Sicherheitstechnik, Zutrittssteuerung

Sicherheitstechnik wächst: Zutrittssteuerung +6,1% auf 541 Mio.

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 11:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

GfS erweitert die Fluchtwegsicherung um IoT, Mobilfunk und automatische Protokolle. Der Markt für Zutrittssteuerung legte 2025 um 6,1 Prozent zu.

GfS präsentiert vernetzten Türwächter Go für digitale Fluchtwegsicherung
Ein moderner, hochwertiger Notausgang in einem öffentlichen Gebäude mit Fokus auf die architektonische Gestaltung. Illustration mit AI erstellt.

Mit der Vorstellung des Türwächters „Go“ bringt GfS (Assa Abloy) eine neue Generation technischer Lösungen zur Fluchtwegsicherung auf den Markt. Das System integriert moderne IoT-Funktionen und Mobilfunkanbindung, um die Überwachung von Notausgängen in gewerblichen und öffentlichen Gebäuden zu digitalisieren.

Durch die automatisierte Erfassung von Zeit- und Standortinformationen ermöglicht das Gerät eine lückenlose Dokumentation von Ereignissen direkt auf mobilen Endgeräten.

Vernetzung und Automatisierung in der Fluchtwegsicherung

Der neu vorgestellte Türwächter Go adressiert den wachsenden Bedarf an vernetzten Sicherheitslösungen. Im Falle einer unbefugten Nutzung oder einer Notfallöffnung per Türklinke löst das System einen Daueralarm aus.

Parallel dazu werden Verantwortliche über mobile Benachrichtigungen in Echtzeit informiert. Die integrierte Mobilfunkanbindung stellt sicher, dass Statusänderungen und Alarme ortsunabhängig empfangen werden können. Nach einer Auslösung erfolgt die Rücksetzung des Systems per Schlüssel.

Ein wesentliches Merkmal der neuen Gerätegeneration ist die automatisierte Dokumentationsfunktion. Durch die Erfassung präziser Zeitstempel und Standortdaten können Betreiber von Gebäuden die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften nachweisen, ohne auf manuelle Protokollführung angewiesen zu sein. Dies erhöht die Transparenz bei der Wartung und im Falle von Haftungsfragen.

Marktwachstum bei Zutrittssteuerung und Sicherheitstechnik

Die Einführung neuer Technologien wie des vernetzten Türwächters erfolgt in einem dynamisch wachsenden Marktumfeld. Laut einer Marktauswertung der Verbände ZVEI und BHE, die am 23.06.2026 veröffentlicht wurde, verzeichnete der Bereich der Zutrittssteuerung im Jahr 2025 einen Umsatz von 541 Mio. Euro, was einem Plus von 6,1 % entspricht. Der Gesamtmarkt für Sicherheitstechnik wuchs im gleichen Zeitraum um 3,9 % auf ein Volumen von 5,74 Mrd. Euro.

Anzeige

Wer die Sicherheit im Betrieb modernisiert, muss auch die gesetzlich vorgeschriebene Risikobewertung präzise dokumentieren. Diese kostenlose Excel-Vorlage für die Gefährdungsbeurteilung im Brandschutz bietet Ihnen eine strukturierte Risikomatrix und fertige Checklisten für Ihren Maßnahmenplan. Gefährdungsbeurteilung als bearbeitbare Excel-Datei gratis herunterladen

Besonders starke Zuwächse zeigten neben der Zutrittssteuerung auch die Videosicherheit mit einem Plus von 6,1 % (870 Mio. Euro). Die Brandmeldetechnik blieb mit 2,7 Mrd. Euro und einem Wachstum von 3,9 % das größte Segment.

Überfall- und Einbruchmeldeanlagen steuerten 942 Mio. Euro (+2,4 %) zum Gesamtmarkt bei, während Systeme für den Rauch- und Wärmeabzug einen Umsatz von 182 Mio. Euro (+2,8 %) erreichten.

Relevanz von Normen und fachgerechter Installation

Die zunehmende Komplexität vernetzter Sicherheitssysteme stellt hohe Anforderungen an Fachplaner und Errichter. Branchenveranstaltungen wie die Schulung von UDS in Fulda befassen sich intensiv mit aktuellen Normenänderungen, darunter die DIN VDE 0833-4, DIN 14675 sowie europäische Standards wie die DIN EN 54-16/-24. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Abgrenzung von Sprachalarmanlagen (SAA) zu Elektroakustischen Notwarnsystemen (ENS) sowie Konzepte für die Amok-Alarmierung und Feuerwehr-Einsprechstellen.

Anzeige

Die Einhaltung technischer Normen ist im Brandschutz ebenso entscheidend wie die praktische Vorbereitung der Beteiligten auf den Ernstfall. Ein kostenloser Praxis-Report zeigt Sicherheitsfachkräften, worauf es bei der Gefährdungsbeurteilung wirklich ankommt und liefert direkt die passenden Vorlagen zur Dokumentation. Kostenlosen Praxis-Report und Checklisten jetzt sichern

Für die ordnungsgemäße Umsetzung solcher Systeme ist zudem die messtechnische Verifizierung, etwa durch STIPA-Messungen oder Simulationen, von Bedeutung. Die Einhaltung technischer Richtlinien ist eine Grundvoraussetzung, um im Schadensfall rechtssichere Gutachten erstellen zu können.

Expansion im Sachverständigenwesen und globale Trends

Parallel zur technischen Entwicklung investieren Prüforganisationen in den Ausbau ihrer regionalen Präsenz. TÜV SÜD verfolgt das Ziel, sein Geschäft mit Schaden- und Wertgutachten deutlich zu erweitern und innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens 100 weitere Standorte zu eröffnen.

Die Qualität der Gutachten orientiert sich dabei an Standards wie der Richtlinie VDI-MT 5900. Jährlich werden in Deutschland etwa 3,5 Mio. Haftpflichtschäden registriert, was die Bedeutung qualifizierter Sachverständiger unterstreicht.

Auch Ratgeber wie der von Hausankauf-Experten.de betonen, dass bei Bestandsimmobilien technische Mängel wie Feuchtigkeit oder Risse den Objektwert maßgeblich beeinflussen und detaillierte Begehungen durch Gutachter erfordern.

Ein Report von IndexBox prognostiziert für den Weltmarkt der Brandschutz-Rahmensysteme im Zeitraum von 2026 bis 2035 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 5,8 %. Während in China, Indien und im Nahen Osten strengere Bauvorschriften das Wachstum antreiben, entfallen in Nordamerika und Westeuropa etwa 35-40 % der Nachfrage auf Sanierungsprojekte.

Besonders hochwertige Lösungen finden verstärkt Anwendung in Halbleiterfabriken und Reinräumen, wo aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen Preisaufschläge von 25-40 % erzielt werden.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70062631 |