Sehkraft am Arbeitsplatz: 40% der Beschäftigten unterversorgt
29.05.2026 - 10:02:50 | boerse-global.deDas gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern kostet Unternehmen auch Geld.
Arbeitsmediziner Dr. Jens Petersen von der Berufsgenossenschaft VBG schlägt Alarm. Bei 30 bis 40 Prozent der Mitarbeiter sei die Sehkraft mangelhaft. Die Folgen: höhere Fehlerraten und schnellere Ermüdung.
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Die Lösung? Einfache Maßnahmen am Arbeitsplatz. Der Monitor sollte 50 bis 80 Zentimeter entfernt stehen. Ausreichende Beleuchtung und angemessene Schriftgrößen sind Pflicht.
Rechtsanspruch auf Spezialbrille
Wer eine Sehschwäche hat, hat Anspruch auf eine Bildschirmarbeitsplatzbrille. Voraussetzung ist der entsprechende Befund in der Vorsorgeuntersuchung G 37.
Die VBG hat zudem ihren Leitfaden für Zeitarbeit aktualisiert. Er enthält verständlichere Hilfen zur Gefährdungsbeurteilung und zum Mutterschutz.
Gute Beleuchtung rechnet sich
Seit dem 27. Mai gibt es einen neuen ROI-Rechner für Unternehmen. Er beziffert den wirtschaftlichen Nutzen besserer Lichtqualität. Denn schlechte Beleuchtung verursacht indirekte Kosten durch Ermüdung und Augenbelastung.
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Der Trend zur Messbarkeit von Gesundheitsmaßnahmen ist klar. Laut „Return on Wellbeing Report 2026“ messen 95 Prozent der deutschen Unternehmen den Erfolg ihrer Wohlfühlprogramme. Drei Viertel erzielen eine Rendite von über 50 Prozent.
Kein Wunder also, dass 90 Prozent der Firmen die Bindung von Leistungsträgern durch solche Programme als hohe Priorität sehen.
Neue Technik gegen müde Augen
Hardware-Hersteller reagieren auf den Bedarf. Ende Mai präsentierte Philips den 24B2D5300 – einen Monitor mit zwei separaten Displays. Er integriert Schutztechnologien wie Eyesafe 2.0, FlickerFree und SoftBlue.
Doch Technik allein reicht nicht. Die Stiftung Auge und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft warnen vor falscher Sicherheit durch Online-Sehtests. Sie könnten für Veränderungen sensibilisieren, aber keine Augenarzt-Untersuchung ersetzen.
Der Grund: Faktoren wie die individuelle Bildschirmhelligkeit verfälschen die Ergebnisse digitaler Tests massiv. Krankheiten wie Glaukom oder diabetische Netzhautschäden erkennt nur der Facharzt zuverlässig.
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