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Tankstellen: Super E10 klettert auf 2,29 Euro pro Liter

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 18:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Super E10 kostet 2,286 Euro je Liter, Diesel 2,412 Euro. Kanzler Merz kündigt Schritte an, während konkrete Hilfen noch offenbleiben.

Spritpreise auf Rekordniveau: Regierung prüft Entlastungen
Industrielle Raffinerieanlage mit weitläufigen Rohrsystemen und Tanks bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Angesichts der anhaltenden Teuerung an den Tankstellen und steigender Staatseinnahmen berät die Politik über Maßnahmen zur Entlastung der Bürger. Bundeskanzler Merz kündigte kurzfristige Schritte bei den Spritpreisen an, ließ die genaue Ausgestaltung der Instrumente jedoch zunächst offen.

Eine Übergewinnsteuer lehnte der Kanzler laut einem Bericht vom 15. September 2026 ab. Er begründete dies damit, dass keine faktische und rechtliche Grundlage bestehe, da lediglich in Deutschland ansässige Unternehmen besteuert werden könnten.

Rekordpreise und angespannte Lage am Ölmarkt

Nach Daten des ADAC erreichte der bundesweite Tagesdurchschnitt für Super E10 am Montag, dem 14. September 2026, einen Wert von 2,286 Euro pro Liter. Dies entsprach einem Anstieg von 1,3 Cent gegenüber dem vorangegangenen Erhebungstag.

Diesel verteuerte sich auf 2,412 Euro pro Liter und lag damit nur noch 3,4 Cent unter dem Rekordwert aus dem April. Bereits am Sonntag, dem 13. September 2026, hatte der Preis für Super E10 mit 2,273 Euro pro Liter ein Niveau über dem früheren Höchststand vom März 2022 erreicht.

Der Tankstellenverband hält laut Berichten Spritpreise von bis zu 3 Euro pro Liter für möglich. Experten des Verbands Fuels und Energie erwarten eine Normalisierung der Preise frühestens im kommenden Jahr, sofern eine Deeskalation im Nahen Osten eintritt.

Ein Sprecher des Wirtschaftsverbands en2x wies darauf hin, dass Steuern, CO2-Aufschlag, Bio-Quote und Mehrwertsteuer bei Diesel gut 50 Prozent und bei Benzin rund 60 Prozent des Endpreises ausmachen.

Am Ölmarkt notierte die Sorte Brent am Dienstagmorgen bei 107,55 US-Dollar pro Barrel, während WTI bei 103,24 US-Dollar lag. Brent verzeichnete seit Jahresbeginn ein Plus von fast 80 Prozent. Zusätzlicher Preisdruck entstand durch die Stilllegung einer wichtigen Pipeline in Saudi-Arabien nach Angriffen; Marktbeobachter erwarten hierdurch eine Entwicklung des Ölpreises in Richtung 120 US-Dollar.

Kontroverse um Tankrabatt und Direktzahlungen

Innerhalb der Regierung werden unterschiedliche Ansätze verfolgt. Bundeswirtschaftsministerin Reiche erteilte einem neuen Tankrabatt eine Absage und verwies auf fehlende finanzielle Spielräume. Stattdessen setze sie auf einen Direktzahlungsmechanismus für Geringverdiener.

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Der bundesweite Tagesdurchschnitt für Super E10 hat mit 2,286 Euro pro Liter ein neues Rekordhoch erreicht, Diesel notiert bei 2,412 Euro — und die Politik berät über Entlastungen, deren Ausgestaltung noch offen ist. Wer als Pendler oder Handwerker wissen will, welche Maßnahmen derzeit diskutiert werden und welche Steuerentlastungen bereits heute belegbar sind, findet im kostenlosen Report eine nüchterne Einordnung. Kostenlosen Spritpreis-Report anfordern

Diese Strategie stößt jedoch auf administrative Hürden: Nach Regierungsangaben liegen dem Bundeszentralamt für Steuern derzeit nur von etwa 19 Prozent der Steuerpflichtigen die erforderlichen IBAN-Daten vor. Für die Umsetzung des Verfahrens werden intern rund 600 neue Stellen in der Behörde veranschlagt.

Ein früherer Tankrabatt im Zeitraum von Mai bis Juni 2026 verursachte Kosten von rund 1,6 Milliarden Euro und führte zu einer faktischen Senkung der Preise um etwa 17 Cent pro Liter. Das ifo Institut analysierte, dass diese Entlastung bei Benzin vollständig, bei Diesel jedoch nur zu 73 Prozent an die Verbraucher weitergegeben wurde. Etwa 30 Prozent der staatlichen Entlastung beim Diesel verblieben demnach bei den Mineralölkonzernen.

Forderungen aus den Fraktionen und Bundesländern

Die SPD fordert in einem aktuellen Positionspapier einen Preisdeckel nach belgischem Vorbild sowie eine Übergewinnsteuer. In Belgien werden Höchstpreise für Kraftstoffe staatlich festgelegt, die aktuell bei 2,10 Euro für E5 und 2,40 Euro für Diesel liegen.

SPD-Chef Klingbeil und die saarländische Ministerpräsidentin Rehlinger unterstützen diese Forderungen ausdrücklich. Auch aus Schleswig-Holstein kamen Forderungen nach einer Übergewinnsteuer, deren Einnahmen gezielt Pendlern, Pflegediensten und Handwerkern zugutekommen sollten.

Die Grünen lehnen einen erneuten Tankrabatt ebenfalls ab. Fraktionsvize Audretsch forderte stattdessen eine Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß, was ein Entlastungsvolumen von einer Milliarde Euro bedeuten würde. Zudem sprach sich die Parteispitze für ein vergünstigtes Deutschlandticket aus.

Aus den Reihen der Opposition forderte CSU-Chef Söder die Bundesregierung auf, die Preise aktiv zu senken und dabei dem Vorbild Österreichs zu folgen, wo staatliche Mehreinnahmen an die Bürger zurückgegeben werden.

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Steuern, CO2-Aufschlag, Bio-Quote und Mehrwertsteuer machen bei Benzin rund 60 Prozent des Endpreises aus — Tendenz bei weiter steigenden Rohölnotierungen eher steigend. Statt auf einen neuen Tankrabatt zu warten, dessen finanzielle Spielräume die Bundesregierung verneint, lohnt der Blick auf die Posten, die Sie in der Steuererklärung geltend machen können. Der kostenlose Report bündelt die belegbaren Hebel für Pendler. Checkliste Steuerentlastung für Pendler sichern

Die AfD plädiert für eine dauerhafte Senkung der Spritsteuern, während die BSW-Politikerin Wagenknecht eine Halbierung dieser Steuern sowie einen speziellen Spritpreis-Gipfel verlangt. Die Union warnte hingegen vor weitreichenden Markteingriffen.

EZB-Direktorin Schnabel äußerte sich besorgt über die Preisentwicklung und deutete eine mögliche Erhöhung der Leitzinsen an, um dem Inflationsdruck entgegenzuwirken.

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