Tiny Houses aus Stresdorf: Schmiede Radsack baut das 50. Biomobilheim
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 11:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Handwerksbetrieb Schmiede Radsack im mecklenburgischen Stresdorf bei Gadebusch erreicht ein wichtiges Produktionsjubiläum: Das Unternehmen baut seit rund 12 Jahren mobile Behausungen und fertigt gegenwärtig das 50. Biomobilheim in Serie. Der Betrieb bedient damit eine Nische im Bereich alternativer Wohnkonzepte, die in den vergangenen Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen hat.
Das aktuell in Bau befindliche Biomobilheim setzt auf eine ökologische Bauweise mit natürlichen Dämmstoffen. Durch diese massive und nachhaltige Materialwahl weist die Behausung ein Gesamtgewicht von rund 14 Tonnen auf. Auch bei den Abmessungen zeigt sich das Modell geräumig: Der Wagen misst knapp 4 m in der Breite sowie 12 m in der Länge und bietet damit über 40 m² Wohnfläche.
Individuelle Konfiguration und bundesweite Standorte
Bei der Gestaltung der Wohnräume setzt das Unternehmen auf maßgeschneiderte Lösungen. Kunden konfigurieren die Tiny Houses individuell und können dabei unter anderem die Ausführung von Fenstern, Türen und die spezifischen Dämmstärken bestimmen.
Immer mehr Menschen träumen vom eigenen, kleineren Zuhause — und Betriebe fertigen mobile Behausungen inzwischen in Serie, mit über 40 m² Wohnfläche und natürlichen Dämmstoffen. Wer diesen Schritt gehen will, braucht vor allem Klarheit bei Planung, Kommunen und ökologischer Bauweise. Genau dafür haben wir Ihren kostenlosen Leitfaden zusammengestellt. Jetzt kostenlosen Tiny-House-Leitfaden anfordern
Die fertiggestellten mobilen Behausungen aus Stresdorf finden inzwischen bundesweit Verwendung. Zu den bisherigen Standorten der Mobilheime zählen neben dem Heimatort Stresdorf unter anderem Flensburg im Norden sowie Würzburg und das Allgäu im Süden Deutschlands. Für die weitere Entwicklung blickt die Schmiede Radsack zudem auf das Wasser: Als mögliches künftiges Projekt des Betriebs wird der Bau eines Hausboots genannt.
Wachsendes Interesse bei geringer statistischer Erfassung
Die anhaltende Produktion spiegelt ein generelles Interesse an reduzierten Wohnformen wider, auf das auch erste Kommunen in der Region reagieren. So hat beispielsweise Zarrentin ein Areal von 1750 m² Wohngebiet speziell für Tiny Houses reserviert, um planerische Voraussetzungen für diese Bauweise zu schaffen.
Bevor Sie ein Tiny House als Eigenheim kaufen, entscheidet oft eine einzige Frage: Wo darf es überhaupt stehen? Während einzelne Kommunen bereits eigene Flächen ausweisen, fehlt vielerorts noch die planerische Grundlage — und eine offizielle Statistik gibt es ohnehin nicht. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Gemeinden ansprechen und Ihr Vorhaben rechtssicher vorbereiten. Kommunen- und Förder-Check jetzt sichern
Ein vollständiges Bild über die tatsächliche Verbreitung der mobilen Einheiten existiert bislang allerdings nicht. Für das Land Mecklenburg-Vorpommern gibt es keine offizielle Statistik über den Bestand solcher Bauten. Schätzungen zufolge stehen landesweit derzeit einige Dutzend bis wenige Hundert Tiny Houses.
