TruLaser, Weld

TruLaser Weld 3000: TRUMPF verkürzt Programmierzeit um 50 Prozent

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 04:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Optrel, TBH, TRUMPF, Lorch und Evosys präsentieren zertifizierte Schutzlösungen sowie neue Systeme für automatisierte Schweißprozesse.

Schweißtechnik 2026: Neue Schutzsysteme und automatisierte Anlagen
Moderne industrielle Fertigungshalle mit Belüftungssystemen und metallischen Strukturen in einer Arbeitsumgebung. Illustration mit AI erstellt.

In der industriellen Fertigung und Schweißtechnik gewinnen normgerechte Schutzsysteme zunehmend an Bedeutung, wenn thermische Fügeprozesse in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen stattfinden.

Bei Schweiß- und Schleifarbeiten können flüchtige Stoffe, partikelbelastete Stäube sowie Prozessgase zusammentreffen. Für Betriebe erfordert dies aufeinander abgestimmte Sicherheitskonzepte, die von persönlicher Schutzausrüstung über technische Absaugungen bis hin zu modernen Fertigungsverfahren reichen.

Atemschutzlösungen und Zertifizierungen für Gefahrenzonen

Ein zentraler Aspekt des individuellen Schutzes betrifft Atemschutzsysteme, die für explosionsgefährdete Bereiche qualifiziert sind. Mit Gültigkeit seit dem 5. Februar 2025 verfügt das Gebläse-Atemschutz-System e3000X des Herstellers optrel über eine Zertifizierung für die ATEX-Zonen 2 und 21. Die Einstufung bescheinigt dem System die Eignung für Arbeitsbereiche, an denen es zu einer kurzzeitigen Freisetzung brennbarer Gase, Dämpfe oder Stäube kommen kann.

Ergänzend zu dieser Zertifizierung stellt optrel für das Atemschutzsystem swiss air einen A2P-Kombinationsfilter bereit, der Schutz vor bestimmten Gasen und Partikeln bietet. Für das Modell sphereX wiederum erhielt optrel den Red Dot Award 2026.

Technische Absaugung und Normvorgaben beim Laserschweißen

Neben persönlicher Schutzausrüstung greifen in Fertigungshallen technische Schutzmaßnahmen. Die TBH GmbH verweist darauf, dass beim automatisierten Laserschweißen hochlegierter CrNi-Stähle Schweißrauch entsteht, der krebserzeugende Bestandteile enthält. Für diese Laserstrahlschweißprozesse findet die Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 528 vollumfänglich Anwendung.

Soll die gereinigte Luft wieder in den Arbeitsraum zurückgeführt werden, schreibt der Regelungsrahmen den Einsatz von nach DIN EN ISO 21904 geprüften W3-Anlagen vor. Zur Erfüllung dieser industriellen Anforderungen hat die TBH GmbH Filter- und Absauganlagen der TFS-Serie für industrielle Laseranwendungen entwickelt.

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Weiterentwicklungen bei Fügeanlagen und Prozessbrennern

Die steigenden Anforderungen an den Gesundheitsschutz begleiten einen Trend zu höher automatisierten und leistungsfähigeren Schweißanlagen. TRUMPF kündigt für die Branchenmesse EuroBLECH 2026 die TruLaser Weld 3000 an.

Die kompakte Roboter-Laserschweißzelle nutzt die KI-gestützte Programmierung TeachLine AI, mit der sich die Programmier- und Einrichtezeit um 50 Prozent verkürzt, während die Schweißoptik um rund 40 Prozent verkleinert wurde.

Die Zelle benötigt eine Aufstellfläche von 3,65 x 3,65 Metern und ist damit etwa 24 Prozent kleiner als die kleinste Ausführung der TruLaser Weld 5000. Ausgestattet mit einem Laser von 3 oder 4 kW verarbeitet die Anlage Edelstahl und Baustahl bis 8 Millimeter sowie Aluminium bis 6 Millimeter.

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Im Bereich der manuellen und halbautomatischen Lichtbogentechnik erweitert Lorch Schweißtechnik die iQS-Serie um eine Push-Pull-Funktion. Das System steuert Schweißbrenner mit eigenem Drahtförder-Motor an und unterstützt Brenner-Schlauchpakete mit Längen von bis zu 8 Metern.

Passend dazu umfasst das Programm neue Powermaster-Pro-Brenner der Typen LMG-PP und LMW-PP mit Lorch-Zentralanschluss und CanBus-Anbindung, die in der wassergekühlten Ausführung für Ströme von bis zu 450 Ampere bei einer Einschaltdauer von 100 Prozent unter Mischgas ausgelegt sind.

Im Kunststoffbereich stellt Evosys Laser auf der Fachmesse Fakuma in Friedrichshafen, die vom 12. bis 16. Oktober 2026 stattfindet (Halle A4, Stand 4306), die EvoWeld Generation 2 und das Evo2Step-Verfahren für absorbierende Kunststoffe vor. Das Unternehmen zeigt dort zudem das Prozessmodul Evo 0800-TD als Dual-Station-Modul für zwei Baugruppen pro Arbeitsgang sowie ein neues Absorptionstestgerät zur Messung entlang der Schweißkontur.

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