Sommerschlussverkauf, Asien

Sommerschlussverkauf in Asien

Veröffentlicht: 20.08.2007 um 12:26 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Kurzfristig kaufen was das Zeug hält

Momentan versendet jeder vermeintliche Super-Experte seine schlauen Kommentare über die Medienverteiler. Viel sinnvoller wäre es – wie bei EMFIS der Fall – wenn die ganzen Strategen eine Korrektur im Vorfeld voraussagen würden. Wir hatten es bereits im Jahresausblick geschrieben, dass Anfang 2. Halbjahr eine heftige Korrektur kommen könnte. Wir hatten es nicht nur bereits damals mit den Häuslebauer-Problemen sondern auch Liquidität begründet, die insbesondere von den Privatanlegern kommen sollte. Und genau so muss es sein, liebe Anleger. Wenn Sie am Markt reagieren, dann haben Sie bereits verloren. Sie müssen immer auf der agierenden Seite sein. Dann spielen die Emotionen eine geringere Rolle. Genau das haben wir gemacht. Das Ergebnis ist, dass wir die Benchmark um knapp 200% geschlagen haben. Im EMFIS-Depot liegen wir mit knapp 15% seit dem 30.01.07 im Plus. Die Benchmark, der MSCI Emerging Markets, liegt mit lediglich 5% im Positiven. Die Depot-Umschichtungen könnten künftig trotz unserer Langfrist-Strategie in kürzeren Abständen folgen. Diese volatilen Phasen bringen Händlern Überverkauf- und Überkauf-Szenarien, die man einfach nutzen muss. Vergessen Sie dabei aber NICHT das Risikomanagement. Es wird nämlich nur kurzzeitig einen Rebound geben. Der nächste Auslöser für eine neue Korrekturwelle wird kommen! Der Auslöser muss nicht nur in den USA sitzen, selbst wenn es dort natürlich mächtig wackelt. – Aber das ist schließlich nichts Neues! Selbst der letzte Finanzjournalist hat mittlerweile das Wort „Subprime-Krise“ in seinem Wortschatz aufgenommen. Das hätten einige Strategen / Kollegen schon vorher machen sollen, denn auf die Gefahren vom Immobilienmarkt der Vereinten Staaten haben wir schon Ende 2005 berichtet. Also wieder einmal ein Grund – auch künftig EMFIS fleißig zu lesen. – Übrigens verzeichnet EMFIS derzeit ein gigantisches Wachstum bei Zugriffen. Also auch hier ein Indikator für steigendes Vertrauen und künftige Nachfrage in den Emerging Markets! Jetzt aber zum Ausblick! Das ist schließlich der Teil, an dem EMFIS seine großen Pluspunkte hat. Und auch für Sie liebe Anleger ganz, ganz wichtig, damit Sie künftig weiterhin am Markt agierend teilnehmen können. Reaktion ist nämlich das Ergebnis auf eine Aktion. Das heißt, dass man immer ein Schritt zu spät ist. Beim Geld kann dies verheerende Folgen für Ihre Existenz haben. Markt allgemein:Ob die USA, China, EZB oder selbst Japan haben in den letzten Tagen sehr viel Liquidität (Geld drucken) für die Märkte bereitgestellt. Die Spirale läuft also weiter. Schulden aufbauen, Geld drucken, Konsum ankurbeln und die Inflation verschleiern. Wir haben es bereits einmal so ausgedrückt: „Die USA müsste bei einer richtigen statistischen Auswertung der Inflation eigentlich nicht die Zinsen senken, sondern erhöhen.“ Im Gegensatz zum Gesamtkonsens sind wir der Überzeugung, dass die verantwortungslose Geldpolitik den Bogen nur noch weiter überspannt, wenn sie noch mehr Liquidität reinpumpt. Es ist vergleichbar mit einem Fischteich: Sie wollen noch mehr Fische im Teich haben und füllen immer mehr Wasser rein. Eines Tages läuft der Teich jedoch über, wenn Sie den Teich nicht vergrößern. Wenn das Wasser überläuft, dann fallen einige Fische aus dem Teich und einige verenden. Es sei denn man lässt den Teich weiter und weiter überlaufen. Eines Tages jedoch, wenn die Wasserzufuhr kurzfristig gestoppt wird, dann verenden viele Fische, die außerhalb des Teichrandes liegen. Das sind die Konsumenten. Wenn die Konsumenten nicht mehr das überlaufende Futter (Geld) bekommen, dann bricht das System zusammen. In Mitleidenschaft werden vor allem diejenigen Branchen gezogen, die nicht der Existenz eines Haushaltes dienen. Somit jegliche Sektoren der Luxusbranchen. Weltweit schlechte Stimmung könnte die Folge sein. Aber nur kurzfristig! Denn in Asien steigt die Nachfrage für Luxusprodukte. Steigender Wohlstand, steigende Währungen (somit höherer Wert), steigende Binnennachfrage sowie eine Befruchtung des gesamten Kontinents werden diese Delle früher oder später auffangen. Deshalb ist die aktuelle Entwicklung einer „wackeligen“ Börse nicht nur negativ zu betrachten. Stellen Sie sich vor, Sie warten am Teichrand und schnappen sich alle Fische, die wegen der Überflutung aus dem Teich springen. Warten Sie bis die Wasserzufuhr gestoppt wird. Nehmen Sie dann die zuvor eingesammelten Fische, die Sie in Ihrem eigenen Teich gefüttert haben, und verkaufen diese dann. Dann bauen Sie einen zweiten Teich und expandieren in die Katastrophe. So einfach, liebe Leser, kann das Leben sein. Bei der Börse heißt es jetzt: Gewinne im Westen mitnehmen und sich in Asien auf die Lauer legen. Die Korrektur dürfte aufgrund der massiven Probleme in den USA erst der Anfang sein. Es wird auch die Asiaten kurzfristig beuteln. Anleger reagieren immer noch sehr emotional mit ihren Asien-Investments. Aber eigentlich ist hier die Welt in Ordnung! Das heißt also, dass Sie bereits heute SUPER-GÜNSTIGE Wachstumswerte mit hohen Gewinnen zu KGVs von unter 0 bekommen. Unternehmen, die noch über Jahrzehnte wachsen werden. Einige können sich aus ihrer fundamentalen Stärke heraus in ein paar Jahren vervielfachen. Es kommt lediglich auf den richtigen Einstiegszeitpunkt an. Wann ist der richtige Einstiegszeitpunkt? Es wird immer wieder gute Einstiegspunkte geben! Momentan erleben wir einen kurzfristig überverkauften Markt. Ein schneller Rebound sollte Ihrem Depot einen hübschen Gewinn bringen. Ein schneller und starker Rebound ist allerdings wieder Futter für Gewinnmitnahmen, die kommen werden und den Gesamtmarkt erneut unter Druck bringen. Bis Jahresende erwarten wir eine weitere Talfahrt. Uns wird es nicht wundern, wenn wir den Dow Jones in diesem Jahr noch bei 10.000 Punkten sehen würden. Abwärts geht es nämlich meist schneller als aufwärts. – Ganz konkret heißt das, dass Sie bei überverkauften Märkten günstig in Asien einsammeln und sich nach einem Rebound auf der Short-Seite im Westen eindecken. Ob Sie sich auf den Gesamtmarkt (Index) absichern, oder sensitive Sektoren wie den Techsektor bleibt Ihnen überlassen. Wo sollte man sich positionieren? Auf der Long-Seite sollten Sie insbesondere eher konjunkturunabhängige Branchen bevorzugen. Diese werden trotz eines eventuellen Kollapses des US-Marktes oder Hedge-Fonds Katastrophen oder vielleicht auch Rückflüsse der Carry-Trades weiter wachsen. Durchaus vorstellbar ist es sogar, dass Sie dann Unternehmen in Asien finden, die unter ihrem Net Asset Value notieren. Bleiben Sie in profitablen Firmen. Diese Unternehmen haben bereits bewiesen, dass sie Gewinne machen können. Existenz-Branchen vor allem Umwelt, die von staatlichen Zuschüssen unterstützt werden, haben langfristig keine Sorgen. Sie werden sowohl operativ, als auch am Aktienmarkt wachsen. Finger weg von exportlastigen Branchen. Vor allem diejenigen Unternehmen, die einen Massenmarkt im oberen Preissegment abdecken wollen. In Asien liegt genügend Kapital, das sowohl in den Konsum, als auch Aktienmarkt fließen wird. Deshalb muss Asien unbedingt übergewichtet werden. Aktuell werden lediglich rund 10% des westlichen Kapitals in Asien investiert. Wir stehen also hier vor eine langen Phase steigender Kapitalzuflüsse, die sich bei den Aktienkursen bemerkbar machen werden.

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