UEFA-Skandal, Millionen-Abfindung

UEFA-Skandal: Millionen-Abfindung und MBA-Finanzierung für Infantino-Mitarbeiterin

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 04:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Fußballverband räumt hohe Abfindung und Studiengebühren für eine frühere Angestellte ein und leitet nun interne Prüfungen ein.

UEFA bestätigt Millionenzahlung an Ex-Mitarbeiterin aus Infantinos Zeit
Ein minimalistisches, professionelles Büro mit Blick auf ein Fußballstadion im Hintergrund, das finanzielle Transparenz symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die UEFA hat Zahlungen an eine frühere Mitarbeiterin bestätigt, die während Gianni Infantinos Zeit als Generalsekretär für den Verband arbeitete. Die Transaktionen gehen auf das Jahr 2011 zurück – und beinhalten neben einer hohen Abfindung auch die Übernahme von Studiengebühren.

Millionenschwere Abfindung und MBA-Finanzierung

Die betroffene Mitarbeiterin erhielt bei ihrem Ausscheiden Ende 2011 eine Abfindung in mindestens sechsstelliger Höhe. Zusätzlich übernahm die UEFA die Kosten für ein MBA-Programm: rund 45.000 Britische Pfund beziehungsweise etwa 52.500 Euro pro Jahr.

Bereits vor dem Abschied wurde das Gehalt der Angestellten deutlich angehoben – um 30 Prozent auf etwa 160.000 Schweizer Franken. Medien wie der Telegraph spekulierten über eine mögliche persönliche Beziehung zwischen Infantino und der Mitarbeiterin. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

UEFA leitet interne Ermittlungen ein

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Der europäische Fußballverband betont, die Zahlungen hätten den damaligen Regularien entsprochen. Gleichzeitig verweist die UEFA darauf, dass die internen Richtlinien seit 2016 deutlich verschärft wurden. Angesichts der neuen Berichte hat der Verband nun interne Ermittlungen eingeleitet, um die Vorgänge aus dem Jahr 2011 abschließend zu bewerten.

Die FIFA weist die Vorwürfe gegen ihren Präsidenten kategorisch zurück. Ein Sprecher des Weltverbandes erklärte, es lägen keine offiziellen Beschwerden gegen Infantino vor. Infantino selbst dementierte jegliches persönliches Interesse an der Gestaltung der Abfindungsvereinbarung.

Erpressungsvorwürfe und offene Fragen

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Parallel zu den Diskussionen um die UEFA-Zahlungen hat die FIFA ausstehende Prämien an den jordanischen Fußballverband (JFA) beglichen. Die Nachzahlung für das Finale des Arabien-Pokals vom Dezember 2025 erfolgte unmittelbar nach öffentlichen Erpressungsvorwürfen durch JFA-Vorsitzenden Ali bin al-Hussein.

Der Jordanier erklärte jedoch, die Zahlung ändere nichts an den grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Verbandführung. Die Entwicklungen treffen Infantino in einer entscheidenden Phase: Er hat seine Ambitionen für eine weitere Amtszeit bis 2031 untermauert. Die Enthüllungen über seine Zeit bei der UEFA erhöhen nun den Druck auf die Compliance-Strukturen beider Verbände.

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