US-Hauspreise, Jahreswachstum

US-Hauspreise August: Jahreswachstum +3,7%, Käufermarkt stärker

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 23:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Redfin meldet im August ein schwächeres monatliches Preisplus und ein historisches Übergewicht der Verkäufer bei zugleich hoher regionaler Streuung.

US-Hauspreise steigen langsamer – Käufermarkt erreicht Rekordausmaß
Eine ruhige Wohnstraße in einer amerikanischen Vorstadt bei Sonnenuntergang mit Einfamilienhäusern und gepflegten Gärten. Illustration mit AI erstellt.

Das Wachstum der Immobilienpreise in den Vereinigten Staaten verliert an Dynamik. Laut einer Analyse des Immobilienunternehmens Redfin verlangsamte sich der Preisanstieg im Quartal bis Ende August im Vergleich zum Vorquartal.

Wie aus dem saisonbereinigten Redfin Home Price Index (RHPI) für den Dreimonatszeitraum bis zum 31. August 2026 hervorgeht, stiegen die US-Hauspreise im August im Monatsvergleich um +0,25 Prozent. In den vorangegangenen Monaten hatte das Plus noch bei +0,26 Prozent im Juli und +0,27 Prozent im Juni gelegen.

Trotz der monatlichen Abschwächung legten die US-Hauspreise im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um +3,7 Prozent zu, was das schnellste Jahreswachstum seit einem Jahr markierte. Gleichzeitig stufte Redfin den August als den stärksten Käufermarkt aller Zeiten ein.

Im August überstiegen die Verkäufer die Zahl der Käufer um 58 Prozent, was die größte gemessene Differenz seit Beginn der dortigen Datenerfassung im Jahr 2013 darstellt. Die Redfin-Aktie (RKT) schloss vor der Veröffentlichung des Index bei 12,36 US-Dollar.

Deutliche regionale Unterschiede auf dem US-Markt

Auf Ebene der einzelnen Metropolregionen zeichnete Redfin für den August ein stark heterogenes Bild ab. Die größten monatlichen Preiszuwächse verzeichneten St. Louis mit einem Plus von +1,1 Prozent sowie Pittsburgh mit +1,0 Prozent. Dahinter folgten San Antonio, San Jose und Baltimore mit jeweils +0,9 Prozent.

Dagegen gaben die Preise im Monatsvergleich in Austin und Charlotte mit jeweils -0,7 Prozent am deutlichsten nach, gefolgt von Milwaukee und Warren im Bundesstaat Michigan mit je -0,6 Prozent sowie Fort Lauderdale mit einem Rückgang um -0,5 Prozent.

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Der US-Immobilienmarkt hat sich im August so deutlich zugunsten der Käufer verschoben wie nie seit Beginn der Datenerfassung 2013: Auf jeden Käufer kommen rechnerisch 58 Prozent mehr Verkäufer, der Bestand reicht für rund 4,9 Monate. Wer sein Engagement in den USA einordnen will, braucht die regionale Spreizung statt eines nationalen Durchschnitts. Kostenlosen Markt-Report jetzt anfordern

Im Jahresvergleich verzeichnete Redfin den stärksten Preisanstieg in San Francisco mit einem Zuwachs von +12 Prozent. Zweistellig legte auch West Palm Beach mit +10,4 Prozent zu. In Chicago stiegen die Preise um +9,2 Prozent, in Nassau County um +8,1 Prozent und in Miami um +8 Prozent.

Zu den Regionen mit jährlichen Preisrückgängen gehörten im August dagegen Dallas mit -1,4 Prozent, Austin mit -1,0 Prozent, Fort Worth mit -0,7 Prozent, San Antonio mit -0,4 Prozent sowie Seattle mit -0,1 Prozent.

Zinsdruck und wachsendes Angebot dämpfen die Nachfrage

Weitere Kennzahlen des Marktes unterstreichen den Wandel der Rahmenbedingungen. Nach Angaben der National Association of Realtors reichte der Immobilienbestand Ende August für rund 4,9 Monate. Dies war der höchste Wert seit über zehn Jahren. Nach Angaben der Mortgage Bankers Association sanken die Hypothekenanträge für Hauskäufe Anfang September um -19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Branchenweit näherten sich die Hypothekenzinsen Ende August der Marke von 7 Prozent an. Demnach stieg der mittlere Verkaufspreis bestehender Häuser im August zwar um +1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was den 38. Anstiegsmonat in Folge bedeutete.

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Hypothekenzinsen näherten sich Ende August der Marke von 7 Prozent, die Hypothekenanträge für Hauskäufe sanken Anfang September um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Verkäufer wird die Preisfindung damit zur Geduldsprobe — dieser Leitfaden zeigt, welche Kennzahlen Sie vor einer Preisentscheidung prüfen sollten. Leitfaden für Verkäufer im Käufermarkt sichern

Allerdings lagen die ausstehenden Hausverkäufe im August um -4,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch das Kaufinteresse schwächte sich spürbar ab: Die Besichtigungen gingen seit Jahresbeginn um -3 Prozent zurück, nachdem im Vorjahr noch ein Zuwachs von +26 Prozent verzeichnet worden war.

In vorangegangenen Berichten Mitte September hatte Redfin zudem auf Rückgänge bei Verkäuferzugeständnissen (-2,2 Prozent innerhalb von 24 Stunden am 18. September), bei ausstehenden Verkäufen (-2,9 Prozent am 17. September) sowie beim Käufermarkt und bei den Wohnkosten (jeweils -1,7 Prozent am 10. September) hingewiesen.

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