Sonderzahlung ausgesetzt: 90.000 Mitarbeiter verlieren 18,4 Prozent
27.06.2026 - 11:41:30 | boerse-global.de
90.000 Mitarbeiter in Deutschland sind betroffen.
Transformationsbaustein erst 2027
Kern der Maßnahmen: Die tarifliche Sonderzahlung von 18,4 Prozent des Monatsentgelts wird ausgesetzt. Ursprünglich für Juli 2026 geplant, soll sie nun erst im April 2027 fließen.
Der Vorstand fordert zudem Gespräche über eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit. Statt der tariflichen 35 Stunden soll künftig länger gearbeitet werden – ohne Lohnausgleich. Ziel: Personalkosten senken, Produktivität steigern.
Gewinn eingebrochen
Die Konzernleitung spricht von einer dramatischen Lage. Der Gewinn fiel 2025 von 10,4 auf 5,3 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2026 setzte sich der Abwärtstrend mit einem Minus von 17,2 Prozent fort.
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Als Gründe nennt das Unternehmen die schwache Nachfrage in China, geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise. Bereits 5.000 Beschäftigte haben das Unternehmen gegen Abfindung verlassen. Intern wird über Produktionsverlagerungen an günstigere Standorte diskutiert.
Betriebsrat kritisiert einseitiges Vorgehen
Die Gesamtbetriebsrat reagierte scharf. Die Verschiebung der Sonderzahlung sei eine „einseitige Entscheidung des Vorstands“. Die Arbeitnehmerseite sieht das Unternehmen unter massivem Druck.
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