Schulwegunfälle: 24.191 Vorfälle in NRW, fünf Todesfälle 2025
30.05.2026 - 17:21:23 | boerse-global.deDenn die Unfallzahlen steigen wieder.
„Meine Busschule" in Österreich gestartet
Am heutigen Samstag führten die AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) und das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) die Initiative „Meine Busschule" an einer Grundschule in Ebergassing durch. Das Programm soll Kinder für sicheres Verhalten im Schulbus sensibilisieren – ein wachsender Trend in ganz Europa.
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Die praktischen Übungen kommen nicht von ungefähr: Die Unfallzahlen auf Schulwegen steigen vielerorts wieder auf Vor-Pandemie-Niveau.
Rekordbeteiligung in Offenbach
Die Stadtwerke Offenbach melden für 2026 eine Rekordnachfrage für ihr Bus-Sicherheitstraining. Insgesamt 39 vierte Klassen nehmen zwischen Ostern und den Sommerferien teil. Der Lehrplan umfasst praktische Fertigkeiten wie sicheres Ein- und Aussteigen, das Lesen von Fahrplänen und den Ticketkauf. Ein Höhepunkt ist der Besuch im Busdepot, bei dem die Schüler die Fahrzeugwaschanlage besichtigen.
Doch nicht nur Kinder sind im Fokus. Am Freitag veranstalteten die Verkehrsbetriebe Hann. Münden (VHM) eine spezielle Ein- und Ausstiegsschulung für Fahrgäste mit Rollatoren und Rollstühlen. Die Übungen fanden auf einem Elektrobus statt – mit besonderem Schwerpunkt auf dem sofortigen Feststellen der Bremse nach dem Einstieg.
„Schulweg auf Probe" in Braunschweig
Der Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) erleichtert den Schulstart mit einer besonderen Aktion: Vom 1. Juni bis 12. Juli können künftige Erst- und Fünftklässler samt zwei Begleitpersonen ihren Schulweg mit Bus und Bahn kostenlos testen. Die Gutscheine werden über die Schulen verteilt.
Auch die Infrastruktur wird nachgerüstet. In Linz gehen im Juni zwei stationäre Geschwindigkeitswarngeräte in Betrieb. Sie stehen an einer stark frequentierten Schulbushaltestelle und in einer unübersichtlichen Kurve im Stadtteil Margarethen.
Steigende Unfallzahlen alarmieren
Der Handlungsdruck ist real. Die Unfallkasse NRW registrierte 2025 insgesamt 24.191 Schulwegunfälle in Nordrhein-Westfalen – darunter fünf Todesfälle. Das entspricht einer Rückkehr zum Niveau vor der Pandemie.
In Österreich sieht es nicht besser aus: Der VCÖ meldet für 2025 insgesamt 3.559 verletzte Kinder im Straßenverkehr – ein Anstieg um 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Doch nicht nur physische Unfälle sind ein Problem. Eine Umfrage unter rund 1.000 Schülern eines Gymnasiums in Siegen zeigt: Viele fühlen sich in öffentlichen Bussen unsicher. Aggressives Verhalten und Konfrontationen mit Erwachsenen werden als Hauptgründe genannt. Die Verkehrsbetriebe bitten Schüler und Eltern nun um konkrete Meldungen solcher Vorfälle.
Fahrradbusse als Alternative
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In Manching fordert eine lokale Fraktion für das Schuljahr 2026/2027 kostenlose Schülertransporte für alle – unabhängig von der Entfernung. Grund sind die hohen Risiken durch nahegelegene Autobahnen und stark befahrene Straßen.
Eine wachsende Alternative zu motorisierten Bussen und „Elterntaxis" sind Fahrradbusse:
- Alzey: Im Rahmen der STADTRADELN-Kampagne 2026 startete die Stadt einen Fahrradbus. Schüler radeln auf festgelegten Routen mit Haltestellen, begleitet von Erwachsenen des ADFC, Lehrern und Eltern.
- Troisdorf: Eine Elterninitiative namens „KriSpi" wurde am heutigen Samstag vorgestellt. Sie plant, nach den Sommerferien 2026 beaufsichtigte Fahrradkonvois für Grundschüler zu organisieren. Die dreikilometerlange Route soll die Sicherheit erhöhen und klimafreundliche Mobilität fördern.
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