Süddeutsche Gasspeicher: Winterliche Engpässe nicht ausgeschlossen – Trading Hub Europe warnt
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 07:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Schon nach dem ersten Anflug von Frost beginnt vielerorts in Deutschland das große Zittern: Reicht das Gas, oder stehen wir vor dem nächsten Energiesparwinter?
Regionale Risiken: Süddeutschland im Fokus
Nicht überall sieht es gleich düster aus. Während in manchen Teilen der Republik die Vorratssituation halbwegs entspannt bleibt, ist der Süden – genauer gesagt die Speicher in Wolfersberg, Inzenham-West und Breitbrunn – ein Wackelkandidat. THE-Geschäftsführer Torsten Frank schließt es nicht aus, dass es dort, je nach Verlauf des Winters, punktuell zu Engpässen kommen könnte. Unheimlich beruhigend klingt das ehrlich gesagt nicht – wobei er ausdrücklich vor Panikmache warnt.Hürden beim Speicherbefüllen
Gar nicht mal so einfach: Damit die Speicher im Süden rechtzeitig ordentlich gefüllt werden, muss das Gas nicht nur abgepumpt und transportiert, sondern auch erstmal irgendwo „hergezaubert“ werden. Und, so Frank: Es sind schlicht zu viele Schräubchen, an denen gedreht werden muss – Garantien geben? Geht einfach nicht. Die Vorgabe liegt bei mindestens 70 Prozent Füllstand bis Anfang November. Ob das klappt? Schwer zu sagen.Importe, Alternativen und Unsicherheiten
Immerhin: Über Österreich lässt sich im Notfall Gas ins Land holen. Krise gleich auszurufen, besonders was Bayern und Baden-Württemberg betrifft, hält Frank aber für übertrieben. Ob ein staatliches Eingreifen nötig wird, wie schon 2022, bleibt offen. Am Ende sitze auch das Wirtschaftsministerium mit am Steuer und müsse abwägen, erläutert Frank. Aktuell sehe es nach Abwarten statt Eingreifen aus – aber: eine gute Glaskugel wäre jetzt Gold wert.Süddeutschland steht in puncto Gasversorgung vor einem ungewissen Winter. Besonders die Gasspeicher in Wolfersberg, Inzenham-West und Breitbrunn sind schlecht gefüllt – THE-Geschäftsführer Torsten Frank sieht dadurch eine regionale Mangellage als durchaus möglich an, auch wenn die Situation sich schnell ändern kann. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Speicherziele bis November ist fraglich, da das Gas erst beschafft und transportiert werden muss.
Neue Erkenntnisse und Entwicklungen
Laut Berichten der letzten 48 Stunden hat sich die Einschätzung zu den Füllständen in deutschen Gasspeichern nur geringfügig verändert, die bundesweiten Speicher sind zu rund 75 Prozent gefüllt, jedoch besteht weiter ein klares Nord-Süd-Gefälle (Quelle: [spiegel.de](https://www.spiegel.de)). Das Wirtschaftsministerium prüft derzeit Notfallmaßnahmen, hält aber an einer eher abwartenden Strategie fest, bis sich die Situation zuspitzt (Quelle: [faz.net](https://www.faz.net)). Zudem warnt die Bundesnetzagentur vor kurzfristigen Preissprüngen bei plötzlichen Kälteeinbrüchen, empfiehlt aber, Panik zu vermeiden, da noch Importmöglichkeiten über Nachbarländer existieren (Quelle: [zeit.de](https://www.zeit.de)).
- 1. spiegel.de: Ein ausführlicher Bericht zu den aktuellen Füllständen der Gasspeicher analysiert, warum Bayern und Baden-Württemberg besonders betroffen sein könnten. Angesichts der internationalen Energiepreise bleibt die Lage angespannt, doch ein Gasmangel ist nach Ansicht mehrerer Experten derzeit noch unwahrscheinlich. Trotzdem rät der Artikel, strukturelle Versorgungsprobleme im Süden nicht zu unterschätzen (Quelle: [spiegel.de](https://www.spiegel.de)).
- 2. faz.net: Die Frankfurter Allgemeine beschreibt in einem langen Hintergrundstück, wie schwierig es ist, Gas gleichmäßig innerhalb Deutschlands zu verteilen. Das Wirtschaftsministerium plant laut FAZ aktuell keine neuen Eingriffe, schließt aber nicht aus, im Fall eines harten Winters nachzusteuern. Besonders hervorgehoben wird das starke regionale Gefälle und die daraus resultierende politische Brisanz (Quelle: [faz.net](https://www.faz.net)).
- 3. zeit.de: Zeit Online beleuchtet die Rolle der Bundesnetzagentur beim Krisenmanagement für die Gasversorgung und geht auf die möglichen Markteffekte bei Kältewellen ein. Laut Artikel werden Versorger und Behörden auf erhöhte Gaspreise bei Engpässen vorbereitet, während zugleich alternative Importwege weiter ausgebaut werden. Dennoch warnt der Artikel davor, die süddeutsche Gefahr zu dramatisieren, solange die Speicher bundesweit gut gefüllt sind (Quelle: [zeit.de](https://www.zeit.de)).
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