro für eine professionelle Spülmaschine. Unser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Anträge vorbereiten. Kostenlosen Förder-Leitfaden anfordern
Ab dem 23. September stellt die Stadt Potsdam umfassendes Informationsmaterial zur Verfügung. Unter der Webadresse potsdam.de/verpackungssteuer können Plakate, Aufsteller, Sticker und Flyer abgerufen werden, die Betrieben dabei helfen sollen, ihre Kunden über die neue Steuer und die angebotenen Mehrwegalternativen aufzuklären.
Strategische Entscheidung gegen ein Einheits-System
Im Vorfeld der Steuereinführung wurde geprüft, ob die Stadt ein einheitliches Mehrwegsystem für alle Branchen verpflichtend vorgeben oder einführen sollte. Eine entsprechende Analyse ergab jedoch, dass ein solches Universalsystem nicht zielführend sei. Stattdessen setzt Potsdam auf die Flexibilität der Betriebe, sich individuell passenden Poolsystemen anzuschließen, die durch das städtische Förderprogramm mitfinanziert werden können.
Ein Mehrwegsystem einzuführen heißt nicht nur Geschirr kaufen: Reinigung, Lagerung und Personal binden Zeit und Geld. Genau dafür sieht das Potsdamer Förderprogramm bis zu 2.000 Euro für Spülmaschinen vor — und bis zu 500 Euro für den Einstieg in ein Poolsystem. Unser Leitfaden rechnet Ihnen durch, was die Umstellung kostet und was die Stadt übernimmt. Kostenlosen Förder-Leitfaden anfordern
Die Beigeordnete Brigitte Meier hob hervor, dass die Einführung der Verpackungssteuer ein entscheidender Schritt sei, um die Umweltbelastung durch Einwegverpackungen im Stadtgebiet signifikant zu reduzieren. Die Steuer zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch zu senken und die Vermüllung des öffentlichen Raums zu begrenzen, während das gleichzeitig aufgelegte Förderprogramm den wirtschaftlichen Wandel hin zu zirkulären Lösungen ebnen soll.
