Spritpreise, Dieselpreis

Spritpreise sinken weiter: Diesel und E10 nach Rekordständen günstiger

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 11:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Preise für Diesel und Super E10 sinken nach den Rekordständen der vergangenen Woche weiter. Der ADAC bewertet das Niveau dennoch als zu hoch; ab Oktober soll eine Steuersenkung die Verbraucher entlasten.

Die Spritpreise geben derzeit wieder etwas nach, sind aber nach wie vor extrem hoch. (Archivbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
Die Spritpreise geben derzeit wieder etwas nach, sind aber nach wie vor extrem hoch. (Archivbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Preise für Diesel und Superbenzin der Sorte E10 sind nach den Rekordständen der vergangenen Woche weiter gesunken.

Beide Kraftstoffsorten günstiger

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags kostete ein Liter Super E10 laut ADAC 2,267 Euro. Das waren 1,2 Cent weniger als am Montag und 4,7 Cent weniger als beim bisherigen Rekordwert am Mittwoch vergangener Woche.

Diesel kostete im Tagesdurchschnitt 2,428 Euro je Liter. Der Preis lag damit 1,8 Cent unter dem Montagswert und 4,3 Cent unter dem bisherigen Diesel-Rekord vom Donnerstag vergangener Woche.

Auch am Mittwoch geht es abwärts

Am Mittwochvormittag setzte sich der Rückgang nach Angaben des Portals Tankerkönig fort. Die dort erfassten Preise lagen zu den entsprechenden Vergleichszeitpunkten des Vortags deutlich niedriger, besonders beim Diesel.

Rohöl verbilligt sich

Als wichtiger Grund für die Entspannung gelten die zuletzt gesunkenen Rohölpreise. Auf die Preise an den Tankstellen wirken daneben Wechselkurse, Logistikkosten und die verfügbaren Raffineriekapazitäten.

Der ADAC bewertet die Kraftstoffpreise weiterhin als zu hoch. Der Rückgang beim Rohöl habe sich bislang nur teilweise an den Zapfsäulen niedergeschlagen.

Große Unterschiede je nach Tankstelle

Die bundesweiten Tagesdurchschnitte bilden die Preise einzelner Stationen nur eingeschränkt ab. In vergleichsweise günstigen Regionen verlangten Tankstellen am Mittwochvormittag erneut deutlich weniger als 2,20 Euro für einen Liter E10.

An teuren Autobahntankstellen wurden nach dem mittäglichen Preissprung bei Premiumkraftstoffen zuletzt teilweise mehr als 3 Euro je Liter aufgerufen.

Rückgang kommt nach außergewöhnlichem Preissprung

Die aktuellen Werte liegen trotz des Rückgangs weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Super E10 kostete am Dienstag im bundesweiten Durchschnitt 2,267 Euro je Liter, Diesel 2,428 Euro. Damit bleibt Tanken für Pendler, Familien und Unternehmen mit Fuhrparks ein erheblicher Kostenfaktor.

Entscheidend für die Entwicklung an den Tankstellen sind nicht nur die Rohölnotierungen. Auch der Euro-Dollar-Wechselkurs, Transportkosten, Raffinerieauslastungen und regionale Wettbewerbssituationen wirken auf den Endpreis. Deshalb erreichen sinkende Rohölpreise die Zapfsäule in der Regel zeitverzögert und nicht vollständig.

Steuerentlastung ab Oktober geplant

Zusätzliche Entlastung ist ab dem 1. Oktober vorgesehen. Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel soll nach einem Kabinettsbeschluss bis zum Jahresende um 14 Cent je Liter sinken; einschließlich der geringeren Mehrwertsteuer ergibt sich laut Bundesregierung eine mögliche Entlastung von bis zu 17 Cent je Liter.

Für Autofahrer bleibt der konkrete Zahlbetrag dennoch abhängig von Tankstelle, Tageszeit und Region. Besonders an Autobahnen können die Preise deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Wer flexibel ist, kann durch den Vergleich mehrerer Stationen spürbar sparen; bei längeren Umwegen muss der zusätzliche Kraftstoffverbrauch gegen die Ersparnis gerechnet werden.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau.de: „Kabinett bringt Tankrabatt auf den Weg“ (22.09.2026)

Der Bericht bestätige die geplante Senkung der Energiesteuer um rund 14 Cent je Liter ab dem 1. Oktober. Er hebe zusätzlich hervor, die Entlastung solle bis Ende Dezember gelten und den Bund voraussichtlich rund 2,485 Milliarden Euro an Steuereinnahmen kosten.

Deutschlandfunk: „Hohe Spritpreise - Bundeskabinett beschließt erneuten Tankrabatt“ (22.09.2026)

Der Beitrag bestätige ebenfalls die geplante Steuerabsenkung und beziffere die Entlastung einschließlich Mehrwertsteuer auf bis zu 17 Cent je Liter. Anders als der Bericht über die sinkenden Marktpreise richte er den Schwerpunkt auf das politische Maßnahmenpaket und einen geplanten Tankpreisdeckel ab spätestens Januar 2027.

Beide Berichte stellten die staatliche Entlastung in den Mittelpunkt, während die aktuelle Preisentwicklung durch fallende Rohölnotierungen und regionale Unterschiede geprägt sei. Offen bleibe, wie stark die Entlastung tatsächlich an den einzelnen Tankstellen ankomme und wie sich die Rohstoffpreise bis dahin entwickelten.

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