Strom, Gas

Strom und Gas: Deutsche Verbraucher zahlten 5,4 Milliarden zu viel

07.06.2026 - 22:51:52 | boerse-global.de

Baden-Württemberg senkt Hürden für Restaurants. Parallel dazu plant Dresden die Wiederbelebung des italienischen Dörfchens als Kulturhaus.

Neues Gaststättengesetz: Bürokratieabbau belebt Gastronomie
Strom - Nahaufnahme eines modernen Bierzapfsystems mit Gasleitungen und Druckanzeigen in einer professionellen Gastronomieküche. 07.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Es soll Hürden für die Eröffnung und den Betrieb von Restaurants senken.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) berichtet von positiven Reaktionen aus der Branche. Viele Wirte begrüßen den Schritt zum Bürokratieabbau. Ziel ist es, Verwaltungsprozesse zu verschlanken und den Einstieg für Neugründer attraktiver zu machen.

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Traditionsstandorte wiederbeleben

Parallel zu den regulatorischen Erleichterungen gibt es Pläne für eine Renaissance traditionsreicher Gastronomiestandorte. Das italienische Dörfchen in Dresden soll nach längerer Schließung als Kulturhaus mit Gastronomie wiedereröffnen.

Die KFA Kultur für alle GmbH hat ein Konzept vorgelegt. Eine erste Sanierungsphase über 1,5 Millionen Euro soll durch Bürgerbeteiligung finanziert werden. Der Betrieb könnte Anfang 2027 starten. Eine zweite Ausbauphase bis Ende 2028 ist mit weiteren 3,5 Millionen Euro veranschlagt.

Chlorgasaustritt legt Schwimmbad lahm

Wie wichtig regelmäßige Wartungen sind, zeigt ein Vorfall im Burgenland. Am Samstag kam es im Schwimmbad Loipersbach zu einem Chlorgasaustritt. Grund war ein technischer Defekt.

Die Feuerwehr aus Loipersbach und Mattersburg war über eine Stunde im Einsatz. Verletzt wurde niemand, eine Gefahr für Anwohner bestand nicht. Der Badebetrieb musste für den Rest des Tages eingestellt werden. Seit heute läuft der Betrieb wieder regulär.

Verbraucher zahlen Milliarden zu viel für Strom und Gas

Eine Hochrechnung des Vergleichsportals Verivox zeigt ein erhebliches Einsparpotenzial. Deutsche Strom- und Gasverbraucher zahlten im ersten Halbjahr 2026 rund 5,4 Milliarden Euro zu viel. Grundtarife sind demnach im Schnitt etwa 16 Cent pro Kilowattstunde teurer als die günstigsten Markttarife.

Warum wechseln so wenige? Die Hauptangst: Versorgungsunterbrechungen. Dabei garantiert die gesetzliche Versorgungssicherheit einen nahtlosen Wechsel.

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Heizungsgesetz: Regierung ohne Klimaprognose

Zusätzliche Unsicherheit kommt aus der Politik. Die Bundesregierung räumte heute ein: Die Klimawirkung des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes lasse sich derzeit nicht belastbar abschätzen. Auch Prognosen zu künftigen Gas- und Wasserstoffpreisen liegen nicht vor.

Das Gesetz – Nachfolgeregelung für bisherige Heizungsvorschriften – wird am Donnerstag erstmals im Bundestag beraten. Kritiker wie der Politiker Taher Saleh zweifeln bereits an der Verfassungsmäßigkeit des Entwurfs.

Wasserstoff-Durchbruch in China

Während Deutschland noch debattiert, melden internationale Energiekonzerne technologische Fortschritte. Die chinesische National Energy Group hat heute den erfolgreichen Einsatz einer Wasserstoff-Kohle-Mischverbrennungstechnologie bekannt gegeben.

In Testläufen gelang eine Beimischung von 50 Prozent grünem Wasserstoff. Auch die vollständige Verbrennung von reinem Wasserstoff in modifizierten Kraftwerksanlagen funktioniert. Durch spezielle Niedrigstickstoffbrenner sinkt der CO?-Ausstoß in Kohlekraftwerken um bis zu 50 Prozent.

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