Start-up, TransferNRW

Start-up Transfer.NRW: 24,3 Millionen Euro für 8 Projekte bis 2027

03.06.2026 - 13:51:49 | boerse-global.de

Acht innovative Projekte erhalten in NRW insgesamt 24,3 Millionen Euro Förderung bis 2027, um den Gründungsstandort zu stärken.

Start-up Transfer.NRW: 24,3 Millionen Euro für 8 Projekte bis 2027 - Bild: über boerse-global.de
Start-up Transfer.NRW: 24,3 Millionen Euro für 8 Projekte bis 2027 - Bild: über boerse-global.de

Acht vielversprechende Projekte wurden im Rahmen des Wettbewerbs „Start-up Transfer.NRW" ausgewählt – mit insgesamt 24,3 Millionen Euro Förderung bis 2027.

Strategische Investitionen in Forschungstransfer

Das Programm „Start-up Transfer.NRW" wird aus Landesmitteln und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Pro Projekt stehen bis zu 270.000 Euro für maximal 24 Monate zur Verfügung. Die ausgewählten Vorhaben decken ein breites Spektrum ab: Circular Carbon Fiber arbeitet an der Wiederverwertung von Kohlefasern, REHOS-Building Controls entwickelt Energiesoftware für Gebäude. Weitere geförderte Start-ups sind der Bambus-Alternativen-Hersteller bamb:ustry, das Lebensmittel-Fermentations-Start-up Kuali sowie die Sensortechnik-Firma DelphiCore. Die nächste Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2026.

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Die Förderung kommt zu einer Zeit, in der das RWI-Leibniz-Institut für Nordrhein-Westfalen für 2025 ein mageres Wirtschaftswachstum von lediglich 0,1 Prozent prognostiziert – deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Um gegenzusteuern, bieten regionale Institute wie die NRW.Bank Kredite von bis zu zehn Millionen Euro an. Zusätzlich wurde ein NRW-Fonds mit 100 Millionen Euro Eigenkapital aufgelegt.

Branchenspezifische Acceleratoren und Handwerksförderung

Auch spezifische Industriezweige profitieren von der Innovationsoffensive. Am 2. Juni startete die zweite Runde des Programms „Accelerate Power" im Rhein-Kreis Neuss. Organisiert von impuls.RheinKreisNeuss und RWE Power, erhalten fünf Start-ups drei Monate lang Workshops und Mentoring. Darunter Senlytics, das auf Windenergie-Überwachung spezialisiert ist, und Pemsight, ein Entwickler von PEM-Elektrolyseuren.

Im Handwerk hat NRW die Meistergründungsprämie auf maximal 11.500 Euro erhöht – rückwirkend zum 1. Januar 2025. Die neuen Richtlinien enthalten zusätzliche Boni für Betriebsübernahmen und spezielle Anreize für Meisterinnen, um die Vereinbarkeit von Familie und Gründung zu verbessern.

Bundesweite Wettbewerbe und soziale Innovation

Auf Bundesebene läuft der KfW Award Gründen 2026 – Bewerbungen sind bis zum 1. Juli möglich. Teilnehmen können Unternehmen, die ab 2021 gegründet wurden. Der Preis ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert und umfasst Spezialpreise für Unternehmensnachfolge sowie einen Publikumspreis. Die Verleihung findet am 4. November in Berlin statt.

Baden-Württemberg startet am 8. Juni eine neue Förderrunde für „Soziale Innovation" im Rahmen des ESF-Plus-Programms. Vier Millionen Euro stehen für Projekte in den Jahren 2027 und 2028 bereit, die die gesellschaftliche Teilhabe benachteiligter Gruppen verbessern. Bewerbungsschluss ist auch hier der 31. Juli 2026.

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Private Investitionen und technische Durchbrüche

Das Gründungsökosystem zieht weiterhin erhebliche private und spezialisierte öffentliche Investitionen an. Das Münchner Batteriespeicher-Unternehmen encosa sicherte sich 25 Millionen Euro von Investoren wie Realyze Ventures und Bayern Kapital. Das CleanTech-Unternehmen DEScycle sammelte in den vergangenen zehn Monaten mehr als zehn Millionen Euro ein – unter anderem durch Zuschüsse von EU Horizon und dem EIC Accelerator. Noch in diesem Jahr will DEScycle eine Demonstrationsanlage für Elektroschrott-Recycling in Teesside in Betrieb nehmen.

Auch aus Universitäten kommen vielversprechende Ausgründungen. Germanium Quantum Detectors, ein Team der Universität Stuttgart, entwickelt kosteneffiziente Photodetektoren für autonomes Fahren und Quantenkommunikation – unterstützt mit 1,2 Millionen Euro EXIST-Förderung. Das Freiburger Unternehmen Qurie GmbH, ein Spin-off des Fraunhofer IPM, arbeitet an einer kompressorlosen Festkörper-Wärmepumpe. Die Technologie nutzt elektrokalorische Materialien und soll theoretische Wirkungsgrade von über 70 Prozent erreichen. Finanziert wird sie unter anderem vom High-Tech Gründerfonds.

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