Tarifvertrag Süßware: Lohnplus 2,9% ab Juni, 80 Euro Beihilfe
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 02:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In den Tarifverhandlungen für die Süßwarenindustrie in Hamburg und Schleswig-Holstein haben der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ein Ergebnis erzielt.
Die Einigung sieht für die rund 4.500 Beschäftigten in der Region eine mehrstufige Anhebung der Entgelte sowie zusätzliche Sonderleistungen vor. Wie die Tarifparteien am 18.08.2026 mitteilten, konnte damit eine Lösung für die kommenden zwei Jahre fixiert werden.
Mehrstufige Entgelterhöhungen bis 2027
Zentraler Bestandteil des Abschlusses ist eine schrittweise Erhöhung der Entgelte, die über die gesamte Laufzeit verteilt ist. In einem ersten Schritt steigen die Bezüge rückwirkend ab dem 01.06.2026 um 2,9 %. Noch im selben Jahr folgt eine weitere Anpassung: Ab dem 01.11.2026 ist eine zusätzliche Erhöhung um 0,3 % vorgesehen.
Für das darauffolgende Jahr verständigten sich der BDSI und die NGG auf eine dritte Stufe der Tarifanpassung. Demnach steigen die Entgelte ab dem 01.06.2027 um weitere 2,9 %. Durch diese Staffelung wird die Lohnentwicklung für die Angestellten in den betroffenen Betrieben in Hamburg und Schleswig-Holstein bis weit in das Jahr 2027 hinein verbindlich geregelt.
Zusätzliche Erholungsbeihilfen und Regelungen für Auszubildende
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Neben der prozentualen Anpassung der Entgelttabellen beinhaltet das Verhandlungsergebnis finanzielle Einmalzahlungen in Form von Erholungsbeihilfen. Diese Zahlungen belaufen sich auf einen Betrag von jeweils 80 Euro. Die Auszahlung erfolgt in zwei Tranchen: Die erste Beihilfe wird im September 2026 fällig, während die zweite Zahlung im Mai 2027 an die Beschäftigten geleistet werden soll.
Die Tarifpartner berücksichtigten bei diesem Abschluss auch die Situation der Nachwuchskräfte in der Branche. Die vereinbarten Erholungsbeihilfen werden auch an Auszubildende ausgezahlt, wobei der Anspruch für diese Personengruppe anteilig berechnet wird. Damit erfahren auch die angehenden Fachkräfte der regionalen Süßwarenbetriebe eine zusätzliche finanzielle Entlastung.
Planungssicherheit durch zweijährige Laufzeit
Der nun gefasste Tarifabschluss zeichnet sich durch eine langfristige zeitliche Perspektive aus. Die vereinbarte Laufzeit des Tarifvertrags beträgt insgesamt 24 Monate und endet zum 30.04.2028. Diese zweijährige Bindungsdauer bietet sowohl den Unternehmen des BDSI als auch den von der NGG vertretenen Arbeitnehmern eine verlässliche Kalkulationsgrundlage in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld.
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Mit der Einigung für Hamburg und Schleswig-Holstein wird ein wichtiger regionaler Verhandlungspunkt in der deutschen Süßwarenindustrie abgeschlossen. Die Branche, die in Norddeutschland traditionell stark vertreten ist, sichert sich damit eine stabile Tarifstruktur für die kommenden Monate.
Der Fokus der Beteiligten lag dabei auf einem Ausgleich zwischen der Sicherung der Kaufkraft der Beschäftigten und der Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Unternehmen.
