Solarbranche, Exoskelett

Solarbranche: Neues Exoskelett BionicBack schont den Rücken

25.06.2026 - 12:41:19 | boerse-global.de

hTRIUS präsentiert das Exoskelett BionicBack für die Solarbranche. Es schont den Rücken bei der Montage und ist teils mit Absturzsicherung erhältlich.

hTRIUS BionicBack: Neues Exoskelett entlastet Solar-Monteure
Solarbranche - Ein Arbeiter trägt ein futuristisches Exoskelett, das mit Absturzsicherung kombiniert ist, während er Solarmodule auf einem Dach installiert. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das BionicBack entlastet die Rückenmuskulatur bei Hebe- und Beugebewegungen – und könnte damit zum wichtigen Werkzeug für die wachsende Zahl an Photovoltaik-Fachkräften werden.

Rettung für den Rücken – auch in schwindelerregender Höhe

Die Montage von Solarmodulen ist Knochenarbeit. Ständiges Bücken, Heben und Tragen belastet vor allem den unteren Rücken. Das BionicBack von hTRIUS setzt genau hier an: Es unterstützt die Muskulatur mechanisch und soll Ermüdungserscheinungen vorbeugen.

Besonders spannend ist die Variante BionicBack FP READY. Sie kombiniert das Exoskelett mit einer zertifizierten Absturzsicherung. Wer auf Dächern arbeitet, kann sich also nicht nur den Rücken schonen, sondern ist gleichzeitig gegen Abstürze gesichert – eine sicherheitstechnische Notwendigkeit bei Höhenarbeiten.

„Ergonomie am Arbeitsplatz ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Branche“, sagte Geschäftsführer Dominik Heinzelmann bei der Vorstellung in München. Das System soll Muskel-Skelett-Erkrankungen minimieren und Fachkräfte langfristig gesund halten.

Branche boomt – aber die Politik macht Sorgen

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Die Relevanz solcher Hilfsmittel untermauert eine Studie der Bertelsmann-Stiftung vom 24. Juni 2026. Demnach waren 2025 rund 436.300 Menschen im Bereich erneuerbare Energien beschäftigt – ein Rekord. Allein die Photovoltaik zählte fast 100.000 Beschäftigte.

Doch die Experten warnen: Politische Kurswechsel könnten die Arbeitsplätze gefährden. Wirtschaftsministerin Reiche (CDU) plant offenbar Anpassungen beim Zubau und Kostensenkungen. Für die Branche bedeutet das: Effizienz steigern und Fachkräfte binden – etwa durch bessere Arbeitsbedingungen.

470 Gigawatt bis 2050 – ohne Helfer kaum machbar

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Die langfristigen Ziele der Energiewende sind ambitioniert. Eine Untersuchung des Fraunhofer ISE vom 24. Juni 2026 zeigt: Klimaneutralität bis 2045 ist technisch möglich, erfordert aber eine massive Steigerung der installierten Leistung. Für die Photovoltaik prognostizieren die Forscher eine Kapazität von 470 Gigawatt bis zur Jahrhundertmitte.

Aktuell deckt die Solarenergie knapp 19 Prozent der deutschen Nettostromerzeugung. Rund sechs Millionen Anlagen sind installiert, der Zubau lag 2025 bei 17 Gigawatt. Das Tempo der Transformation hat sich beschleunigt – und damit auch der Druck auf die Monteure. Exoskelette könnten helfen, das Pensum zu bewältigen, während gleichzeitig neue Lösungen für Speicher und Direktvermarktung die Integration der Energieflüsse unterstützen.

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