Vermögensverwalter verschärfen ESG-Kontrollen: Neue Standards ab Juni
08.06.2026 - 03:26:03 | boerse-global.de
Der Ausschuss für Stewardship Responsibility wird erstmals von einem externen Verwaltungsratsmitglied geleitet.
Unabhängigkeit als oberstes Prinzip
Die externe Direktorin Sun Kyung Shin übernimmt den Vorsitz. Ziel ist mehr Transparenz bei Entscheidungen zu ESG-Fragen. Durch die Trennung von Geschäftsführung und treuhänderischer Kontrolle soll die Fairness gegenüber Anlegern steigen.
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Das bisherige ESG-Komitee wurde umstrukturiert. Es fungiert jetzt als unternehmensweites Gremium für nachhaltige Investmentstrategien. CEO Lee Seok-won betonte die Notwendigkeit eines autonomen Entscheidungssystems. Nur so lasse sich die Treuepflicht gegenüber Kunden langfristig erfüllen.
Strengere Kontrollen im Trend
Die Initiative fällt in eine Phase verschärfter Aufsicht. Seit Anfang Juni heben Vermögensverwalter und Treuhandbanken ihre Bewertungsmaßstäbe für Aktionärsresolutionen an. Im Fokus stehen höhere Eigenkapitalrenditen und der Abbau von Überkreuzbeteiligungen.
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Banken trotzen dem Marktdruck
Die Neuerungen kommen nicht zufällig. Südkoreanische Finanzinstitute laufen derzeit gegen den Trend. Der Leitindex KOSPI gab in der Woche bis zum 7. Juni um 3,7 Prozent nach. Bankaktien legten im Schnitt um 10,3 Prozent zu. Shinhan und die KB Financial Group erreichten neue Jahreshöchststände.
Analysten sehen einen Grund in gesenkten Rückstellungserwartungen. Behörden reduzierten die potenziellen Strafzahlungen für komplexe Finanzprodukte deutlich. Für Shinhan bedeutet das Entlastungen von mehreren hundert Milliarden Won. Ausländische Anleger investierten daraufhin in der ersten Juniwoche rund 2.530 Milliarden Won in den südkoreanischen Bankensektor.
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