Steuererklärung, Abgabefrist

Steuererklärung 2025: Abgabefrist für Selbstveranlager am 31. Juli

07.07.2026 - 04:10:33 | boerse-global.de

Luftverkehrsteuer gesenkt, Sprit teurer: Zum 1. Juli traten zahlreiche steuerliche und zollrechtliche Neuerungen in Kraft.

Steuer- und Zolländerungen: Neue Regeln ab Juli 2026
Steuererklärung - Eine digitale Darstellung von Steuerdokumenten, die zwischen einem Smartphone und einem Cloud-Server fließen, mit einem Flughafen im Hintergrund. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Juli 2026 in Kraft getreten. Sie betreffen sowohl Unternehmen als auch Privatreisende.

Die Luftverkehrsteuer wurde auf das Niveau von vor 2024 gesenkt. Parallel dazu endete die staatliche Entlastung beim Kraftstoff. Das führt zu einem Preisanstieg von rund 17 Cent pro Liter Benzin und Diesel.

Zoll-App soll Einkaufstourismus vereinfachen

Der deutsche Zoll hat am 5. Juli die Pilotphase für die neue App „dAKZ“ gestartet. Sie ermöglicht Reisenden digitale Ausfuhrbescheinigungen per Standort-Tracking. Damit entfällt der Gang zum Zollschalter für die Ausfuhrbestätigung.

Hintergrund ist der sogenannte Einkaufstourismus. Laut einer Studie der Universität St. Gallen beträgt der Umsatz in diesem Segment 9 Milliarden Franken – allein 2 Milliarden Franken entfallen auf Süddeutschland. Für die Einfuhr in die Schweiz gilt derzeit eine Zollfreigrenze von 150 Franken. Schweizer Handelsvertreter fordern bereits eine Senkung auf 50 Franken.

Neue Gebühren für Pakete aus Nicht-EU-Staaten

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Seit dem 1. Juli gelten verschärfte Regeln für Kleinsendungen aus Drittstaaten. Für Pakete unter der 150-Euro-Freigrenze wird nun eine Pauschalgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie fällig. Das betrifft vor allem Bestellungen aus Online-Shops außerhalb der EU. Eine präzise Deklaration der Warenkategorien ist Pflicht, sonst drohen Verzögerungen oder Zusatzkosten.

Für Reiserückkehrer gelten weiterhin Wertgrenzen: 430 Euro bei Flug- und Seereisen, 300 Euro bei anderen Einreisen. Für Reisende unter 15 Jahren liegt die Grenze bei 175 Euro. Die App „eZOLL“ hilft bei der Ermittlung der Freimengen für Alkohol und Tabak.

BGH-Urteil stärkt Rechte von Steuerpflichtigen

Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs betont die Bedeutung korrekter steuerlicher Einordnung. Ein Landwirt hatte seinen Steuerberater auf Schadensersatz verklagt – über 50.000 Euro. Grund: Das Finanzamt erkannte einen Gewerbebetrieb für die Vermietung von Landmaschinen nicht an. Der BHS hob die Urteile der Vorinstanzen auf und verwies den Fall zurück. Fragen der Verjährung und der fachlichen Sorgfalt müssen neu bewertet werden.

Wichtige Frist läuft: Die Abgabefrist für die Steuererklärung 2025 endet für Selbstveranlager am 31. Juli 2026. Wer einen Steuerberater beauftragt hat, hat bis zum 1. März 2027 Zeit. Bei verspäteter Abgabe droht ein Zuschlag von mindestens 25 Euro pro Monat.

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Neue Sicherheitsstandards für Neuwagen

Seit dem 7. Juli schreibt die EU verbindliche Assistenzsysteme für Neuwagen vor. Dazu gehören Notbrems- und Spurhalteassistenten.

Im Reiseverkehr steigt der Beratungsbedarf bei Störungen. Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr verzeichnete für das erste Halbjahr 2026 einen Rekordwert von über 29.400 Anträgen. Die meisten Fälle betrafen den Flugverkehr. Hauptursachen: wetterbedingte Ausfälle und Streiks. Die Einigungsquote liegt bei über 80 Prozent.

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