Tarifkonflikt, Saarbahn

Tarifkonflikt Saarbahn: 30. Streik in Serie – September bleibt angespannt

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 18:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Verdi legte den Service im Kölner Cinedom teilweise lahm, während der Filmbetrieb weiterlief. Parallel endete ein Saarbahn-Streik.

Warnstreik im Cinedom: Kinofest mit Einschränkungen
Ein verwaistes Kinofoyer mit leeren Sitzreihen und roten Vorhängen vor den Kinosälen. Illustration mit AI erstellt.

Am 12. September 2026 hat die Gewerkschaft verdi die Beschäftigten des Kölner Cinedom zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung begann um 15:30 Uhr und fiel damit in den Zeitraum des bundesweiten Kinofests, an dem Tickets zu einem vergünstigten Preis von 5 Euro angeboten wurden. Der Ausstand führte zu erheblichen Einschränkungen im Servicebetrieb des Lichtspielhauses.

Serviceeinschränkungen während des Kinofests

Durch den Warnstreik wurden sowohl der Ticketverkauf vor Ort als auch die Snacktheken geschlossen. Besucher konnten Eintrittskarten ausschließlich über das Internet oder an bereitstehenden Automaten erwerben.

Besonders betroffen waren Kunden, die ihre Verpflegung bereits im Vorfeld online bezahlt hatten: Da die Verkaufstheken unbesetzt blieben, konnten keine Snacks ausgegeben werden. Die Betreiber verwiesen darauf, dass eine Rückerstattung der Zahlungen über ein Formular abgewickelt werden müsse.

Trotz der personellen Engpässe im Servicebereich wurde der Spielbetrieb weitgehend aufrechterhalten. Laut Berichten starteten die 35 im Programm vorgesehenen Filme regulär, sodass der Kernbetrieb des Kinos trotz der gewerkschaftlichen Maßnahmen fortgesetzt werden konnte.

Tarifkonflikt und Lohnforderungen

Hintergrund der Arbeitsniederlegung sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen für die knapp 100 Beschäftigten des Cinedom. Bisher konnte in den Gesprächen keine Einigung erzielt werden. Die Gewerkschaft verdi argumentiert, dass die Mitarbeiter seit Anfang des Jahres lediglich den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro erhalten.

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Die GDL hat den Streik bei der Saarbahn am Sonntagmorgen beendet — doch der pauschale Streikaufruf für den gesamten September bleibt bestehen. Ab Montag fahren in der Hauptverkehrszeit bis 16:30 Uhr nur drei Züge auf der S1 zwischen Saargemünd und Riegelsberg Süd, die Ergänzungsfahrten nach Lebach entfallen vorläufig. Wie Sie Ihren Arbeitsweg trotzdem planbar halten, zeigt der kostenlose Pendler-Report. Ersatzfahrplan S1 und Notfallplan jetzt anfordern

Die Unternehmensseite reagierte mit deutlicher Kritik auf den gewählten Zeitpunkt des Warnstreiks. Ein Sprecher des Cinedom verurteilte die Aktion während des besucherstarken Kinofests. Er betonte zudem, dass das aktuelle Angebot des Arbeitgebers bereits über den Abschlüssen liege, die bei Wettbewerbern der Branche erzielt wurden.

Arbeitskampf im Regionalverkehr bei der Saarbahn

Parallel zu den Ereignissen in der Unterhaltungsbranche bleibt auch die Lage im Verkehrssektor angespannt. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) beendete am Sonntagmorgen des 13. September 2026 einen Streik bei der Saarbahn, der am Vorabend um 20:00 Uhr begonnen hatte.

Nach Angaben der Stadtwerke handelt es sich um den mittlerweile 30. Streik im Rahmen des ungelösten Tarifkonflikts. Die Saarbahn befördert jährlich fast 35 Mio. Fahrgäste.

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Aufgrund eines pauschalen Streikaufrufs für den gesamten September wird ab Montag ein Ersatzkonzept umgesetzt. Dieses sieht vor, dass in der Hauptverkehrszeit bis 16:30 Uhr drei Züge auf der Linie S1 zwischen Saargemünd und Riegelsberg Süd verkehren, die von zehn Fahrern besetzt werden.

Ergänzungsfahrten in Richtung Lebach entfallen vorläufig. Ein regulärer Betrieb der S1 wird ab 17:30 Uhr angestrebt, sofern keine weiteren Arbeitsniederlegungen erfolgen. Bereits in den Tagen zuvor war es zu mehrfachen kurzzeitigen Streiks gekommen, unter anderem am 11. September in den frühen Morgenstunden sowie zur Mittagszeit.

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