THW-Fuhrpark: 66 neue Unimogs für Hochwasser und Extremwetter
05.06.2026 - 05:31:24 | boerse-global.de
66 neue Mercedes-Benz Unimog U 5025 gehen an die Regionalstellen. Die Auslieferung startet Mitte 2026.
Speziell für Extremwetter gebaut
Hintergrund der Großbeschaffung sind die zunehmenden Extremwetterlagen. Sturmschäden, Waldbrände und vor allem schwere Hochwasser werden häufiger. Die neuen Unimogs sind genau dafür konzipiert.
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Mit einer Watfähigkeit von 1.200 Millimetern und 480 Millimetern Bodenfreiheit kommen sie auch in überfluteten Gebieten klar. Herkömmliche Lkw scheitern dort oft.
Der Motor OM 934 leistet 252 PS – 21 PS mehr als die Vorgängermodelle. Das maximale Drehmoment liegt bei 1.000 Newtonmetern.
THW-Präsidentin Sabine Lackner zog klare Lehren aus dem Hochwasser 2021. „Wir brauchen robuste Technik für Evakuierung und Versorgung in Katastrophengebieten“, betonte sie. Daniel Zittel von Mercedes-Benz Special Trucks hob die Bedeutung der Geländegängigkeit für den Bevölkerungsschutz hervor.
Partner für den Spezialaufbau
Daimler Truck setzt bei der Umsetzung auf erfahrene Partner. Die F&B Nutzfahrzeug-Technik GmbH aus Hagenbach übernimmt den Fahrzeugaufbau.
Zur Ausstattung gehören Ladekräne von HMF und Wechselmodule für 10-Fuß-Container. Das ermöglicht flexible Einsätze je nach Lage.
Schon vor der Auslieferung liefen Schulungen für das Personal. Spezielle Ausbildungen für Kranführer bereiteten die Einsatzkräfte auf die neue Hebetechnik vor.
Messe und Großübung
Die neuen Fahrzeugkonzepte sind auch Thema auf der INTERSCHUTZ 2026 in Hannover. Daimler Truck zeigt dort neben dem Unimog auch Modelle wie Zetros, Arocs und Atego. Aufbauhersteller wie Rosenbauer, Magirus oder Schlingmann haben sie für Feuerwehren und Rettungsdienste entwickelt.
Ein Messe-Schwerpunkt liegt auf ökologischen Innovationen – etwa PFAS-freien Schaumlöschmitteln.
Parallel testen die Behörden ihre Einsatzkonzepte unter Realbedingungen. Anfang Juni fand im Kölner Rheinenergie-Stadion eine Großübung statt. Rund 800 Einsatzkräfte und 400 Statisten probten die Dekontamination nach einem Chemieunfall.
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Getestet wurde die EU-Spezialeinheit rescEU-CBRN-DECON. Beteiligt waren THW, Bundespolizei und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die Einheit soll bis Ende 2026 voll einsatzbereit sein. Übungsleiter Nils Jakubeit vom THW zog eine positive Bilanz.
Wertschätzung für Einsatzkräfte
Am 6. Juni findet in Erfurt ein Marsch der Wertschätzung statt. Angehörige von THW, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten nehmen teil. Ziel ist es, für die Belange von Einsatzkräften zu sensibilisieren und Spenden für traumabelastete Familien zu sammeln.
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