TUI-Chef Ebel erwartet teureren Urlaub im kommenden Jahr
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 01:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSReiseplanung wird preissensibler
- Sebastian Ebel erwartet Zusammenschlüsse im Hotel- und Airline-Segment.
- Familien buchen später und prüfen ihre Ausgaben genauer.
- Für Spanien und Griechenland rechnet Ebel mit höheren Preisen als für mehrere alternative Reiseziele.
- Außerhalb der Ferien sowie bei früher Buchung bestehen bessere Chancen auf günstigere Angebote.
Tui erwartet Zusammenschlüsse und teureren Urlaub
Tui-Chef Sebastian Ebel rechnet angesichts der wirtschaftlichen Lage mit Veränderungen in der Reisebranche. Er erwartet Konsolidierungen im Hotel- und Airline-Segment, schließt größere Insolvenzen mit Auswirkungen auf den Markt aber nicht als maßgebliche Entwicklung ein.
Weniger Spielraum für Familien
„Ich glaube, dass es in vielen Bereichen Konsolidierungen geben wird - im Hotel- und im Airline-Segment“, sagte Ebel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er beobachtet zugleich, dass Urlauber stärker auf ihr Geld achten, später buchen und insbesondere Familien ihre Ausgaben genauer prüfen.
Wirtschaftslage beeinflusst Nachfrage
Nach Ebels Einschätzung hängt die Entwicklung stark von der wirtschaftlichen Lage ab. Sollte sich daran nichts ändern, könne es auch in der Reisebranche zu einer Marktkonsolidierung kommen.
Spanien und Griechenland könnten teurer werden
Für das kommende Jahr stellt sich der Tui-Chef auf steigende Urlaubspreise ein. „Urlaub wird teurer, vor allem wenn die Treibstoffpreise hoch bleiben“, sagte Ebel.
Preisattraktive Reiseziele gebe es weiterhin. Wer nach Spanien oder Griechenland reisen wolle, werde wahrscheinlich mehr bezahlen müssen als Urlauber, die sich für Ägypten, Bulgarien, Rumänien, die Kapverden oder die Dominikanische Republik entschieden.
Flexible Termine können Kosten senken
Familien mit begrenztem Budget riet Ebel, das Reiseziel an den eigenen finanziellen Möglichkeiten auszurichten und bei den Reisezeiten flexibel zu bleiben. Außerhalb der Ferien, etwa im November oder Februar, bestünden wegen der häufig geringeren Nachfrage bessere Chancen auf günstigere Preise.
Wer bei den Reiseterminen nicht flexibel sei, solle möglichst früh buchen, sagte der Tui-Vorstandschef.
Die Aussagen von Tui-Chef Sebastian Ebel treffen auf einen Reisemarkt, in dem Nachfrage und Preisempfindlichkeit gleichzeitig steigen. Viele Haushalte wollen weiterhin verreisen, prüfen ihre Ausgaben aber genauer. Für Veranstalter entsteht dadurch ein Spagat: Sie müssen attraktive Angebote sichern, während höhere Kosten bei Energie, Personal, Transport und Unterkunft die Kalkulation belasten.
Preisunterschiede prägen die Reiseplanung
Ebels Hinweis auf unterschiedliche Zielregionen zeigt, dass Urlaubspreise nicht einheitlich steigen. Spanien und Griechenland gehören zu den stark nachgefragten Mittelmeerzielen. Ägypten, Bulgarien, Rumänien, die Kapverden und die Dominikanische Republik können je nach Saison und Angebot preisliche Alternativen sein. Entscheidend bleiben neben dem Ziel auch Abflugort, Reisedauer, Unterkunftskategorie und Buchungszeitpunkt.
Für Familien sind die Ferienzeiten ein zentraler Kostenfaktor. Wer im November oder Februar reisen kann, trifft häufig auf eine geringere Nachfrage als während der Schulferien. Frühbucher können sich zudem größere Auswahl und kalkulierbarere Preise sichern; kurzfristige Angebote bleiben möglich, sind aber weniger verlässlich.
Konsolidierung verändert das Angebot
Eine stärkere Bündelung im Hotel- und Airline-Segment könnte den Wettbewerb und die Auswahl einzelner Angebote verändern. Zusammenschlüsse müssen nicht automatisch Insolvenzen bedeuten, können aber Flugpläne, Hotelkontingente und Vertriebsstrukturen neu ordnen. Für Reisende wird deshalb wichtiger, Preise über mehrere Zielgebiete und Zeiträume hinweg zu vergleichen.
