THW-Zivilschutzübung: 18 Ortsverbände trainieren den Ernstfall in Brandenburg
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 07:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deRettungs- und Hilfsorganisationen sowie Feuerwehren führen aktuell zahlreiche Ausbildungsabende, Lehrgänge und Übungen durch, um freiwillige Helfer und Einsatzkräfte theoretisch sowie praktisch auf den Ernstfall vorzubereiten. Das Spektrum reicht von der Vermittlung rechtlicher und technischer Grundlagen über spezialisierte Fachfortbildungen bis hin zu groß angelegten Zivilschutzmanövern.
Grundausbildung und modulare Qualifikationen bei den Feuerwehren
In den Feuerwehreinheiten standen zuletzt vor allem Lehrgänge für den Nachwuchs und neue Einsatzkräfte im Mittelpunkt. Im baden-württembergischen Unterkreis Untere Hardt schlossen 25 Teilnehmer aus den Freiwilligen Feuerwehren Dettenheim, Eggenstein-Leopoldshafen, Graben-Neudorf, Linkenheim-Hochstetten und Stutensee den Grundausbildungslehrgang Truppmann Teil 1 erfolgreich ab.
Die Ausbildung umfasste über 70 Unterrichtsstunden an fünf Wochenenden am Standort Neudorf und deckte Themen wie Löscheinsatz, Technische Hilfeleistung, Erste Hilfe, Rechtsgrundlagen und Unfallverhütung ab; zehn der Absolventen verstärken künftig die Feuerwehr Stutensee.
In Bayern absolvierten 23 Feuerwehrdienstleistende eine 40-stündige Modulare Truppausbildung bei der Feuerwehr Niederperlesreut unter der Leitung von Kreisbrandmeister Roland Duschl. Am 10. Oktober überprüfte zudem die Stadtfeuerwehr Goslar erstmals die Qualifikationsstufe 2 der modularen Grundlagenausbildung Niedersachsen für neun Kräfte aus Goslar, Hahndorf, Immenrode, Jerstedt, Lochtum und Wiedelah in drei Übungsszenarien.
Im österreichischen Bezirk Wolfsberg nahmen am 25. Oktober 59 Kameradinnen und Kameraden am 55. Grundlehrgang mit 13 Ausbildern teil, wobei 15 die Maximalpunktzahl von 24 Punkten erreichten.
Neben den Basiskursen bilden sich auch erfahrene Einsatzkräfte weiter: Die Atemschutz-Notfall-Trainierte Staffel der Feuerwehr Kerpen trainierte im Oktober die Rettung verunglückter Einsatzkräfte aus einer Lagerhalle, während Führungskräfte der Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg am 24. Oktober an einer Fortbildung des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz zu Einsatzplanung und Führungsvorgängen teilnahmen.
Zivilschutz und Hochwassereinsätze im Fokus des THW
Auch das Technische Hilfswerk (THW) intensiviert seine Ausbildungsmaßnahmen für komplexe Großlagen. Vom 16. bis 18. Oktober absolvierten Einsatzkräfte aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt eine Zivilschutzübung mit 18 beteiligten Ortsverbänden.
Wenn 18 Ortsverbände gemeinsam eine Zivilschutz-Großlage trainieren, entscheidet die Routine im Vorfeld: Wer welche Teileinheit führt, wie Menschenrettung nach Explosionen abläuft und wie die Zusammenarbeit zwischen den Zügen greift. Dieser kostenlose Leitfaden bündelt die wichtigsten Ausbildungsfelder in einer Checkliste — von der Großlage bis zum Hochwassereinsatz. Kostenlosen Praxis-Leitfaden jetzt anfordern
Im Raum Brandenburg an der Havel trainierten zwei Technische Züge mit elf Teileinheiten unter anderem Menschenrettung nach Explosionen, Verkehrsunfälle sowie unterirdische Leitungsverlegungen im Kontext von Sabotageakten und Angriffen auf kritische Infrastruktur.
Parallel dazu veranstaltete der THW-Ortsverband Mönchengladbach am 16. und 17. Oktober eine institutionsübergreifende Hochwasserschutz-Fortbildung. Zusammen mit Kräften der Feuerwehr Mönchengladbach und weiterer Hilfsorganisationen wurden Deichbau, Schadensbilder und der Betrieb von Sandsackfüllplätzen geschult. Der Ortsbeauftragte Thorsten Saal hob hervor, dass der Hochwasserschutz eine Gemeinschaftsaufgabe darstelle.
Spezialthemen und Rechtssicherheit im Sanitätsdienst
Bei den DRK-Gliederungen stehen regelmäßige Dienstabende im Fokus, die speziellen Einsatzbereichen gewidmet sind. Der DRK-Kreisverband Bernkastel-Wittlich setzt Ausbildungsabende für Einsatzkräfte der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung an, um Unterweisungen in den Modulen vorzunehmen.
Bei Einsatzfahrten zählt jede Sekunde — und jede Regel: Wer Sonder- und Wegerechte nach § 35 und § 38 StVO kennt, fährt rechtssicher und kommt schneller an. Der kostenlose Leitfaden erklärt in drei Schritten, wie Sie Ihre Einheit auf Sonderrechte, Wegerechte und die Zusammenarbeit im Ernstfall vorbereiten. Rechtsgrundlagen-Checkliste jetzt sichern
Beim DRK Nehren-Gomaringen stand eine rechtliche Unterweisung zu Sonder- und Wegerechten nach den Paragrafen 35 und 38 der Straßenverkehrsordnung auf dem Programm, um das Verhalten bei Einsatzfahrten abzusichern.
Die DRK-Bereitschaft Sulzbach bündelt die Vorbereitung auf künftige Aufgaben im Rahmen ihres regulären Dienstabends. Ergänzend nahmen beim First-Responder-Tag im hessischen Unter-Flockenbach rund 70 Helfer an Workshops zur Erstversorgung teil.
