Tesla baut Grünheide aus und zielt auf eine Million Autos
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 16:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTesla-Ausbau in drei Genehmigungsstufen
- Tesla will Ende 2026 Unterlagen für die zweite Teilgenehmigung in Grünheide einreichen.
- Die zweite Stufe umfasst eine neue Werkhalle und zusätzliche Logistikflächen.
- Für die Batteriezellfertigung sind mehr als 1.500 weitere Beschäftigte vorgesehen.
Tesla plant zweite Ausbaustufe in Grünheide
Tesla will den Ausbau seines Werks in Grünheide bei Berlin vorantreiben und Ende des Jahres die zweite Teilgenehmigung einreichen. Vorgesehen ist eine neue Produktionshalle, deren genaue Größe noch nicht feststeht.
Eine Million Autos als langfristiges Ziel
Nach den bisherigen Plänen soll die Jahresproduktion von geplanten 500.000 auf eine Million Fahrzeuge steigen, obwohl die Marke von 500.000 Autos bislang noch nicht erreicht ist. Die Kapazität für die Herstellung von Batteriezellen soll auf 100 Gigawattstunden pro Jahr wachsen.
Für den Ausbau muss nach Unternehmensangaben kein weiterer Wald gerodet werden. Die Produktion soll in zwei Schritten auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche erhöht werden, was rund 375.000 Fahrzeugen im Jahr entspricht.
Mehrere tausend neue Stellen geplant
Für die zusätzliche Fahrzeugproduktion will Tesla 2.000 Beschäftigte einstellen. Weitere mehr als 1.500 Arbeitsplätze sind für den Ausbau der Batteriezellfertigung vorgesehen.
Die Fabrik, die im März 2022 eröffnet wurde, beschäftigt nach Angaben des Unternehmens derzeit 12.600 Menschen. Zwischenzeitlich war die Zahl auf weniger als 11.000 gesunken; in den vergangenen Monaten kamen nach Angaben einer Sprecherin bereits 2.000 Beschäftigte hinzu.
Ausbau erfolgt schrittweise
Tesla hatte die Pläne während eines Absatzeinbruchs zunächst zurückgestellt und von einer besseren Marktlage abhängig gemacht. Nach Unternehmensangaben zieht die Nachfrage inzwischen wieder an, während Tesla entgegen dem allgemeinen Trend neue Beschäftigte einstellt.
Die erste Teilgenehmigung erteilte das Land Brandenburg bereits vor zwei Jahren. Sie betraf Änderungen und die Optimierung bereits errichteter Gebäude und Anlagen.
Wasser und Genehmigung im Mittelpunkt
In der zweiten Stufe geht es um die neue Werkhalle und Logistikflächen. Eine dritte Teilgenehmigung soll anschließend die Einbringung von Maschinen ermöglichen.
Umweltschützer und Anwohner äußern Bedenken gegen die Fabrik und den Ausbau, weil Teile des Geländes in einem Wasserschutzgebiet liegen. Die weiteren Genehmigungsschritte entscheiden damit auch darüber, unter welchen Bedingungen Tesla die geplante Erweiterung umsetzen kann.
Teslas Ausbaupläne für Grünheide stehen im Spannungsfeld zwischen industrieller Expansion, Beschäftigung und regionalen Umweltauflagen. Die geplante Verdoppelung der Jahreskapazität auf eine Million Fahrzeuge ist ein langfristiges Ziel; nach den bisherigen Plänen soll die Produktion zunächst schrittweise auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche steigen.
Der nächste formale Schritt betrifft die zweite Teilgenehmigung. Sie soll den Bau einer weiteren Produktionshalle sowie zusätzliche Logistikflächen ermöglichen. Nach aktueller Planung sollen die Unterlagen im Dezember eingereicht werden. Ein möglicher Baubeginn wird für 2027 genannt. Die erste Teilgenehmigung aus dem Oktober 2024 bezog sich unter anderem auf Änderungen an bereits errichteten Gebäuden und Anlagen.
Wasser bleibt zentraler Prüfpunkt
Besonders relevant für die Region ist der Wasserverbrauch. Das Werk liegt teilweise in einem Wasserschutzgebiet, weshalb Ausbaupläne seit Beginn der Ansiedlung von Einwänden begleitet werden. Tesla plant nach den aktuellen Angaben einen zusätzlichen Wasserkreislauf und eine erweiterte Abwasseraufbereitung. Damit soll der zusätzliche Bedarf der neuen Halle und weiterer Beschäftigter bewältigt werden, ohne die vertraglich vereinbarten Mengen von Frisch- und Abwasser zu erhöhen.
Für Brandenburg hätte eine Umsetzung wirtschaftliche Bedeutung: Tesla nennt derzeit 12.600 Beschäftigte und plant mehrere tausend weitere Stellen für Fahrzeug- und Batteriezellfertigung. Zugleich muss jede Ausbaustufe das Genehmigungsverfahren durchlaufen. Für Anwohner und Umweltverbände bleiben deshalb die konkrete Hallenplanung, die Auswirkungen auf Wasser und Verkehr sowie die Bedingungen der späteren Genehmigungen entscheidend.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau.de: „Tesla plant Groß-Erweiterung seines Werks in Grünheide“ (15.10.2026)
Der Beitrag bestätigt die geplante Einreichung weiterer Unterlagen und stellt die neue Produktionshalle in den Mittelpunkt. Er ergänzt Einzelheiten zur vorgesehenen Größe von rund 536.000 Quadratmetern, zu einem möglichen Baubeginn 2027 und zu einem zusätzlichen Wasserkreislauf. Offen bleibt demnach der genaue Zeitplan des Unternehmens.
Gemeinsam ist den Berichten die Darstellung eines stufenweisen Ausbaus mit dem langfristigen Ziel von bis zu einer Million Fahrzeugen jährlich. Der Schwerpunkt liegt hier stärker auf Hallenfläche, Genehmigungsphasen und Wasseraufbereitung als auf der aktuellen Beschäftigungsentwicklung.
