Sicherheitsgewerbe: Tarifvergütung 15,14 Euro und Qualifizierungszuschuss
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die BST Bildung Sicherheit Training GmbH weitet ihre Rekrutierungsmaßnahmen aus und sucht aktuell Sicherheitsmitarbeiter in mehreren deutschen Groß- und Mittelstädten. Wie aus Berichten vom 22. September 2026 hervorgeht, bietet das Unternehmen für die ausgeschriebenen Vollzeitstellen in Aachen, Chemnitz, Halle (Saale), Erfurt, Kassel, Recklinghausen, Lübeck, Augsburg und Heidelberg zudem integrierte Qualifizierungsmöglichkeiten an.
Qualifizierung und Einsatzgebiete bei der BST Bildung Sicherheit Training GmbH
Ein zentraler Bestandteil des Angebots ist die Vorbereitung auf die IHK-Sachkundeprüfung gemäß §34a der Gewerbeordnung (GewO). Diese Qualifizierung könne laut Unternehmensangaben kostenfrei absolviert werden, sofern eine Förderung durch einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters vorliegt. Damit richtet sich das Angebot auch an Bewerber, die bisher noch nicht über die notwendigen formale Qualifikationen für das Bewachungsgewerbe verfügen.
Das Anforderungsprofil für die Bewerber sieht ein Mindestalter von 18 Jahren sowie ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vor. Zudem werden gute Deutschkenntnisse vorausgesetzt. Ein Führerschein der Klasse B werde als vorteilhaft eingestuft.
Die Einsatzbereiche nach erfolgreicher Qualifizierung sind vielfältig und erstrecken sich vom klassischen Objekt- und Werkschutz über Pforten- und Empfangsdienste bis hin zum Revier- und Streifendienst. Auch im Eventschutz, in der Einzelhandelsbewachung sowie an Flughäfen plant das Unternehmen den Einsatz des neuen Personals.
Tarifliche Vergütung und Zusatzleistungen bei WISAG und proSicherheit
Neben den bundesweiten Ausschreibungen der BST zeigen aktuelle Angebote anderer Branchenakteure die derzeitigen Konditionen im Sicherheitsmarkt auf. Die WISAG Sicherheit & Service bietet in Norderstedt eine unbefristete Vollzeitstelle an, bei der die tarifliche Bezahlung bei 15,14 Euro pro Stunde liegt.
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Zusätzlich werden Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten sowie ein Zuschuss zum Deutschlandticket gewährt. Zu den dortigen Aufgaben gehören neben Kontrollgängen in der Nachtschicht auch die Telefonzentrale, die Überwachung der Sicherheitstechnik sowie das PC-gestützte Berichtswesen.
Ein ähnliches Vergütungsniveau weist die proSicherheit GmbH für ein Objekt in Elsdorf (Niedersachsen) auf. Das Unternehmen, das bereits Anfang September mit der Stellenbesetzung begann, bietet eine übertarifliche Vergütung zwischen 15,10 Euro und 16 Euro pro Stunde zuzüglich tariflicher Zuschläge.
Hier wird mindestens eine IHK-Unterrichtung gemäß §34a GewO vorausgesetzt, die jedoch auch noch vor dem endgültigen Beschäftigungsbeginn erlangt werden könne. Die Anforderungen an die Sprachkenntnisse liegen hier bei dem Niveau B2.
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Spezialisierungen im Sicherheitsbereich und Ausblick auf 2027
Während der allgemeine Objektschutz oft den Einstieg bildet, gewinnen spezialisierte Weiterbildungen an Bedeutung. In Irsee schlossen kürzlich 25 Mitarbeitende aus psychiatrischen Einrichtungen eine einjährige, berufsbegleitende Weiterbildung zu Sicherheitsbeauftragten im Maßregelvollzug ab. Die Teilnehmer stammten aus acht deutschen Bundesländern sowie der Schweiz.
Das Bildungswerk des Bayerischen Bezirketags führt diese spezialisierte Qualifizierung bereits seit 2001 durch. Die Ausbildung umfasst sechs Blockwochen, in denen Themen wie psychiatrische Krankheitsbilder, rechtliche Grundlagen und Sicherheitskonzepte behandelt werden.
Auch der Umgang mit Extremsituationen wie Geiselnahmen, Blackouts oder Evakuierungen ist Teil des Lehrplans. Für den weiteren fachlichen Austausch wurde bereits eine Fachtagung angekündigt, die vom 15. bis 17. November 2027 im Kloster Seeon stattfinden soll.
