Ticketsteuer, Flugreisen

Ticketsteuer sinkt ab Juli: Flugreisen werden deutlich günstiger

13.06.2026 - 09:39:29 | boerse-global.de

Die Verpflegungspauschalen bleiben 2026 unverändert, während die Ticketsteuer sinkt. Ein BGH-Urteil verschärft zudem die Haftung bei Reisedokumenten.

Reisekosten 2026: Stabile Pauschalen, günstigere Tickets und neue Haftungsrisiken
Ticketsteuer - Eine Hand hält ein Smartphone mit einer Reisekosten-App vor einem unscharfen Hintergrund aus Flughafenanzeigen und einem Globus. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Verpflegungspauschalen bleiben stabil, die Ticketsteuer sinkt – und ein BGH-Urteil verschärft die Haftung bei Reisedokumenten.

Verpflegungspauschalen: Keine Erhöhung in Sicht

Die steuerlichen Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand bleiben 2026 unverändert. Für eintägige Reisen ab acht Stunden sowie für An- und Abreisetage gelten weiterhin 14 Euro. Volle Kalendertage mit 24-stündiger Abwesenheit schlagen mit 28 Euro zu Buche.

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Auch die Kürzungsregeln bei arbeitgeberseitig gestellten Mahlzeiten bleiben gleich. Ein Frühstück reduziert die Pauschale um 20 Prozent (5,60 Euro), Mittag- und Abendessen um jeweils 40 Prozent (11,20 Euro). Bei Auslandsreisen kommen die länderspezifischen Sätze des Bundesfinanzministeriums zur Anwendung.

Ticketsteuer sinkt ab Juli

Eine echte Entlastung gibt es bei Flugreisen. Der Bundesrat genehmigte die Senkung der Luftverkehrsteuer. Ab Juli zahlen Reisende auf Kurzstrecken 13,03 Euro statt 15,53 Euro. Mittelstreckenflüge werden mit 33,01 Euro statt 39,34 Euro besteuert, Langstrecken mit 59,43 Euro statt 70,83 Euro.

Der Staat nimmt dadurch weniger ein: Für 2026 rechnet die Bundesregierung mit Mindereinnahmen von 185 Millionen Euro, ab 2030 sollen es jährlich 355 Millionen Euro sein.

BGH-Urteil: Haftungsrisiko für Behörden

Ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. Juni sorgt für Aufsehen (Az. III ZR 179/25). Eine Gemeinde muss über 14.000 Euro Schadensersatz zahlen, weil sie einen Fahndungseintrag nicht löschte.

Der Fall: Ein Bürger hatte seinen Pass als verloren gemeldet, später aber wiedergefunden. Die Behörde versäumte, die Fahndungsausschreibung zu entfernen. Bei der Einreise nach Neuseeland wurde der Mann abgewiesen. Der BGH wertete dies als Amtspflichtverletzung. Für Unternehmen bedeutet das: Sie sollten bei Auslandsreisen ihrer Mitarbeiter auf aktuelle Reisedokumente und saubere Datenlage achten.

Digitalisierung spart Zeit

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Internationale Entwicklungen im Blick

Der österreichische Nationalrat verabschiedete am 11. Juni ein Gesetzespaket mit mehreren Neuerungen. Unternehmen können im zweiten Halbjahr 2026 einen steuerfreien Mitarbeiterbonus von bis zu 500 Euro auszahlen. Gleichzeitig verschärfen sich die Meldepflichten bei Wegzug, und die Reisekostenzuschüsse im öffentlichen Dienst sinken.

Ab 2027 fällt in Österreich die Telearbeitspauschale weg. Auch beim Sachbezug für Elektro-Dienstwagen ändert sich etwas: 2027 sind 0,375 Prozent des Listenpreises fällig, 2028 dann 0,625 Prozent. Italien hat die Übergangsbestimmungen für Firmenwagen verlängert – ältere Fahrzeuge ab dem sechsten Jahr werden aber deutlich teurer.

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