Schulstart, Polizei

Schulstart: Polizei verstärkt Kontrollen bei 4.315 Schulweg-Unfällen

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 14:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zum Schulbeginn appellieren Polizei und Verkehrsclubs an Autofahrer. Elterntaxis geraten in die Kritik, während Behörden verstärkte Überwachung ankündigen.

Schulstart 2026: Polizei warnt vor Gefahren und kündigt Kontrollen an
Grundschulkinder mit Schulranzen gehen morgens auf dem Gehweg zur Schule. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In mehreren Bundesländern und Kantonen beginnt in den nächsten Tagen das neue Schuljahr. Polizei und Verkehrsclubs appellieren an Autofahrer, besonders aufmerksam zu sein – und kritisieren die wachsende Zahl von Elterntaxis.

In Rheinland-Pfalz und im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern startet der Unterricht am 10. August. Thüringen und der französischsprachige Teil Berns folgen eine Woche später. Besonders für Schulanfänger ist der tägliche Weg zur Schule eine neue Herausforderung.

Unfallzahlen zeigen: Kinder sind besonders gefährdet

Die Statistiken der vergangenen Jahres verdeutlichen das Risiko. 2025 registrierten die Behörden 4.315 Schulweg-Unfälle. Fußgänger waren mit 1.690 Vorfällen am stärksten betroffen, gefolgt von Radfahrern mit 1.079 Unfällen. In Bussen und Bahnen passierten 723 Unglücke, in Pkw 416 und bei Motorrad- sowie Mofafahrern 407.

Kinder können Geschwindigkeiten und Abstände noch nicht richtig einschätzen, erklärt der ADAC. Ihre geringe Körpergröße macht sie zudem für andere Verkehrsteilnehmer schwer erkennbar.

Elterntaxis: Gut gemeint, aber gefährlich

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Die Unfallzahlen sind alarmierend: 4.315 Schulweg-Unfälle im vergangenen Jahr – viele davon hätten vermieden werden können. Mit den richtigen Tipps wird der Schulweg Ihres Kindes sicherer. Schulweg-Ratgeber jetzt kostenlos sichern

Ein wunder Punkt der Verkehrswende: die sogenannten Elterntaxis. Wer sein Kind mit dem Auto bis direkt vor die Schule bringt, verschärft die Lage oft erheblich. Parken in zweiter Reihe, Wenden auf engem Raum – das schafft gefährliche Situationen für alle anderen Kinder. Und die Entwicklung der Selbstständigkeit leidet auch darunter.

Besser: den Schulweg vor dem ersten Schultag mehrfach gemeinsam üben. Und dabei nicht den kürzesten, sondern den sichersten Weg wählen – mit Ampeln und Zebrastreifen. Helle Kleidung und Reflektoren machen Kinder sichtbarer. Wer das Fahrrad nutzt, sollte konsequent Helm tragen. Und wer auf das Auto angewiesen ist, sollte ausgewiesene Hol- und Bringzonen nutzen.

Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an

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Elterntaxis sorgen vor vielen Schulen für gefährliche Situationen – oft gut gemeint, aber riskant. Erfahren Sie, wie Sie das Chaos vermeiden und Ihr Kind sicher zur Schule bringen. Tipps gegen Elterntaxi-Chaos jetzt anfordern

Die Behörden reagieren mit mehr Präsenz. In Nordrhein-Westfalen läuft vom 3. bis 9. August eine landesweite Aktionswoche zur Geschwindigkeitsüberwachung. Geblitzt wird besonders an Unfallschwerpunkten sowie vor Schulen und Kindergärten.

Auch die Schweiz erhöht den Druck: Die Kantonspolizei Bern und die Regionalpolizeien im Aargau kontrollieren zum Schulstart verstärkt. Der TCS startet begleitende Kampagnen, die Autofahrer zu Bremsbereitschaft mahnen. In Rheinland-Pfalz will die Polizei in den ersten Schulwochen die Überwachung im Schulumfeld intensivieren. Ein sicherer Start ins neue Schuljahr – das ist das gemeinsame Ziel.

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