Deutschland, Energie

Spediteure warnen vor Preisschub durch teuren Diesel

29.03.2026 - 05:00:06 | dpa.de

Steigende Dieselpreise setzen Spediteure unter Druck. Was das für Waren und Preise bedeuten könnte – und welche Hilfen jetzt gefordert werden.

  • Die Dieselpreise steigen – und Speditionen schlagen Alarm. (Archivbild) - Foto: Soeren Stache/dpa
    Die Dieselpreise steigen – und Speditionen schlagen Alarm. (Archivbild) - Foto: Soeren Stache/dpa
  • Die Dieselpreise steigen – und Speditionen schlagen Alarm. (Archivbild) - Foto: Soeren Stache/dpa
    Die Dieselpreise steigen – und Speditionen schlagen Alarm. (Archivbild) - Foto: Soeren Stache/dpa
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Der starke Anstieg der Dieselpreise belastet das Speditionsgewerbe erheblich. Seit Beginn des Iran-Kriegs sei der Preis um rund 40 Cent pro Liter gestiegen, sagte Dirk Engelhardt, Chef des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Bei einer monatlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern und einem Verbrauch von 30 Litern pro 100 Kilometer ergeben sich für einen Lkw demnach Mehrkosten von rund 1.200 Euro pro Monat. Bei einer Flotte von 50 Fahrzeugen summiere sich dies auf mehr als 700.000 Euro im Jahr. «Dass dies früher oder später Auswirkungen auf die Verbraucherpreise haben könnte, ist naheliegend», betonte Engelhardt.Die Transportbranche fordert angesichts der stark gestiegenen Dieselpreise kurzfristige staatliche Entlastungen. Nötig seien laut Engelhardt schnelle und unbürokratische Maßnahmen, um die Liquidität der Unternehmen zu sichern und Lieferketten aufrechtzuerhalten. 

Dieselpreisbremse gefordert

Gefordert wird unter anderem eine Dieselpreisbremse, um die Belastung der Betriebe zu begrenzen und Insolvenzen im Mittelstand zu verhindern. Denkbar seien zudem eine Erstattung der CO2-Abgabe auf Diesel oder eine Aussetzung der CO2-Komponente der Lkw-Maut. Entscheidend sei, dass die Maßnahmen zielgerichtet und direkt bei den Transportunternehmen ankommen.

Zur Absicherung gegen Preisschwankungen setzen viele Unternehmen dem BGL zufolge auf sogenannte Dieselfloater, das seien einzelvertraglich vereinbarte Preisgleitklauseln, die in beide Preis-Richtungen wirken. Diese griffen jedoch oft zeitverzögert und könnten die aktuellen Belastungen nur begrenzt abfedern. «Viele kleine Transportunternehmen hingegen verfügen erst gar nicht über derartige Absicherungsmechanismen – die Kosten schlagen dort unmittelbar durch», machte BGL-Chef Engelhardt deutlich.

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