Vorsorge, Versicherung

Umfrage: Deutsche fürchten Pflegefall – beugen aber nicht vor

17.04.2018 - 17:29:00

Die Lebenserwartung in Deutschland steigt: Ein 2018 geborenes Mädchen hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Schnitt etwas mehr als 83 Lebensjahre vor sich, bei Jungen sind es knapp 78,5 Jahre. Das Problem an dieser eigentlich erfreulichen Nachricht: Mit der Zahl der Hochbetagten wird auch die Zahl der Pflegebedürftigen steigen.

Umfrage von Swiss Life Select: Deutsche sind Vorsorge-Muffel

Gut vorbereitet sind die meisten Deutschen allerdings nicht: Laut Umfrage der Finanzberatung Swiss Life Select fürchten drei von vier Bundesbürgern (77 Prozent), dass die gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreichen wird, um im Pflegefall die anfallenden Kosten zu decken. Nur eine kleine Minderheit von acht Prozent vertraut der staatlichen Pflegevorsorge. Dennoch geben lediglich 15 Prozent der Befragten an, eine private Zusatzversicherung abgeschlossen zu haben. Bemerkbar macht sich das bereits jetzt: Rund 450.000 Menschen waren Ende 2015 auf staatliche „Hilfe zur Pflege“ angewiesen.

Ein Grund für den drohenden Pflegenotstand ist schlichtweg Unkenntnis: Jeder Fünfte erklärt in der Umfrage von Swiss Life Select, er kenne sich nicht gut genug aus, um sich für eines der angebotenen Modelle zu entscheiden. Dabei kann, wer sich ein wenig informiert, durchaus gut für den Pflegefall vorsorgen. Vorausgesetzt, er prüft vorher, welche Variante einer privaten Vorsorgeversicherung sich für seine individuelle Lebenssituation eignet.

Pflegetagegeldversicherung und Pflegekostenversicherung

Grundsätzlich bieten private Versicherer meist zwei Arten von Pflegeversicherungen an: Pflegetagegeldversicherung und Pflegekostenversicherung. Bei der Pflegetagegeldversicherung erhalten Versicherungsnehmer im Pflegefall einen festen Betrag pro Tag, über den sie frei verfügen können. Anders als bei einer Krankentagegeldversicherung wird aber nur ein bestimmter Prozentsatz des vereinbarten Tagegelds ausgezahlt. Dessen Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Pflegegrad. Diese Form der Pflegeversicherung wird in Deutschland am häufigsten genutzt. Mit dem Tagegeld lässt sich zum Beispiel ein ambulanter Pflegedienst bezahlen, sodass Pflegebedürftige länger in den eigenen vier Wänden leben können.

Die Pflegekostenversicherung übernimmt dagegen die anfallenden Pflegekosten nur bis zu einer vereinbarten Grenze. Meist werden bei dieser Variante die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung verdoppelt. In der Regel müssen monatlich oder vierteljährlich die entsprechenden Rechnungen eingereicht werden. Diese Variante empfehlen Fachleute für Versicherungsnehmer, die die Dienste einer professionellen Pflegeeinrichtung in Anspruch nehmen möchten.

Nicht für jeden ist eine Versicherung sinnvoll

Stiftung Warentest weist allerdings darauf hin, dass der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung nicht in jedem Fall sinnvoll ist. Eine wichtige Voraussetzung ist demnach, dass man über ein gesichertes Einkommen verfügt, mit dem die (künftig voraussichtlich steigenden) Beiträge auch im Rentenalter noch zu bezahlen sind. „Wer die Beiträge nicht mehr aufbringen kann und kündigen muss, verliert den Versicherungsschutz und bekommt vom eingezahlten Geld nichts zurück“, heißt es in der Zeitschrift „Finanztest“.

Außerdem sollte man nach Ansicht der Stiftung Warentest nicht zur früh in eine Pflegeversicherung einzahlen. Wer bereits mit Anfang 30 damit beginnt, zahlt jahrzehntelang Beiträge, ohne zu wissen, wie sich sein Leben in Zukunft weiter entwickelt. Als bestes Einstiegsalter nennen Fachleute Anfang/Mitte 50.

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