Tarifverhandlung Seehäfen: Arbeitgeber bieten 5,1 Prozent, Verdi will 8,2
Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 15:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Tarifkonflikt für die deutschen Seehäfen haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt. Rund 11.000 Beschäftigte an den Standorten Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven warten nun auf eine Reaktion der Gewerkschaft Verdi. Die Verhandlungen laufen seit dem 5. August in Bremerhaven.
Arbeitgeber bieten 5,1 Prozent – Verdi will mehr
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) schlägt eine Erhöhung der Gehälter um 5,1 Prozent ab August 2026 vor. Zusätzlich sollen das Urlaubsgeld um 300 Euro steigen und Containerbetriebe ab 2027 eine jährliche Zulage von 460 Euro erhalten. Die angestrebte Laufzeit: 19 bis 24 Monate.
Verdi kontert mit deutlichen Forderungen: 8,2 Prozent mehr Lohn oder mindestens 2,50 Euro zusätzlich pro Stunde für die unteren Entgeltgruppen. Beim entscheidenden Punkt zeigen sich die Fronten verhärtet – die Gewerkschaft pocht auf eine Laufzeit von nur zwölf Monaten. So will sie flexibel auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren können. Die Arbeitgeber setzen dagegen auf langfristige Planungssicherheit.
Warnstreiks drohen ab der 34. Kalenderwoche
Bleiben die Gespräche ergebnislos, will Verdi die Arbeit niederlegen. Schon ab der 34. Kalenderwoche könnten die Warnstreiks beginnen und den Betrieb an den Kaikanten lahmlegen. Die Lage ist angespannt – die deutsche Binnenschifffahrt kämpft derzeit mit historischem Niedrigwasser.
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Bremerhaven im Fokus
Die Tarifrunde trifft die Branche in einer Phase voller Herausforderungen. Bremerhaven steht dabei besonders im Rampenlicht: Erst im Juli bewilligte der Bund 6,3 Milliarden Euro für den Bau neuer Fregatten. Die Fertigung läuft seit Februar in der Seestadt, die Kiellegung erfolgte im Mai.
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